Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

ver.di-ÖD-Streik: Kita-Elternvertretungen schreiben an verdi, GEW und Stadt Han.

5. Februar 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

Absender:

Gesamtelternbeirat der Städtischen Kitas

Janina Müller, Vorsitzende (Ninaatlanta@hotmail.com, Tel.: 0511-717841)

Kita-Stadtelternrat

Georg Weil, Sprecher (SchorseWeil@t-online.de, Tel.: 0511-441948)

Büro: Ricklingerstr. 39, 30449 Hannover

 

An:

Oberbürgermeister der Stadt Hannover

Stephan Weil (Oberbuergermeister@Hannover-Stadt.de)

Personalmanager der Stadt Hannover Harald Härke (ZentraleSteuerung@Hannover-Stadt.de)
Trammplatz 1

30159 Hannover

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft  (Gewerkschaftssekratär Harald.Memenga@verdi.de)

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW.Hannover@t-online.de)
Verdi-Landesbezirkschef Jürgen Hohmann (GPR@Hannover-Stadt.de)

Goseriede 12
30159 Hannover

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Wie der Presse zu entnehmen war, stehen erneut Streikaktionen im Öffentlichen Dienst bevor, von denen auch die Städtischen Kitas bedroht sind.

 

Wir Kindertagesstätten-Eltern sehen, dass in unserem Land und auch bei uns in Hannover der Ausbau der Kindertagesstätten nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ weit hinter den aktuellen Erfordernissen zurückbleibt.

 

Erneut streiken jetzt Erzieherinnen und Erzieher für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.

 

Die Kommunen, lehnen diese Forderungen mit der Begründung ab, dass sie vom Land und vom Bund finanziell dabei im Stich gelassen werden, Eltern mit gut ausgebauten Kindertagesstätten in ihrer Erziehungsarbeit zu unterstützen. 

 

Die Not der Eltern, die darauf angewiesen sind, dass die Kindertagesstätten geöffnet sind, weil sie andernfalls teils erhebliche berufliche Nachteile befürchten müssen, ist groß, wenn es wie im letzten Jahr jetzt erneut zu Kita-Streiks kommt.

 

Aber auch die Not der Kinder aus Familien, die in besonderer Weise auf die unterstützende Erziehungsarbeit der Kitas angewiesen sind, ist groß.

 

Wir appellieren daher sowohl an die Stadt Hannover als auch an die Gewerkschaften alles zu tun, was dazu beiträgt in dieser Situation vertrauensbildend auf die betroffenen Familien zuzugehen und entsprechend zu handeln:

 

Vom ersten Streiktag an sind ausreichend Kita-Notdienstgruppen in möglichst allen Stadtteilen einzurichten. Wir sehen Stadt und Gewerkschaften in der Pflicht sich in dieser Frage umgehend zu einigen.

Über konkrete Streikaktionen sind Eltern möglichst umfassend und rechtzeitig zu informieren. Von den streikenden Erzieherinnen und Erziehern erwarten wir, dass sie mit den Eltern das Gespräch suchen.

Eltern, die bei der Stadt angestellt sind und die aufgrund von Kita-Streiktagen gezwungen sind, ihre Kinder zu hause zu betreuen, sind dafür bezahlte Freistellungen zu gewähren. Dies hat auch einen appellativen Charakter an alle anderen Betriebe in denen Eltern arbeiten, deren Kinder eine vom Streik betroffene Städtische Kita  besuchen.

Die Gewerkschaften fordern wir auf, deutlich zu machen, dass es ihnen nicht nur um eine bessere Bezahlung sondern damit verknüpft auch um eine bessere Aus- und Weiterbildung der Erzieherinnen und Erzieher geht. Die von vielen Erziehungswissenschaftlern geforderte Fachhochschulausbildung für Erzieherinnen und Erzieher etwa trägt auch langfristig dazu bei, ein deutlich höheres Gehalt zu rechtfertigen.

Den Eltern ist von der Stadt für die Kita-Streiktage eine unbürokratische Rückerstattung des Essengeldes und der Kita-Beiträge zuzusichern.

 

Wir Eltern appellieren an die Stadt und an die Gewerkschaften nicht über Gebühr die Geduld der Eltern in einer Problemlage zu strapazieren, die schon seit Jahren ungenügend bearbeitet wurde. Stattdessen müssen wir darauf hinarbeiten, für eine quantitative und qualitative Verbesserung der Kindertagesstätten in Stadt und Land verbunden mit den notwendigen staatlichen Investitionen gemeinsam einzutreten.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Hannover, 3.2.2010, Nina Müller und Georg Weil

Diesen Post teilen

Repost 0

Kommentiere diesen Post