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Wieder Nazi-Gedenken auf dem Soldatenfriedhof Essel

24. November 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Soldatenfriedhof Essel


von Neonazis aus Celle-Schneverdingen-Hildesheim-Lüneburg u.a.

HIAG-Hannover (Waffen-SS) sagt ihr Kommen ab.

1. Sonntagsspaziergang gegen Faschismus und Krieg

Hademstorf / Essel. Nach 2007 und 2008 fanden sich jetzt zum dritten Mal hintereinander im November am Soldatenfriedhof Essel Nazi-Kameradschaften aus Celle, Schneverdingen, Hildesheim, Lüneburg und anderen Orten zur Heldenfeier für die Waffen-SS ein. Um den Friedhof nicht wieder, wie es bis 1983 Praxis war,  zum Nazi- und Militaristen-Wallfahrtsort werden zu lassen, hatte ein Bündnis um DGB und VVN/BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) zum "1. Sonntagsspaziergang" eigeladen, an der fast 70 Menschen teilnahmen.

Das "Treuelied der SS" ließen bereits mittags 55 Nazis unter der Führung vom Schneverdinger NPD-Landesvorstandsmitglied Matthias Behrens und dem Celler Anführer Dennis Bührig in Friedhofsnähe erklingen. Bührig rief, wie schon Hitler, die "Gefallenen" Soldaten in die eigenen "Reihen zurück"
"Soldaten des Heeres, ich rufe Euch - Hier! ......Soldaten der Waffen SS, ich rufe Euch - Hier!"  Nach diesen gespenstischen Totenrufen legten sie Kränze auf dem Friedhof ab, auf denen z.B. stand "In stolzer Trauer".

Am Nachmittag sprach in Hademstorf Charly Braun vom DGB vor fast 70 Nazigegnern über die jahrzehntelangen Nazi-Feiern unter Führung des Traditionsverbandes HIAG der 1946 verbotenen Waffen-SS. Nach antifaschistischen Demonstrationen in den 80er Jahren fanden lange keine Nazi-Heldenfeiern in Essel statt. "Das neuerliche Auftreten mehrerer Nazigruppen, macht unseren Widerstand nötig", forderte der Gewerkschafter. Dann zog die Demonstration zum Soldatenfriedhof und legte einen Kranz nieder mit dem Aufdruck: "Nie wieder Faschismus und nie wieder Krieg!"

Die ehemaligen Mitglieder der Waffen-SS, mit dem Namen "HIAG-Hannover" sagten gegenüber der Polizei ihre Gedenkfeier am Totensonntag ab. Sie hatte im letzten Jahren etliche Jugendliche dabei und wurde durch Verbindungsstudenten unterstützt, die einzelne Besucher am Betreten des Friedhofs hinderten.
Charly Braun, vom Bündnis gegen Rechts, freut sich über den Teilerfolg: "Dass die Friedhofseigentümer und der Landkreis endlich auf dem Friedhof die Nazi-Huldigungen verboten hat, ist unserer steten Wachsamkeit und Informationsarbeit zu verdanken". Allerdings sei das Absingen von SS-Liedern auch ausserhalb des Friedhofs nicht hinzunehmen, erklärt Horst Kröger von der Initiative Zug-der-Erinnerung.




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