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Walsrode: weitere Bilder von der Demo vom 15.05.2010

15. Mai 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - lokal

 

 

  alle Fotos: MonitoRex

 


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Der Aufruf

 

 


 

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Nazi-Störer

 

Der Nazi Störer

 

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Der Verweis

 

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Gewahrsamnahme-Widerstand-2.JPG

 

Gewahrsamnahme und Widerstand


Pressemitteilung:
Große Bündnis-Demo nach Nazi-Anschlag auf Jugendzentrum


300 bei Demonstration gegen Nazis in Walsrode

Nazi-Provokation wurde zum Eigentor
 

Walsrode. In der Nacht zum 8.Mai 2010, dem Jahrestag der Befreiung vom Faschismus, wurden nahezu alle Scheiben des Jugend- und Kulturzentrum in Walsrode (JUZE) zerschlagen und an die Wand der Spruch "Jetzt kommt unser Zug" geschmiert.  Am Abend des 8.Mai sollte im JUZE ein Konzert zugunsten der Initiative "Zug-der-Erinnerung auf der Heidebahn" stattfinden. JUZE-Team, Stadtbauhof und antifaschistische Jugendliche sorgten dafür, dass das Konzert abends auch stattfinden konnten und dann auch mit 130 Gästen gut besucht war.

Für alle Beteiligten, Ratsmitglieder, Gewerkschaften und andere war sofort klar, dass das ein Anschlag der Walsroder Nazi-Szene ist. Es war nicht der erste Anschlag. Am Montag 10.5.10 trafen sich ganz unterschiedliche Gruppen, gründeten das "Walsroder Bündnis gegen Nazis" und einigten sich auf einen Aufruf zur Demonstration am Samstag 15.5.10 in Walsrode. 

Zum Bündnis gehören   
Stadtmarketing WalsrodeAG Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage der BBS Walsrode, Antifaschistische Initiative SFA, Atarov-Unterstützerkreis (zur Rückholung der abgeschobenen Bomlitzer Familie), Bd.90/ Die Grünen, culture courage, ev. luth. Kirchengemeinde Walsrode und Kirchenkreis, Bildungsgewerkschaft GEW, Wandergesellen der Zunft "Ehrbares Handwerk", Kijuku eV, Gewerkschaftsjugend von IG BCE und ver.di, IGS-SchülerInnen Hannover-Linden, Initiative Zug-der-Erinnerung/ Geschichtswerkstatt Han., Volleyballgruppe Benefeld und Umgebung, Sportverein CIWAN (kurdischer Sportverein),  SPD, Bd.90/ Die Grünen, Die Linke, ver.di, das ver.di-Bildungszentrum Walsrode, DGB und Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN/BdA).

Der Aufruf wurde bereits am nächsten morgen mit unbürokratischer Unterstützung von Schulleitungen, an Schulen verteilt.

Als dann 300 Menschen zur Demonstration kamen, erklärten die Initiatoren Horst Kröger und Charly Braun erfreut, "dass soviele heute hier her gekommen sind, ist ein gutes Zeichen für gelebte Demokratie, für Solidarität mit jenen Bevölkerungsgruppen, die sich die Nazis früher wie heute als ihre Opfer auserwählt haben, und es ist ein gutes Zeichen für Courage gegen soziale Ausgrenzung, Rassismus und gegen alle Nazis".

In seiner Rede sagte Pastor Herbert Seevers, dass rechtsradikale Gedanken, moderat geäußert, schleichend geduldet werden, und er betonte, "W
ehren wir uns gegen diese Gedanken, auch wenn sie leise daherkommen"

Jörg Meinke, Landessprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN/BdA) erinnerten die eingeschlagenen Scheiben an die Reichspogromnacht und die Sprühattacke daran, dass die Züge der Nazis viele Menschen in Vernichtungslager brachten.

Vorm Rathaus empfing der stellvertretende Bürgermeister Dieter Heidmann / SPD den Demonstrationszug mit den Worten, "Wir alle sind angegriffen worden", denn das sei der wiederholte "Angriff der Rechten auf unser Jugendzentrum".

Für den DGB erklärte das Regionsvorstandsmitglied Charly Braun
" Nazis geben vor, gegen Sozialabbau und Globalisierung zu kämpfen. Aber sie wollen die Wirtschaftskrise mit Rassismus lösen. Das was die kleinen Leute schützt, Tarifverträge und Gewerkschaften, wollen sie, wie damals, durch das Führerprinzip ersetzen. Demokratie ist ihnen ebenso ein Graus wie soziale Solidarität."

In ihrem Beitrag zählten junge AntifaschistInnenen die umfangreichen Vorfälle mit Neonazis im Landkreis Soltau-Fallingbostel auf.


Der junge Grüne Bundestagsabgeordnete Sven Kindler machte als wesentliche Ursache für das Treiben der Neonazis die "menschenfeindlichen Strukturen in der Gesellschaft" aus. Die Abschiebepolitik und der Sozialabbau seien Nährboden für Neonazis. Deutlich sprach er sich gegen die "Kriminalisierung des Antifaschismus" aus.

"Wer den 8. Mai nutzt um dumpfe Parolen an Wände zu schmieren, hat nichts verstanden und beleidigt alle, die das Andenken an die Opfer des NS-Regimes aufrecht erhalten wollen", stellte der Juso-Landesvorsitzende Sören Klose klar. Und an Land und Bund gerichtet forderte er: "Der Kampf gegen Rechtsextremismus braucht nicht nur Courage, sondern auch finanzielle Mittel."


 

Die Provokation eines Neonazis mit Megaphon, Deutschlandfahne, "SA SS" auf den Rucksack geschrieben und ins Haar ein dickes Hakenkreuz gemalt, hatte dessen Platzverweis zur Folge.


 

Das war für die Veranstalter nur ein weiterer Beweis für die Notwenigkeit gemeinsamen Handelns, denn "es braucht eine aktive Zivilgesellschaft um gegen Nazis vorzugehen", stellten die Veranstalter abschließend fest.


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