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Unerwartet Viele protestieren gegen Ludendorffer

7. April 2012 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Artikelserie "Ludendorffer"


Zu unserer Überraschung kamen über 150 zur Demo ab Bahnhof Dorfmark und trafen am Zielpunkt nahe dem Ludendorffer-Haupttagungslokal "Hotel Deutsches Haus" auf weitere 70 Nazi-GegnerInnen. Diese Zahlen wurden mit einem Zählgerät 2x exakt erfasst. Im Polizeibericht ist von insgesamt 150 die Rede. Und nahezu alle Medien übernahmen die Zahl der Polizei.
Die Polizei hatte das Hotel weiträumig abgesperrt. Allerdings weiträumiger als vom Ornungsamt des Heidekreis festgelegt. Und so mußte die Polizei einige Meter Straßenfläche wieder an das "Bündnis gegen Ludendorffer" zurückgeben.
Wegen dem niedersächsischen Feiertagsgesetz war mal wieder die Nutzung von Lautsprechern etc. ausgeschlossen. In den Auflagen der Ornungsbehörde des Landkreis Heidekreis wurde die Megaphonnutzung allerdings zu Demo-Beginn - aber nur dort vorm Bahnhof - zugestanden. Das, damit die Demo auch ordentlich durchgeführt werden kann, wozu besonders die Verlesung der Demo-Auflagen gehörte. Es gab dort dennoch eine kurze Rede von Charly Braun/ DGB. Er freute sich über die unerwartet große Zahl von AntifaschistInnen, kritisierte die weiträumigen Absperrungen und übermäßige Menge an Polizei beim Protest gegen Ludendorffer vor einem Jahr. Diese Massnahmen waren Ergebnis des Einflusses des Staatsschutzes auf die Ordnungsbehörde. Der Staatsschutz hatte fälschlicherweise behauptet, dass zum Protest 2011 mehrere hundert "Gewaltbereite" kommen würden.  Charly Braun ging auf die rassistische Ideologie der Ludendorffer ein und berichtete, dass das gerade zuende gegangene Internationale workcamp Bergen-Belsen - und hier besonders die israelische Delegation - verärgert über die freundliche Aufnahme der rassistischen antisemitischen Ludendorffer-Sekte sind und deren Verbot fordern. Der Gewerkschaftsfunktionär betonte, dass die Ideologie der scheinbar friedlichen Ludendorffer den heutigen Nazimördern als Begründung dient. Und: Nicht nur die Nazis mit Knüppeln, sondern auch die rassistische Ideologie ist ein Verbrechen.

Der Protest war diesmal lautstark. Auch die Jusos gaben scharfen bis satirischen Protest gegen Ludendorffer in singendem Stil zu Gehör. Es gab Info-Tische mit Kaffee und leckerem Kuchen von SPD, Linke, Grüne. Am Protest  beteiligten sich diesmal auch etliche Dorfmarker, GewerkschafterInnen aus Bad Fallingbostel und umzu, engagierte Christen und allerlei Menschen aus den Initiativen und Bündnissen gegen Rechts aus dem Raum Eschede-Fassberg-Herrmansburg u.a..  Weil bekannt wurde, dass überraschend gleichzeit auf dem Nahtz-Hof in Eschede allerlei Nazis auftauchten, fuhren viele von Dorfmark weiter nach Eschede.
Zum Ende der Protestveranstaltung in Dorfmark wurde ein Staatschützer von braven Bürgern davor geschützt, sich selbst lächerlich zu machen und die Liste der Bespitzelten aufzufüllen.
Autorin: Heide Bote

 


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