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«Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen!» 20 beliebte Irrtümer in der Schuldenkrise

21. Juni 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Wirtschaft

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«Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen!»

20 beliebte Irrtümer in der Schuldenkrise

 

Es ist wieder soweit: Griechenland braucht neue Kredite, und in Europa streiten die Regierungen darüber, ob das nötig ist und wer das zahlen soll. In Deutschland herrscht vielfach die Meinung vor, Griechenland sei selbst schuld an seinem Elend: Erst habe sich das Land in die Euro-Zone gemogelt, dann habe die Regierung zu viel ausgegeben, die Regierten hätten zu wenig gearbeitet. Genährt werden solche latent nationalistischen Deutungsmuster von deutschen Politikern und den Medien, die entsprechende «Lösungen» der Krise vorschlagen: Die Griechen müssten mehr sparen, mehr arbeiten und ihr öffentliches Eigentum verkaufen – und wenn das alles nichts hilft, muss Griechenland eben raus aus der Euro-Zone bzw. bankrott machen. Das Dumme daran: Weder sind die genannten Ursachen der Krise zutreffend, noch die Auswege zielführend.

 

Inhalt

Was ist die Krise? Falsche Zustandsbeschreibungen
1. «Griechenland hat zu hohe Schulden»
2. «Die Finanzmärkte fürchten einen griechischen Staatsbankrott»

Wo kommt die Krise her? Falsche Ursachenforschung
3. «Die Griechen sind faul»
4. «Die Griechen machen ständig Urlaub»
5. «Wir zahlen den Griechen Luxusrenten»
6. «Die Griechen haben sich ein fettes Leben gemacht»
7. «Die Griechen haben über ihre Verhältnisse gelebt»
8. «Der griechische Staat ist viel zu aufgebläht»
9. «Griechenland ist nicht wettbewerbsfähig»
10. «Die Griechen sind korrupt»

Wie weiter? Falsche Lösungswege
11. «Die Griechen sollten erst einmal selbst sparen, bevor wir ihnen nochmals helfen»
12. «Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen!»
13. «Sollen doch die Gläubiger zahlen!»
14. «Griechenland soll aus der Euro-Zone austreten»
15. «Griechenland muss das Vertrauen der Finanzmärkte wiedergewinnen»

Die Rolle der Deutschen: Falsche Freunde
16. «Wir wollen Freunde der Griechen sein»
17. «Man sollte Freunden helfen – aber nicht für sie bürgen»
18. «Kein deutscher Steuer-Euro nach Griechenland!»
19. «Wir sind der Zahlmeister Europas»

Ein Nachtrag
20. «Griechenland hat sich in die Euro-Zone gemogelt – ‹Die Nachsicht der Gemeinschaft rächt sich jetzt›»


Hervorgegangen aus dem RLS-Projekt «Lasst uns über Alternativen reden... », in Kooperation mit dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

 

Broschüre zum Download

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