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westfalenblatt 7.8.11 Bielefeld: 500 blockierten Nazis

7. August 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

Bielefeld
500 Demonstranten blockieren Neonazis
Geplante Kundgebung verläuft im Sande

Marcus Winter aus Minden spricht mit einem Polizisten. Winter hatte den Neonazi-Aufmarsch in Bielefeld organisiert.

Sonntag, 07. August 2011 - 20:42 Uhr   westfalenblatt
8 days
Massiver Polizeieinsatz verhindert Aufeinandertreffen beider Gruppen .
Massiver Polizeieinsatz verhindert Aufeinandertreffen beider Gruppen
Bielefeld (WB). Etwa 500 Menschen haben am Samstag friedlich gegen einen Neonazi-Aufmarsch in Bielefeld demonstriert.
Mit einer Blockade am Hauptbahnhof versperrten sie den knapp 200 aus Bad Nenndorf angereisten Rechtsextremen den Weg und verhinderten so eine Kundgebung gegen ein linksorientiertes Arbeiter-Jugend-Zentrum (AJZ). Polizei und Bundespolizei setzten mehrere Hundertschaften ein, um ein Aufeinandertreffen der Gruppen zu unterbinden. Auch ein Polizeihubschrauber kreiste permanent über dem Bahnhof. Die Neonazis reisten gegen 20 Uhr unverrichteter Dinge wieder ab, kündigten aber an, am 24. Dezember wiederkommen zu wollen.
 Waren zuvor Mahnwache und Gegen-Demonstration sowie die Ankunft der Rechtsextremen friedlich verlaufen, ereignete sich jedoch auf dem Rückweg der Neonazis zum Bahnsteig ein Zwischenfall. Augenzeugenberichten zufolge kam es zu Zusammenstößen zwischen Rechtsextremen und Polizisten. Die Polizei bestätigte gestern den Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray. Offenbar wollten einige Neonazis provozieren und nicht weitergehen, als sie die Bahnhofshalle betreten hatten. Die Einsatzkräfte hatten die Lage aber nach wenigen Minuten wieder im Griff.
Bereits um 16 Uhr hatte eine Mahnwache zum Gedenken an die während der NS-Zeit deportierten jüdischen Menschen begonnen. Zu der Mahnwache und zu einer Kundgebung hatten Parteien, Kirchen und Gewerkschaften aufgerufen. »Heute stehen wir zusammen für eine klare Botschaft: Wir wollen keine Nazis in Bielefeld. Nazis sind hier nicht willkommen. Nazis raus aus unserer Stadt«, sagte Clausen. In Bielefeld, wo Menschen aus 150 Nationen lebten, sei »kein Platz für Hassprediger«.
Gegen 19 Uhr erreichte der Regional-Express mit den Rechtsextremen Bielefeld. Sie hatten zuvor in Bad Nenndorf an einem »Trauermarsch für die Opfer der alliierten ›Befreier‹« teilgenommen. In dem Kurort nahe Hannover, in dem sich 900 Menschen zu einer Protestkundgebung gegen die Neonazis versammelten, hatte die britische Armee nach dem Zweiten Weltkrieg ein Internierungslager für NS-Kriegsverbrecher eingerichtet.
 Weil sich ein Großteil der Gegen-Demonstranten noch am Bahnhof befand, als die Neonazis eintrafen, geleitete die Polizei die Rechtsextremen über einen Nebenausgang an der Radstation vom Bahnhof. Die Gegen-Demonstranten blockierten daraufhin die nahegelegene Nahariyastraße. Die Einsatzleitung ließ die Neonazis nun nicht mehr weiterziehen. Sie bot ihnen an, ihre Kundgebung an der Radstation abzuhalten. Das lehnten diese aber ab und reisten ab.
 
 
Henoe, 11-08-11 21:20:
Sagt es laut in aller Welt,
was heut‘ geschah in Bielefeld:

Hunderte braune Nazi-Chaoten
zog es nicht auf die Lofoten.
Was man konnte glauben kaum,
Bielefeld war ihr grosser Traum.

Da mit Klugheit nicht gesegnet,
es ausserdem sehr stark geregnet,
in Nenndorf sie den Zug verpassten
- das freute alle, die sie hassten.

Die Polizei stand Gewehr bei Fuss,
wofür man sie sehr loben muss.
Die Gewerkschaft, die auch war dabei,
rief: „Samstags frei - für die Polizei!“

Ob grün, rot, schwarz oder gar gelb,
die Braunen ließ man kaum auf’s Feld.
Grosser Gott, wir loben Dich!
Die Nazis, die verkrümelten sich.

Entfernt Euch, Ihr dämlichen Faschisten!
dafür beten Moslems, Juden, Christen!
Ihr braucht gar nicht noch mal fragen.
Braunen geht’s hier an den Kragen!    

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