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Was sind „stille Helden“?

9. Juni 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Historisches

 


Ein altes Portraitfoto von Karl Nasemann in schwarz-weiß.  
   
Karl Nasemann  
   
Vortrag und Gespräch mit Dr. Karljosef Kreter 

  • Datum: 10. Juni 2010
  • Uhrzeit: 19 Uhr
  • Ort: Raum 003, Haus der Region, Hildesheimer Str. 18, 30169 Hannover.
  • Eintritt: Der Eintritt ist frei.

Was sind „stille Helden“? Dieser Frage geht Dr. Karljosef Kreter, Leiter des Stadtarchivs Hannover und Mitglied der Fachkommission zur Neukonzeption der Gedenkstätte Ahlem, in seinem Vortrag mit Filmeinspielungen nach. Anhand der Biographie von Karl Nasemann wird der Historiker Elemente des „Widerstandes der kleinen Leute“ erörtern, der in der öffentlichen Wahrnehmung oft nicht vertreten ist.

Karl Nasemann (1908-2000) wuchs in einfachen Verhältnissen in der hannoverschen Nordstadt auf. Nach der Grundschule begann für ihn im Alter von 14 Jahren der Ernst des Lebens: eine Dreherlehre bei der Vereinigten Schmirgel- und Maschinen-Fabriken AG in Hainholz.
Schon zum Beginn der Lehre war er Mitglied in der Sozialistischen Arbeiterjugend der SPD geworden. 1935 bekam er seine erste dauerhafte Anstellung als Dreher bei der Hanomag. Hier begegnete er in den Jahren 1940 bis 1945 Kriegsgefangenen, Zwangsarbeitern und KZ-Sträflingen. Nach dem Krieg engagierte sich Karl Nasemann als Gewerkschafter, Sozialdemokrat und in der Jugendarbeit der Falken.

Neben den protokollierten Erinnerungen gibt es Filmdokumente, die Karl Nasemann im Interview zeigen und das Engagement dieses „stillen Helden“ würdigen.

Literatur:
Karl Nasemann: Erinnerungen. Bearb.: K. Kreter. Hannoversche Geschichtsblätter, Beiheft 5, 2006; siehe darin besonders: Josef Dreilinger: Erinnerung an Karl – „In meinen Augen der einzige Gerechte“. S. 109-114.

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