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Wer waren die Gefangenen im Wincklerbad

15. August 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

Autorenlesung zur Dokumentation des britischen Verhörlagers

„Wer waren die Gefangenen im Wincklerbad?“

Termin: 22. August, 19:30 Uhr, Haus der Begegnung, Hauptstr. 36, Bad Nenndorf

Diese Frage soll im Mittelpunkt einer Veranstaltung stehen, die das Bündnis „Bad Nenndorf ist bunt“ gemeinsam mit der Buchhandlung Borchers am Montag, den 22. August um 19:30 Uhr im Haus der Begegnung, Hauptstraße 36, in Bad Nenndorf organisiert.

Unter dem Titel „Das verbotene Dorf. Das Verhörzentrum Wincklerbad der britischen Besatzungsmacht in Bad Nenndorf 1945 bis 1947“ veröffentlichten die Autoren Utz Anhalt und Steffen Holz im vergangenen Monat die seit langem erwartete Schrift. Unter anderem haben sie umfangreiches Material ausgewertet, welches Auskunft über die dort inhaftierten Gefangenen gibt. „Grob lassen sich drei Kategorien von Gefangenen unterscheiden. Erstens Nationalsozialisten und Funktionsträger im NS-Staat, zweitens Kommunisten und Sowjetspione oder solche, die man dafür hielt und drittens Sozialdemokraten und Personen, bei denen die Gründe der Inhaftierung ziemlich im Dunklen bleiben“, so Steffen Holz, der bei der Veranstaltung als Referent auftreten wird.

Die meisten Informationen habe man über die erste Gruppe (NS-Hintergrund) zusammentragen können, hier gäbe es zahlreiche Dokumente in Form von Biographien, Zeitungsberichten, Gerichtsprotokollen etc.. Bei der zweiten Gruppe (Kommunisten und Sowjetspione) lägen immerhin die medizinischen Berichte vor, die in dem Prozess gegen die Lagerleitung verwendet wurden sowie einige Geheimdienstunterlagen vor. Am wenigsten wisse man über die dritte Gruppe; hier gäbe es bislang nur eine Zeugin, deren Ehemann zu den Ost-Büros der SPD gehörte. Diese hätten im Lager Privilegien genossen, aber deren Inhaftierung sei mehr als merkwürdig, denn sie waren mit den britischen Behörden kooperationsbereit.

Weiterhin soll der Frage nachgegangen werden, warum die Organisatoren der „Trauermärsche“ bei ihrer Bewerbung der Veranstaltung um die dort inhaftierten Nazi-Größen seit Jahren einen großen Bogen machen und dort inhaftierte Homosexuelle und Kommunisten in den Vordergrund schieben.

Neonazis, Mitglieder rechtsradikaler Organisationen und
deren Anhänger haben zu dieser Veranstaltung keinen Zutritt!"

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