Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

Walsrode: Künftig kein Sicherheitsdienst beim WaMi

5. Januar 2012 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Hells Angels & Neonazis

Walsrode: Künftig kein Sicherheitsdienst beim WaMi

Stadtmarketing verzichtet auf Security Service / Stadt und Polizei: „Hatten wir auch nie gefordert“

Im Kern ging es bei der Auseinandersetzung um den vermeintlichen Einfluss der Hells Angels in Walsrode um den Vorwurf, der Förderverein Walsroder Stadtmarketing beschäftige für seinen Sommer-Veranstaltungsreigen „Walsroder Mittwoch“ (WaMi) die von der Familie Heer betriebene Sicherheitsfirma GAB-Security. Nachdem der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung eine Erklärung verabschiedet hat, in der die Zusammenarbeit mit Firmen aus dem Dunstkreis der Hells Angels infrage gestellt wurde, kündigt der Vorsitzende des Fördervereins Stadtmarketing, Carsten Dröscher, jetzt an: „In der neuen Saison wird es beim WaMi keinen Sicherheitsdienst mehr geben.“ Bei näherer Betrachtung dieses Themas stellt sich aber die Frage, warum es überhaupt jemals den Einsatz von „professionellen“ Sicherheitskräften gegeben hat.

Walsrode. „Beim Walsroder Mittwoch gab es immer wieder Probleme mit Jugendlichen, die im benachbarten Supermarkt alkoholische Getränke gekauft und sich damit betrunken haben. Beim späteren Besuch beim WaMi kam es dann immer wieder zu Zwischenfällen mit ihnen“, so Carsten Dröscher. Aus dem „Polizei-Umfeld“ hätte es dann die Hinweise gegeben, der Förderverein möge das Problem in den Griff bekommen – also sicherstellen, dass des keinen Alkoholmissbrauch von Jugendlichen mehr gebe. „Daraufhin haben wir den Sicherheitsdienst engagiert“, so Dröscher. Rund sechs Jahre habe dieser bei den Veranstaltungen für Ruhe gesorgt – allerdings nie auf direkte Rechnung des Fördervereins, sondern bezahlt durch die jeweiligen Veranstalter wie örtliche Vereine oder Gastronomen. Der Förderverein schnüre stets ein „Eventpacket“, das vom Ausrichter übernommen und bezahlt werde.

Auf Nachfrage erklärte Bürgermeisterin Silke Lorenz: „Seitens der Stadt Walsrode wurde nie gefordert, einen privaten Wachdienst für den WaMi zu engagieren. Es gibt daher auch keine gaststättenrechtliche Erlaubnis, aus der hervorgehen würde, dass eine solche Auflage in die Erlaubnis aufgenommen worden wäre.“ Walsrodes Polizeichef Wolfgang Börner wird noch deutlicher: „Der Jugendbeauftragte der Polizeiinspektion hat seinerzeit auf den Alkoholmissbrauch durch Jugendliche beim WaMi hingeweisen und auch einige Kontrollen mit Bereitschaftspolizeibeamten veranlasst.“ Der Einsatz eines privaten Sicherheitsdienstes sei aber nie gefordert worden, „so etwas würden wir auch nie tun“. Auf die Frage, ob für eine Veranstaltung wie den WaMi ein Sicherheitsdienst notwendig sei, sagte Börner: „Nein, aus meiner Sicht nicht.“ Bei der Beurteilung von Sicherheitsfirmen macht Börner deutliche Unterschiede: „Es gibt seriöse Firmen mit ausgebildeten Mitarbeitern, mit denen wir polizeiliche Kooperationen anstreben. Aber es gibt auch schwarze Schafe.“ Wenn zum Beispiel bei einem Fußballspiel einer der bekanntesten Straftäter der Stadt als Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes eingesetzt werde, „wird der Bock zum Gärtner gemacht“. Damit spielt Walsrodes Polizeichef auf die Auseinandersetzung von Fußballfans bei einem Spiel von Germania Walsrode an, bei dem derselbe private Sicherheitsdienst zum Einsatz gekommen war. Über das Auftreten dessen Mitarbeiter seien seine Kollegen „erschrocken und entsetzt“ gewesen.

Quelle: WZ-Online Artikel vom 05.01.2012

Diesen Post teilen

Repost 0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:

Kommentiere diesen Post