Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

VVN/BdA gegen "Deutschen Schicksalstag" am 9.November in Wennigsen

23. Februar 2014 Veröffentlicht in #Historisches

 Der Landesvorstand Niedersachsen der VVN/BdA hat in seiner Sitzung am 23. Februar 2014 beschlossen sich gegen den Antrag der Fraktionsvorsitzenden von SPD und FDP im Gemeinderat Wennigsen, den 
9. November als "deutschen Schicksalstag"
zu benennen auszusprechen. Das Gedenken an die Opfer des Faschismus droht in den Hintergrund gedrängt zu werden. Nachdem im Koalitionsvertrag der Bundesregierung der Erinnerung an "Stalinismus und SED-Diktatur" mehr Platz gewidmet ist als dem Gedenken an die Opfer des Faschismus und auch die staatliche Förderung mehr in diese Richtung geleitet wird, wird durch den Antrag von SPD und FDP bereits versucht, diese Politik umzusetzen. Was sich zunächst recht positiv liest hat - wie so vieles - einen Haken. Sie sehen nämlich den 9. November als "deutschen Schicksalstag" und möchten auch der anderen Ereignisse gedenken, die an diesem Tag stattgefunden haben. So sollen neben der Reichspogromnacht die Ausrufung der Deutschen Demokratie, der Hitler-Putsch und der "Fall" der Berliner Mauer in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt werden. Wenn aber die Reichspogromnacht zu einem Ereignis unter vielen erklärt wird, wird damit der Nazi-Terror relativiert. Der 9. November ist neben dem 27. Januar der bedeutenste Gedenktag für die Opfer des Holocaust. Eine Vermischung mit anderen Ereignissen bedeutet eine Beleidigung der Opfer. Wir appellieren an die Wennigser Gemeinderatsmitglieder, die Einmaligkeit des Nazi-Terrors in der Geschichte zu berücksichtigen, jegliche Verwässerung und Vermischung des Gedenkens an die Opfer des Faschismus mit anderen Ereignissen abzulehnen und den Charakter des 9. November als Holocaust-Gedenktag zu bewahren. VVN/BdA LV Niedersachsen

Diesen Post teilen

Repost 0

Kommentiere diesen Post