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Walsroder Zeitung 23.5.2001: "Geschäftsehe" zwischen Drafi und Heer zerbrochen

23. Mai 2001 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Hells Angels & Neonazis

Walsroder Zeitung   23.5.2001

 

"Geschäftsehe" zwischen Drafi und Heer zerbrochen

Sänger erschien nicht im Landgericht / Voll besetzter Gerichtssaal

Die geschäftliche "Ehe" zwischen dem Schlagersänger Drafi Deutscher und seinem Manager Wolfgang Heer, firmierend unter Hebra Musikproduktionsgesellschaft mbH, ist zerbrochen und nicht mehr zu kitten. Richterin Ines Rössler als Einzelrichterin der 7. Zivilkammer des Verdener Landgerichts brachte im Verfahren um die von dem Sänger beantragte Einstweilige Verfügung einen Vergleich zustande.

[Walsrode.] Zunächst passiert jedoch an diesem Verhandlungstag gar nichts. Der kleine Sitzungssaal 257 ist voll besetzt, die Publikumsplätze reichen nicht aus, man wartet auf den Anwalt Dr. Dietrich aus Münster, der den Kläger vertritt. Der Jurist steckt im Stau. Drafi fehlt ebenfalls, er musste ja nicht erscheinen. Pünktlich zur Stelle ist hingegen der Manager Wolfgang Heer mit Anwalt Scholl (Hannover). Heer hat sechs Jahre mit dem Sänger verbracht, Drafi Deutscher bei seiner vor Jahren erlittenen schweren Erkrankung betreut.

Das Ende der geschäftlichen Beziehung zerbrach, weil Drafi nicht mehr wollte. Kläger Dr. Dietrich verweist auf den Bundesgerichtshof, "der ganz klar sagt, dass Künstler immer einen Kündigungsgrund" haben. "Und das nicht ohne Grund, weil ein Künstler einfach nicht mehr mit seinem Manager leben kann."

Das Ergebnis wird anstelle von nüchternem Amtsdeutsch vereinfacht formuliert: Von den Antragsgegnern, Wolfgang Heer und der Musikproduktionsgesellschaft, werden die nachgewiesenen Verpflichtungen vertragsgemäß erfüllt, von den Bruttoeinnahmen werden 25 Prozent gezahlt. Die restlichen 75 Prozent gehen an die Südweststarparade als das neue Management.

Die Antragsgegner verpflichten sich, zu unterlassen, weiterhin von einem noch bestehenden Management der Beklagten schriftlich zu sprechen. Das gegen die Kündigung gerichtete Fax wird widerrufen. Eine Frist von vier Wochen erhält beiden Seiten die Möglichkeit, gegen den Vergleich Widerspruch einzulegen. Der Streitwert wird auf 40.000 Mark festgesetzt.

Artikel vom 23.05.2001

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