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Walsrode: Demo am 15.05.2010 - Die Reden

15. Mai 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - lokal




Begrüssung der Demo-Teilnehmenden durch die Anmelder und Initiatoren
H-D Charly Braun
und Horst Kröger  -  Demo 15.5.10 des "Walsroder Bündnis gegen Nazis"

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Charly
Liebe Walsroderinnen und Walsroder, liebe Freundinnen und Freunde,
dass so viele heute hier her gekommen sind, ist ein gutes Zeichen für gelebte Demokratie, für Solidarität mit jenen
Bevölkerungsgruppen, die sich Nazis früher wie heute als ihre Opfer auserwählt haben, und es ist ein gutes Zeichen für Courage gegen soziale Ausgrenzung, Rassismus und gegen alle Nazis.


Der Anschlag auf unser JUZE ist nicht der erste von Neonazis. Das Zerschlagen der Scheiben und der angesprühte
Spruch "Jetzt kommt unser Zug" in der Nacht zum 8.Mai, dem Jahrestag der Befreiung vom Faschismus, galt auch
dem Projekt "Zug-der-Erinnerung". Der Z-d-E mit seiner Ausstellung über Verbrechen und Täter des Naziregimes war
vor 6 Monaten in Walsrode. Mit ihrem politischen Wandalismus wollte die lokale Naziszene das 8.Mai-Konzert zugunsten des Z-d-E  im JUZE verhindern. Das JUZE-Team, der Stadtbauhof und engagierte antifaschistische Jugendliche sorgten dafür, dass das Konzert trotz alledem stattfinden konnte. Dafür ein grosses DANKESCHÖN !


Horst
Nur wenige Stunden nach dem Nazi-Anschlag stand für Menschen aus unterschiedlichen Gruppen fest: Wir zeigen den Nazis und aller Öffentlichkeit, dass wir uns nicht vor den Nazis ducken. Gegen die verbrecherische Weltanschauung der Nazis werden wir auf die Straße gehen. Am Montagabend einigten sich in kürzester Zeit, ganz unterschiedliche Gruppen darauf, als neues "Walsroder Bündnis gegen Nazis" mit dem bekannten Aufruf zur Demo einzuladen. Den Aufruf spontan unterschrieben:


AG Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage der BBS Walsrode, Antifaschistische Initiative SFA, Atarov-Unterstützerkreis (zur Rückholung der abgeschobenen Bomlitzer Familie), Bd.90/ Die Grünen, culture courage, ev. luth. Kirchengemeinde Walsrode und Kirchenkreis, Bildungsgewerkschaft GEW, Wandergesellen der Zunft "Ehrbares Handwerk", Kijuku eV, Gewerkschaftsjugend von IG BCE und ver.di, IGS-SchülerInnen Hannover-Linden, Initiative Zug-der-Erinnerung/ Geschichtswerkstatt Han., Volleyballgruppe Benefeld und Umgebung, Sportverein CIWAN, Stadtmarketing Walsrode, SPD, Bd.90/ Die Grünen, Die Linke, ver.di, das ver.di-Bildungszentrum Walsrode, DGB und Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN/BdA).

Charly
Das Verdener Bündnis gegen Rechtsextremismus, das von Kommunen getragene Weser-Aller-Bündnis gegen Rechts (WABE), Jusos, Beschäftigte der Lebenshilfe, Betriebsräte, das Lüneburger Bündnis gegen Nazis und die Dörverdener gegen den Nazis im Heisenhof haben Unterstützung zugesagt und sind mit Delegationen heute hier - und heute gekommen sind noch viele mehr. Und das auch, weil Schulleitungen und Chefs die Verbreitung unseres Aufrufs unbürokratisch unterstützen.  DANKE euch allen dafür!

So manche die heute hier sind, und das gilt vor allem für viele Jugendliche, haben bereits unangenehme Erfahrungen mit Nazis gemacht - auch in Walsrode. Die Verbreitung der verbrecherischen Weltanschauung in den Köpfen und der drohende, schlagende Ausduck dieser Ideologie ist nicht mit Verharmlosen und Verschweigen zu stoppen. Wir haben in Walsrode, Verden, Dorfmark, Schneverdingen und vielerorts bereits zuviele Nazis, die
sich ausbreiten. Jeder Nazi ist einer zuviel. Noch können wir sie gemeinsam stoppen. Diese Demonstration ist in Walsrode erst der Anfang.

Am Mittwoch wurde in Walsrodes Berufsschule verbreitet, dass die Nazis eine Gegen-Demo in Walsrode machen wollen, evtl. gar noch heute im Laufe des Tages oder am Abend.
Was immer die Nazis tun, wir werden sie in ihre Schranken verweisen. 
Für Walsrode und überall gilt:  Nie wieder Faschismus !
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Es folgt das Ankündigen weiterer Redner, der Hinweis auf die gewerkschaftliche Antifa-Zeitung für Jugendliche "get up" und die Broschüre "Rechtsabbieger" (beide mit Artikeln über Nazis in Soltau-Fallingbostel) sowie die Verlesung der Demonstrationsauflagen der Ordnungsbehörde der Stadt Walsrode.
 


 

Rede auf der Demo in Walsrode am 15. Mai 2010 Herbert Seevers, Pastor


Als Vertreter des Evangelischen Kirchengemeinde und des Kirchenkreises protestiere ich mit, wenn eine menschenverachtende und rassistische Ideologie Gewalt anwendet, sei es hier in Walsrode oder anderswo.
Uns Christen ist es wichtig heute hier mit dabei zu sein und nein zu sagen.
Es wäre noch mehr gekommen, wenn nicht viele am Kirchentag in München teilnehmen würden.
Wir sehen mit Sorge, wie rechtsradikale Gedanken, moderat geäußert, schleichend geduldet werden.
Hier beginnt die Gewalt, in den Köpfen!
Hier werden Ideen verbreitet, die ihre menschenverachtenden Folgen in der Geschichte gezeigt haben.

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Hier gilt es aufmerksam zu sein und deutliche Grenzen zu setzten:
• wo Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Religion oder Herkunft diffamiert werden
• wo Hass und Gewalt propagiert wird
• wo Menschen als Minderwertig bezeichnet werden
• wo Schwache verachtet werden
• wo Herrenmenschenideologie verbreitet wird
• wo Demokratie herunter gemacht wird
gilt es Stopp zu sagen
Wehren wir uns gegen diese Gedanken, auch wenn sie leise daherkommen
Setzen wir Grenzen!
In persönlichen Gesprächen . . .
und durch Demonstrationen wie heute

 





 

 

 

Liebe KollegInnen,

liebe FreundInnen,

liebe AntifaschistInnen,

 

vielen Dank an alle, die heute hier nach Walsrode gekommen sind, für das starke Signal gegen Nazis und rechte Gewalt!

 

Ich habe vorhin mit Lars Klingbeil gesprochen, der Euch alle herzlich grüßt.

 

Zum wiederholten Mal haben Nazis Zerstörungen am Jugendzentrum Walsrode angerichtet. Was hier passiert ist nichts als der erneute, billige Versuch Geschichtsrevisionismus zu betreiben und die deutsche Geschichte umzudeuten. Das werden wir nicht hinnehmen: Für uns war, ist und bleibt klar: Faschismus darf es nie wieder geben!

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Wer den 8. Mai nutzt um dumpfe Parolen an Wände zu schmieren hat nichts verstanden und beleidigt alle, die das Andenken an die Opfer des NS-Regimes aufrecht erhalten wollen.

 

Der 8. Mai 1945

ist der Tag, an dem Deutschland und Europa vom Faschismus befreit wurden. Umso beunruhigender sind für uns Wahlergebnisse von Rechtsextremisten, wie kürzlich in Ungarn, aber auch anderswo. Die Krise darf nicht missbraucht werden, um rassistische Ressentiments zu schüren. Das ist nicht nur unsinnig, sondern auch fahrlässig! Wir brauchen jetzt mehr Europa und vor allem ein solidarischeres Europa!

 

Wir wollen, und das hat Walsrode heute deutlich gemacht, keine Nazis auf den Straßen und keine Nazis in den Parlamenten. Deshalb muss endlich ein neuer Anlauf für ein NPD-Verbot unternommen werden. Genauso bleibt es richtig, Naziaufmärsche zu blockieren und friedlichen Widerstand zu leisten.

 

Der Kampf gegen Rechtsextremismus braucht nicht nur Courage, sondern auch finanzielle Mittel. Deshalb müssen Land und Bund endlich wieder mehr Geld für Aussteigerprogramme und Initiativen gegen Rechts zur Verfügung stellen. 

 

Vielen Dank!

 

Sören Klose, Juso-Landesvorsitzender

 


Detlev Giesecke  Mitglied des Rates der Stadt Walsrode, Bündnis 90 / Die Grünen


 

Walsrode hat verstanden

 

Und ich sehe heute nicht nur einen ganz bestimmten Teil der Walsoder:

Nein heute sehe ich

Christen, Muslime und Ungläubige

Kaufleute und Arbeitslose

Gute Bürger und Punks

Junge und Alte

Gymmies und Azubis

Grüne, Rote und Bunte

Aus allen Schichten und Milieus haben sich heute Menschen zusammengefunden, um den Nazis ein klares Signal zu geben:

 

 

Ja, Walsrode hat verstanden

 

Wir lassen uns nicht einschüchtern von ein paar Feiglingen, die nachts Scheiben einwerfen

 

Wir lassen uns nicht den Mund verbieten von Leuten, die sich selbst nicht trauen, ihre Meinung offen zu vertreten

 

Wir lassen unser Jugendzentrum nicht im Stich, das seit vielen Jahren gute Arbeit macht

 

Wir treten ein für das demokratische Recht jedes Menschen ins unserer Stadt, seine Meinung offen zu sagen.

Wir geben aber denjenigen keinen Raum, die dumpfe Parolen von Gewalt, Hass und Rassismus

Verbreiten wollen.

 


DGB-Rede bei der Demo Sa. 15.5.10  "Walsroder Bündnis gegen Nazis"     H-D Charly Braun

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe antifaschistische Freundinnen und Freunde, liebe Demonstrierende,

als Deutscher Gewerkschaftsbund hatten wir für eine Rede Susanne Kremer vom ver.di - Landesbezirksvorstand angefragt. Sie ist Walsroderin und Mitglied des Stadtrates. Leider ist sie zu weit weg im Urlaub.
  Jetzt müßt ihr mit mir vom DGB-Regions- und Kreisvorstand vorlieb nehmen.

Walsrode ist nur einer von vielen Orten zwischen Niederhaverbeck und Essel, wo sich Neonazis tummeln. In Niederhaverbeck feierte Riegers germanisch-rassistische Sekte Sonnwendfeiern. In Munster und zugleich in Hildesheim werden von, teils vorbestraften Mitgliedern der verbotenen "Blood & Honour"-Nazi-Organisation, Militärsport-Firmen und Läden zur Bedienung der Naziszene, betrieben.

Die Kameradschaft Snevern-Jungs in Schneverdingen suchte sich durch Mitmachen bei Blutspenden, Heide entkusseln, Volksläufen, Preisskat anzubiedern. Wir, die wir das öffentlich machten, wurden zuerst als Nestbeschmutzer beschimpft. Wir blieben dran. Und inzwischen werden die Snevern-Jungs meist ausgeschlossen und ausgepfiffen. Deren NPD-Wahlkampfstände haben wir zumindest in Walsrode und Bad Fallingbostel praktisch lahmgelegt. Der Führer der Snevern-Jungs ist jetzt stellvertretender NPD-Landesvorsitzender und erhielt in seinem Stadtteil beachtlich viele Wahlstimmen. In ihrer homepage reißen sie rassistische Witze.

In Soltau wird in einer Gaststätte der sog. "Stammtisch-Nord" der Nazis gern bedient. In Dorfmark hält der antisemitische-antichristliche "Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) eV" seit 30 Jahren seine Ostertagung ab. Bekannte Nazis sind immer dabei. Gegen Proteste werden die Ludendorffer inzwischen von etlichen rassistisch pöbelnden Einwohnern verteidigt.

Die sog. "Autonomen Nationalisten" sind nicht völlig aus Soltau und Bomlitz verschwunden. Vor ein paar Jahren klebte an der Tür des Bomlitzer Bürgermeisters das drohende Pakat "Nicht vergeben, nicht vergessen, Linke haben Namen und Adressen". Der Hauptakteur ist jetzt Landesvorsitzender der NPD-Jugend  JN und in Delmenhorst wohnhaft.

Alte Waffen-SSler und junge "Nationale Sozialisten" plus die Frauengruppe "Düütschen Deerns" halten auf dem Soldatenfriedhof Essel Heldenfeiern ab.   Der Heisenhof in Dörverden ist noch nicht völlig gesichert vorm Nazi-Zugriff.

In etlichen Dörfern verbreiten schon Kinder regelmäßig Nazi-Aufkleber und das sog. "Recht des Stärkeren" dudelt mit Nazi-Musik per i-pod in die Köpfe.
Mancherorts versuchen Verantwortliche für Antifaschistische Informationen und "Rock-gegen-Rechts" öffentliche Räume zu verweigern, oder einfach alles totzuschweigen.
Der von Nazi-Märschen regelmäßig betroffene Stadtdirektor von Bad Nenndorf, Bernd Reese, bekannte in den Schaumburger Nachrichten "Die Taktik, die Neonazis durch Ignorieren und Geringschätzung zu vertreiben, ist nicht aufgegangen" (SN 21.7.09)
Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden sagt: auch die Verfolgung, die Gewalt und Morde in der Nazi-Diktatur hatten Vorstufen gehabt. "Wegschauen ist eine davon" (CZ 26.4.10)

In Walsrode ist seit 2004 viel von den Nazis angestellt worden. Der Anschlag aufs JUZE und damit gemeint auf antifaschistische Jugendliche und das Projekt Zug-der-Erinnerung, ist ein neuer Höhepunkt. Klauen oder Zerreißen der Gedenkkränze am Judenfriedhof. Schulen und das Haus der Zeugen-Jehovas über und über mit Nazi-Symbolen vollschmieren.
Hundertfach ständig wieder Nazi-Aufkleber.                 Auflauern, drohen und schlagen gegen anders denkende und anders aussehende Jugendliche. Das sind nur einige Formen, wie sie ihre verbrecherische Ideologie praktizieren. Ein Walsroder selbsternannter junger Anführer versuchte dies Buch über Nazis
("Rechtsabbieger" von NDR-INFO und Weser-Kurier) im Zug-der-Erinnerung in Walsrode zu klauen und gestand: "Da drin sind meine Freunde abgebildet". Auch die Walsroder Nazi-Szene steckt in braunen Strukturen. Sie nehmen längst an Nazi-Märschen teil, z.B. am 12.9.09 in Hannover.

Die Nazi-Parolen sind verführerisch. Sie geben vor, gegen Sozialabbau und Globalisierung zu kämpfen. Aber sie wollen die Wirtschaftskrise mit Rassismus lösen. Das was die kleinen Leute schützt, Tarifverträge und Gewerkschaften, wollen die Nazis, wie damals, durch das Führerprinzip ersetzen. Demokratie ist ihnen ebenso ein Graus wie soziale Solidarität. Für Kranke und Behinderte haben sie das Rezept "wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen".
Das erste was die Nazis 1933 taten, war die Zerschlagung der Gewerkschaften und der ArbeiterInnenbewegung.



Das beste was wir heute an antifaschistischer Erziehung für unsere Kinder tun können, ist, selbst vorbildlich im Handeln sein. Vorbildlich wie es jene tun, die jetzt in Rotenburg/Wümme Roma-Frauen mit Kirchenasyl schützen. Wie jene, die mit langem Atem für die Rückholung der abgeschobenen Bomlitzer Familie Atarov kämpfen. Wie jene, die gegen Sozialabbau und Ausgrenzung von u.a. Behinderten und Pflegebedürftigen eintreten. Wie der CSU-Bürgermeister in Wunsiedel, der den Nazis die Straße blockierte.

Zur Prävention brauchen wir nicht nur in Walsrode mehr existenzsichernde Ausbildungs- und Arbeitsplätze und mehr Möglichkeiten für eine gelebte selbstbestimmte, selbstorganisierte antifaschistische Jugendkultur. Nur 2 Konzertveranstaltungen im Jahr im JUZE ist einfach zuwenig.

Die heutige Demonstration ist das beste, was Walsrode jetzt passieren kann. Sie zeigt, das Rassismus nicht hingenommen wird. So unterschiedlich wir auch in Glauben und Politik, Alter und sozialer Herkunft sind, sind wir uns einig, dass es für Nazis keinen Platz geben kann - denn:    

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen !

 


Redebeitrag von Sven Christian Kindler MdB Bündnis 90 / Grüne

„Nazis und Menschenfeindlichkeit konsequent entgegentreten!“

Rede auf der Demonstration “Kein Raum für Nazis” am 15.05.2010 in Walsrode nachdem Nazis zuvor ein antifaschistisches Jugendzentrum angegriffen hatten. Es gilt das gesprochene Wort.

„Nazis und Menschenfeindlichkeit konsequent entgegentreten!“

Liebe Freundinnen und Freunde,liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,

es ist ein starkes Signal, dass so viele Menschen aus den verschiedensten Gruppen der Gesellschaft sich heute hier versammelt haben, um gegen Nazis zu demonstrieren. Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir stehen für eine aktive Zivilgesellschaft!

Ja, wir demonstrieren gegen Nazis. Weil Nazis für all das stehen, was wir ablehnen. Rassismus, Antisemitismus, Verherrlichung des Nationalsozialismus und Leugnung der Shoa. Sie stehen für Hass und Gewalt gegen Schwule, DemokratInnen, Andersdenkende und alle Menschen, die nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen. Ja, die Nazis sind momentan der Hauptgegner. Das heißt aber noch lange nicht, dass ohne Nazis alles in Ordnung wäre. Menschenfeindlichkeit ist überall in allen Schichten der Gesellschaft zu finden. Sei es die inhumane Asyl- und Abschiebepolitik, sei es die Forderung nach einem Schlussstrich unter die Vergangenheit oder die rassistische Diskriminierung von schwarzen Fußballspielern in den Stadien. Das Problem sind nicht nur die Nazis, sondern das Problem sind vor allem gesellschaftliche menschenfeindliche Strukturen.

Deswegen ist es höchst gefährlich wie aktuell die Bundesregierung mit Familienministerin Schröder an der Spitze nach dem Vorbild der Extremismustheorie Rechtsextremismus mit dem angeblich ach so gefährlichen „Linksextremismus“ gleichsetzt. Inhaltlich wie wissenschaftlich völliger Blödsinn. So wird nicht mehr über Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung in der gesellschaftlichen Mitte gesprochen und gleichzeitig werden linke, antifaschistische Initiativen diskreditiert und kriminalisiert. Deswegen die klare Ansage: Wir lehnen das Vorhaben der Bundesregierung und die Extremismustheorie mit aller Deutlichkeit ab!

Ob in Walsrode, in Munster oder in Soltau. Überall ist kein Raum für Nazis! Lasst uns weiterhin gemeinsam Nazis, Rassismus und Antisemitismus konsequent entgegentreten!

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