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Winterpause beendet: Friedensmarsch für Hiroshima und eine Welt ohne Atomwaffen zieht von Hannover nach Hildesheim

28. Januar 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Frieden

Eis und Schnee zum Trotz beendet der „Friedensmarsch für Hiroshima und eine Welt ohne Atomwaffen“ am Samstag, 30. Januar, seine kurze Winterpause und zieht weiter nach Süden. Seit dem 6. August 2009 um 8.15 Uhr - dem Zeitpunkt, als 64 Jahre zuvor die erste Atombombe über der Stadt Hiroshima explodierte und hunderttausende binnen Sekunden tötete – wandern Friedensaktivistinnen und Friedensaktivisten mit einer großen Friedensfahne vom nördlichsten Gebäude der Bundesrepublik, dem Leuchtturm auf Sylt, zum höchstgelegenen, der Wetterstation auf der Zugspitze. Die Fahne ist bisher über Kiel, Hamburg, Bergen-Belsen bis nach Hannover getragen worden, wo Oberbürgermeister Stefan Weil die Friedenswanderer begrüßte.

Während des Marsches sammeln die Initiatoren um Dr. Manfred Sohn Unterschriften unter einen Appell für eine Welt ohne Atomwaffen. Die Unterschriftenlisten sollen am 3. Mai in New York zu Beginn der Konferenz zur Überarbeitung des Atomwaffensperrvertrages überreicht werden. „Wir haben während unseres Marsches im vergangenen Jahr fast 2000 Unterschriften gesammelt. Das ist eine gute Grundlage, um weitere tausende Menschen für diese wichtige Unterschriftensammlung zu gewinnen”, sagte Sohn.
Die anstehende Etappe ist als Radwanderung geplant. Die Teilnehmer treffen sich am Samstag um 9.30 vor dem Neuen Rathaus und ziehen von dort aus zunächst zum Opernplatz. Dort werden Vertreter des Hannoverschen Friedensbüros, des Friedensmarsches und Wilfried Behre von der Initiative Friedenssteine eine kurze Ansprache halten. Im Anschluss machen sie sich um 10.15 auf in Richtung Hildesheim und Alfeld, wo weitere Aktionen geplant sind. Über die derzeitigen Wetterbedingungen sagte Sohn: „Radeln bei Schnee ist nicht schön. Aber die Zeit drängt - wenn wir die Atomwaffen nicht endlich abschaffen, schaffen sie irgendwann uns ab. Hiroshima mahnt.”

Zum Hintergrund:
Am 6. August um genau 8.15 Uhr startete eine der wohl ungewöhnlichsten Friedensaktionen dieses Landes: Ein fast einjähriger Friedensmarsch gegen Atomwaffen vom nördlichsten Gebäude Deutschlands – dem Leuchtturm am „Ellenbogen“ auf Sylt - bis zur Zugspitze im Süden Bayerns. Mit dem Marsch will der Initiator der Aktion, Dr. Manfred Sohn, an den Atombombenabwurf auf die japanische Stadt Hiroshima erinnern und gleichzeitig darauf aufmerksam machen, dass der Frieden der Welt und ihre Sicherheit noch immer von 26.000 Atomwaffen bedroht wird. Mehr als hundert Aktive haben seitdem zu Fuß oder per Rad eine große Fahne durch Schleswig-Holstein, Hamburg und die niedersächsische Nordheide getragen, auf der in japanisch und deutsch zu lesen ist: „Friedensmarsch zum Gedenken an Hiroshima, 1945-2010, für eine Welt ohne Atomwaffen“. Bei den Zwischenstationen haben die Friedensaktivisten bereits mehr als 2000 Unterschriften für einen „Appell für eine Welt ohne Atomwaffen“ gesammelt. Diese Sammlung ist Bestandteil einer weltweiten Sammelbewegung mit dem Ziel, am 3. Mai 2009 in New York vor Beginn der „Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags“ 20 Millionen Unterschriften an die dort dann versammelten Staatsmänner und –frauen dieser Welt zu übergeben.

Weitere Informationen zu der Aktion, zur bisherigen Presseresonanz sowie Details zur Route gibt es unter www.friedensmarsch-fuer-hiroshima.de

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Susanne Gerhardt 01/29/2010 08:08



Ich ziehe immer wieder meinen Hut vor Menschen, die aufstehen und positiv etwas unternehmen um gegen das Elend auf der gesamten Welt
anzugehen. Weiter so!