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Posts mit #artikelserie "ludendorffer" tag

PM Bündnis-gegen-Luendorffer 27.4.14 - Stellungnahme zu Ludendorffer, Protesten und Presseberichte

27. April 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Artikelserie "Ludendorffer"

Pressemitteilung

Proteste gegen Ludendorffer-Rassisten - Stellungnahme Bündnis-gegen-Ludendorffer

Polizei, Bürgermeister und Verfassungsschutz kommen vor den Protesten gegen die rassistischen Ludendorffer in der Walsroder Zeitung am 17.4.14 zu Wort - nicht jedoch die VertreterInnen des "Bündnis-gegen-Ludendorffer", eines Bündnisses aus Gewerkschaften, Parteien, Jugendgruppen, Initiativen, Abgeordneten und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes. In dem Artikel werden die Ludendorffer durch den Geheimdienst Verfassungsschutz verharmlost. Dass die Ludendorffer leider keine überalterte aussterbende Sekte sind, wird deutlich, wenn man Folgendes betrachtet:

1.  Die menschenverachtende, antisemitische und rassistische Weltanschauung wird in der Neonazi-Szene gelebt. Wissenschaftliche Untersuchungen der Friedrich-Ebert-Stiftung und weiterer Institute zeigen Jahr für Jahr neu, dass mehr als ein Viertel der Deutschen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Kopf haben.

2. Die Ludendorffer sind eine Ideologie-Schule, die Menschen rassistisch aufteilen in hochwertige ("Lichtrassen") und minderwertige ("Schachtrassen"). Menschenverachtung einerseits und Elitedenken andererseits wird in Familienverbänden gelebt und weitergegeben. Zudem nehmen bekannte Nazi-Größen und vorbestrafte Holocaust-LeugnerInnen (Hajo Herrmann, Steffen Hupka, Ursula Haverbeck-Wetzel, Richard Melisch) als Gäste oder ReferentInnen an ihren Tagungen in Dorfmark teil. Dass die
Teilnehmenden-Zahl der Ludendorffer geringer geworden ist, hat viel mit den Protesten zu tun. Sie meiden es von Nazi-GegnerInnen gesehen zu werden. Ludendorffer sind ein eher stiller, aber ideologisch intensiver Club.
An der Ostertagung 2014 nahmen zusätzlich zu den prognostizierten 50 Ludendorffern auch 20 Jugendliche und Kinder teil - wie
Recherche-Journalisten berichten. Darunter war auch mindestens ein Teilnehmer aus Frankreich. Und mindest ein Jugendlicher der Sekte trug Ostern öffentlich auf Dorfmarks Straßen Nazi-Kleidung der Marke "Thor-Steinar". Wie immer war das Tagungsprogramm der Ludendorffer antisemitisch geprägt.
Der Verfassungsschutz behauptet in der WZ am 17.4.14, dass die Ludendorffer in Niedersachsen über keine Strukturen verfügen. Allerdings waren bis 2013  zwei Niedersachsen stellvertretende Vorsitzende der Ludendorffer. Uns sind weitere Ludendorffer im Heidekreis bekannt.

3. Die angeblich harmlosen Ludendorffer sind nicht nur wegen ihres gelebten Rassismus gefährlich, sie schlagen auch selbst. Das haben sie in Dorfmark 2010 und 2012 gegenüber Journalisten handfest ausgelebt.

4. Die Ludendorffer finden vor Ort immer wieder Unterstützende. Es gibt weiterhin Hoteliers und Pensionswirte die die Rassisten beherbergen und bewirten. Als Jugendliche des Internationalen Workcamp Bergen-Belsen in Dorfmark dagegen protestierten, mussten sich Israelis, OsteuropäerInnen und SüdafrikanerInnen rassistische Beleidigungen anhören. Ein anderes mal führte die Polizei einen Einwohner wegen Hitler-Gruß-Zeigen ab. Immer wieder gibt es Pöbeleien und freche Bemerkungen gegen Verantwortliche des Bündnis-gegen-Ludendorffer, ein Zitat vom 19.4.14: "du hast in Dorfmark nichts zu suchen, hau wieder ab
nach Walsrode". Vor Ostern wurde Dorfmarker Einwohnern ihr gegen die Ludendorffer gerichtetes Plakat gestohlen. Ein weiterer Plakatdiebstahl scheiterte, aber dafür wurden Eier ans Haus von Dorfmarker Ludendorff-GegnerInnen geworfen. Es ist nicht leicht sich in Dorfmark als GegnerIn der Rassistentagung zu bekennen. Zudem wurden weitere Plakate, die auf die Proteste zu Ostern aufmerksam machen sollten, entwendet und beschädigt.

Die WZ hat vollkommen Recht, wenn sie schreibt: "Nicht die Demonstranten sind dafür verantwortlich, dass Dorfmark an jedem Osterfest überregional in einem schlechten Licht erscheint. Es sind die Ludendorffer und jene, die dieser rechtsextremen Gruppierung ermöglichen ... Jahr für Jahr ihre Tagungen abzuhalten, in denen es um Rassismus und menschenverachtende Weltanschauungen geht."
Im Ergebniswird deutlich, dass sich das Problem der Ludendorffer nicht von alleine löst. Durch die Indoktrination junger Menschen wird die gefährliche Rassenideologie in die nächsten Generationen getragen. Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen - wie der Hitler-Faschismus und mindestens 182 Mordopfer durch Neonazis der letzten 20 Jahre beweisen. Jede Form von Rassismus gehört verboten. Wir verstehen nicht, warum der Staatschutz und neuerdings auch zivile Kripobeamte unseren
antifaschistischen Protest beobachten, aber dabei die rassistische Tagung unbeobachtet lassen.

Bleibt noch zu sagen:
Am 22.4.14 berichtet die WZ von "etwas mehr als 100 Demonstrierenden" am Ostersamstag. Richtig ist, dass an der Mahnwache gegen Ludendorffer am Karfreitag 100 Menschen teilnahmen und gezählte 150 an der Demo am Ostersamstag. Darunter an beiden Tagen Bürgermeister Schmuck/ CDU.


Leider ist nicht davon auszugehen, dass sich das Problem von allein erledigt. Denn solange diese rassistische, antisemitische und antichristliche Ideologie weitergegeben und von Neonazis aufgesaugt wird und solange der Boden für Rassismus fruchtbar ist, solange ist auch diese Sekte "eine Gefahr für die Demokratie" - wie Pastor Jürgen Schnare, Weltanschauungsbeauftragter der Evangelischen Landeskirche feststellt. Darauf hinzuweisen und auf der Straße zu demonstrieren bleibt leider notwendig.

Bad Fallingbostel, den 27.4.14
unterzeichnet von: 
AK Umweltschutz Fallingbostel (AUF), Antifaschistische Initiative SFA, Andreas Jansen, Bd.90/Die Grünen Bad Fallingbostel, DGB-Heidekreis/ Charly Braun, DGB-Jugend/ Malte Wehrs, Jusos-Heidekreis / Florian Vorbeck und Gülbahar Colpan, Linksjugend
solid / Lennart Onken, Matthias Richter-Steinke/ DGB-Region, Michael Höntsch MdL SPD, Netzwerk-Südheide gegen Rechtsextremismus/ Anna Jander und Klaus Jordan, SPD-OV Bad Fallingbostel, Sven Köster KTA DieLINKE, Udo Jansen, ver.di / Renate Gerstel, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes VVN/BdA und das Bündnis-gegen-Ludendorffer

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Blick-nach Rechts.de 22.4.14 -- Völkische Ostern in Dorfmark

22. April 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Artikelserie "Ludendorffer"

bnr.de   Blick nach Rechts

tatsächliche und gezählte Teilnehmende an der Demo am 19.4.14 des                         Bündnis-gegen-Ludendorffer:   150

Völkische Ostern

Von Julian Feldmann
22.04.2014 - bnr.de
Wie jedes Jahr haben sich am Osterwochenende Rechtsextremisten aus ganz Deutschland in der Lüneburger Heide getroffen. Doch dieses Mal waren deutlich weniger Teilnehmer erschienen.

 

„Ludendorffer“ in Dorfmark. Photo: J. Feldmann
Gegen die Ostertagung des völkisch-antisemitischen „Bundes für Gotterkenntnis (Ludendorff)“ (BfG) demonstrierten Karfreitag und Samstag jeweils rund 100 Menschen in Dorfmark bei Bad Fallingbostel (Heidekreis). An dem viertägigen Treffen der als „Ludendorffer“ bekannten Rechten nahmen nur rund 70 Personen teil. Die „Ludendorffer“ orientieren sich an den als „Philosophie“ angepriesenen Werken von Mathilde Ludendorff (1877-1966). In ihrem Kampf gegen die „überstaatlichen Mächte“ standen Mathilde und ihr Mann Erich Ludendorff (1865-1937) dem nationalsozialistischen Antisemitismus in nichts nach. Neben den Juden zählten die Ludendorffs vor allem die katholische Kirche, Jesuiten und Freimaurer zu den „Feinden Deutschlands“. Ab 1937 wurde die „Deutsche Gotterkenntnis“ des völkischen Ideologen-Ehepaars als dritte Konfession im NS-Staat geduldet.
In Dorfmark wurde es am Freitag bunt. Etwa 100 Menschen folgten einem Aufruf des „Bündnisses gegen Ludendorffer“, an dem sich Parteien, Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche Gruppen beteiligen. Wegen des Feiertages fiel die Mahnwache vor dem weiträumig abgesperrten Tagungshotel „Deutsches Haus“ leise aus. Am Samstag zogen ebenfalls gut 100 „Ludendorff“-Gegner bei einem Demonstrationszug durch den Ort. Mit Spruchchören forderten sie ein Ende der Treffen in Dorfmark, die in diesem Jahr zum 42. Mal stattfanden. Weil Unbekannte in der Nacht versuchten, ein Protestplakat gegen die „Ludendorffer“ von einem Haus zu entfernen, ermittelt nun die Polizei. Zuvor war bereits ein ähnliches Banner gestohlen worden.

Proteste schrecken „Ludendorffer“ ab

Zumindest ein Blick auf die Teilnehmerzahlen bei den völkischen Ostertagungen kann die Gegendemonstranten hoffen lassen. Nicht nur die Mahnwachen und Protestzüge durch den Ort schrecken offenbar die „Ludendorffer“ ab. Auch interne Querelen sorgen dafür, dass die Zahl der rechten Besucher abnimmt. Während der Verfassungsschutz im Jahr 2003 bis zu 300 Rechtsextremisten beobachtete, dürften in diesem Jahr lediglich rund 50 Erwachsene sowie 20 Kinder und Jugendliche nach Dorfmark gekommen sein. Verteilt auf die zahlreichen Hotels und Pensionen in dem Heideort fielen die „Ludendorffer“ nur auf, als sie in größeren Gruppen durch die Straßen zogen. Frauen verbargen vor Gegendemonstranten und Journalisten ihre Gesichter unter Kopftüchern. Nur wenige liefen in völkisch anmutender Tracht durch den Ort. Die jungen Männer waren meist adrett gekleidet, einer trug einen Pullover der Marke „Thor Steinar“.
Die BfG-Tagung im „Deutschen Haus“ begann am Karfreitag mit der Vorstellung des neuen Vorstandes. Auf einer Versammlung im Oktober hatten nur rund zwei Dutzend Mitglieder des „Bundes für Gotterkenntnis“ zwei neue stellvertretende Vorsitzende gewählt. Die beiden bisherigen Vereinsvize, zwei Niedersachsen, waren im Laufe des vergangenen Jahres zurückgetreten. Nur die Vorsitzende Gudrun Klink (Jg. 1962) aus dem württembergischen Ingelfingen (Hohenlohekreis) ist weiterhin in ihrem Amt. Mehrere „Ludendorffer“-Familien aus Niedersachsen blieben dem Treffen ganz fern. Auch der ehemalige BfG-Funktionär Gerhard Fuchs kam nicht.

Wegen antisemitischer Ansichten vom Schuldienst suspendiert

Nach Dorfmark gefahren war allerdings das neue Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Roloff (Jg. 1941) aus dem sachsen-anhaltischen Tangerhütte (Kreis Stendal). Wie der MDR vergangene Woche berichtete, war Roloff jüngst aufgrund seiner Aktivitäten in der rechten Szene aus dem Vorstand eines gemeinnützigen Tierheim-Vereins ausgetreten. Trotz der sinkenden Teilnehmerzahl bei der BfG-Ostertagung reisten aus allen Teilen Deutschlands Besucher nach Dorfmark. Mindestens ein Gast kam sogar aus Frankreich. Wieder mit von der Partie waren auch Mitglieder der Familie Preisinger aus dem schleswig-holsteinischen Bühnsdorf (Kreis Segeberg). Der ehemalige Berufsschullehrer Nordfried Preisinger (Jg. 1943) ist Funktionär im BfG-nahen „Arbeitskreis für Lebenskunde“, der sich um die Jugendarbeit der „Ludendorffer“ kümmert.
Veranstaltungen zu kulturellen und politischen Themen bestimmten das Programm der BfG-Tagung. So waren zu Agnes Miegel („mehr als ‚Mutter Ostpreußens’“), Johann Gottlieb Fichte („Vaterlandsliebe aus Philosophie“) und Friedrich Schiller Vorträge angekündigt. Die Titel weiterer Referate ließen die Ausrichtung bereits erahnen: „Von der Nachhaltigkeit der Geschichtslegenden und der Bequemlichkeit, sich in ihnen einzurichten“, „Behauptungen und Tatsachen zum Thema Menschenrassen“, „Gender Mainstreaming: Was würde Mathilde Ludendorff dazu sagen?“. Ein Jugendlicher berichtete zudem über sein Austauschjahr in Russland.
Vor dem „Deutschen Haus“ wollte am Samstag der „Ludendorffer“ Harm Menkens seine Pamphlete an Gegendemonstranten verteilen. „Der verschwiegene Widerstand gegen die Nazi-Diktatur“ lautet der Titel eines seiner Heftchen, das Menkens provozierend in die Menge der aufgebrachten Demonstranten warf, ehe die Polizei einschritt. Der Betreiber des „Lühe-Verlags“ in Süderbrarup (Kreis Schleswig-Flensburg) und ehemalige Seefahrtoberlehrer Menkens war wegen seiner antisemitischen Ansichten 1986 vom Schuldienst suspendiert worden. Im „Lühe-Verlag“ vertreibt er jetzt antisemitische Schriften. In einer „Bewerbung um das Amt des Bundespräsidenten/Reichspräsidenten“ bezeichnete der Verleger 2010 den „Geltungsbereich des Grundgesetzes“ als seit 20 Jahren „erloschen“. Nicht müde wurde Menkens, gegenüber Journalisten zu betonen, dass die „Ludendorff“-Anhänger selbst Antifaschisten seien, nur die Medien ein falsches Bild von ihnen zeichneten.
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Facebook 20.4.14 -- was sonst noch in Dorfmark geschah

21. April 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Artikelserie "Ludendorffer"

  • Noam Friedman Mahnwache bzw. Demonstration gegen eine solche Organisation ist richtig und notwendig. Wohne in direkter Nähe zum Deutschen Haus. Gestern Nacht um 1.30 Uhr hörte ich zum ersten Mal irgendwelche Parolen von wegen: Antifaschista und irgendwas mit HSV. Irgendwelche betrunkenen Idioten vom Osterfeuer dachte ich mir. Ca 20min später lautes Gebrüll und Ohrenbetäubender Krach. Bin dann nachdem ich die Polizei angerufen habe nach draußen und dort standen dann 15-20 vermummte Personen und brüllten Parolen die auch auf der Demo zu hören waren. Feuerwerk und eine Rauchbombe wurden gezündet. Dann sind alle im Laufschritt Richtung Feuerwehr verschwunden. Friedlicher Protest? Einfach nur Asozial!
  • Die Ludendorffer - Rassisten und Antisemiten? Zu so etwas kann es keine zwei Meinungen geben, aber die beiden Veranstaltungen haben damit nichts zu tun. Aber es wird sicherlich den entsprechenden Personen eine Freude machen, die Dinge zu vermischen um mal wieder Stimmung gegen die angemeldeten Veranstaltungen zu machen.
  • Noam Friedman Behaupten Sie es wäre Zufall das die selben Parolen gebrüllt werden? Es würden sicher mehr Dorfmarker an der Mahnwache teilnehmen wenn man keine Antifa Spinner dabei hätte. Macht die ganze Sache irgendwie unseriös.
  • Noam Friedman Außerdem wurden Teilnehmer der Demonstration erkannt. Sowohl an der Stimme als an bestimmten Kleidungsmerkmalen.
  • Die Ludendorffer - Rassisten und Antisemiten? Das kann alles sein, trotzdem wäre es falsch die Veranstaltungen da mit reinzuziehen.
  • Noam Friedman Können die Veranstalter nichts dagegen machen?
  • Die Ludendorffer - Rassisten und Antisemiten? Nur immer wieder dazu aufrufen, sich friedlich zu verhalten und sich an das Gesetz zu halten. Es waren neben den Polizisten auch viele Staatsschützer vor Ort. Die Veranstalter sind im Rahmen der angemeldeten Demonstration zuständig. Davor und danach nicht.
  • Noam Friedman Will jetzt nicht behaupten das die Veranstalter Schuld an den nächtlichen Anschlägen sind. Aber vielleicht sollten Sie sich von jeglichen extremistischen Taten distanzieren? Das ganze vielleicht sogar noch öffentlich wirksam? Ein wenig Verantwortung für den Stein den Sie ins Rollen gebracht haben, sollten Sie auch übernehmen.
  • Die Ludendorffer - Rassisten und Antisemiten? Da stellt sich dann die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Es könnte die Meinung vertreten werden, dass diejenigen, die die Ludendorffer beherbergen den Stein ins Rollen gebracht haben.
  • Noam Friedman Glauben Sie das die Besitzer der Gaststätten die Ludendorffer beherbergen um in irgendeiner Form zu provozieren oder das Sie mit deren kranker Weltanschauung sympathisieren?
  • Die Ludendorffer - Rassisten und Antisemiten? Jedenfalls ist es für einige eine Provokation Holocaustleugner, Antisemiten und andere Menschen vom rechten Rand zu beherbergen. Es gibt viele Gastronomen, die diese Menschen nicht beherbergen.
  • Noam Friedman Das steht außer Frage. Jedoch beherbergen Sie diese Leute nicht um bewusst zu provozieren! Es wird mit Hochdruck nach Alternativen gesucht. Sind denn Leute vom Ultralinken Rand in ihren Augen harmloser?
  • Die Ludendorffer - Rassisten und Antisemiten? Jede Form des Extremismus ist gefährlich.
  • Noam Friedman Sehe ich auch so! 😊 Wünsche noch ein schönes Osterfest und hoffentlich wird die kommende Nacht ruhiger.
  • Nicole Ahrens Es gab vor ein paar Jahren Schriftverkehr zwischen den Gaststättenbetreibern und mir. Deren Argumentation war, dass sie nach dem Winter den Umsatz, den die Ludendorffer Jahr für Jahr zuverlässig nach Dorfmark bringen, sehr nötig haben. Ich habe vorgeschlagen, dass wir uns alle an einen Tisch setzen und nach Alternativen suchen und das ein Geschäftsjahr nicht nur aus einem verlängerten Wochenende besteht. Leider erhielt ich keine Antwort darauf. Wenn Sie, Herr Friedman, hier schreiben, dass nach Alternativen gesucht wird, möchte ich gerne hiermit noch mal anbieten, mit den Beteiligten einen offenen Gesprächstisch zu installieren. Über eine positive Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.
  • Noam Friedman Ich habe leider keinen direkten Einfluss. Kann aber durchaus versuchen zu vermitteln.
  • Noam Friedman Ich möchte nochmal klarstellen das ich einfach nur Anwohner bin. Ich bin kein Gaststättenbetreiber, Angestellter oder Verwandter.
  • Jürn Hannoverliebt Krasse Aktion Herr Friedman... Wüsste zu gern wer das war und wo die 15-20 Leute auf einmal herkamen... Denn während wir uns beim Osterfeuer warmgehalten haben gab es keine verdächtigen Zusammenrottungen und auch keine auffälligen größeren Fahrzeuge... Klingt ja fast so als hätten erzürnte HSV-Fans, die nach der Niederlage auf dem Heimweg waren, diesen Lärm erzeugt... Und den Ruf "Alerta, Alerta, Antifaschista" kennen ja nun wirklich ein paar mehr Menschen auf dieser wunderschönen Welt... Nun denn, ich verbleibe erstaunt mit freundlichen Grüßen zu einem gesegneten Abend
  • Noam Friedman Und diese Leute haben zufällig Rauchbomben und Feuerwerks Batterien dabei? Behaupten Sie etwa das ich geträumt habe? Was hat das ganze mit dem Osterfeuer zu tun? Insider Wissen? Für mich sah das ganze aus wie ein geplanter Anschlag. Wünsche ebenfalls ein schönes Rest-Ostern!
  • Jürn Hannoverliebt Das enttäuschte HSV-Fans Rauchbomben und Feuerwerkskörper dabeihaben halte ich nicht für ungewöhnlich, wenn ich mich an die Ausschreitungen nach dem Spiel von Hannover in Braunschweig erinnere, wo irgendwelche Idioten ja auch Böller auf Ordner, Polizisten und Spieler geworfen haben... 
    Zum Thema Osterfeuer zitiere ich Sie gerne: " Irgendwelche betrunkenen Idioten vom Osterfeuer dachte ich mir"... Hat also nichts mit "Insider-Wissen" zu tun ...
    Und ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es sogar die gleichen Vermummten waren, die vor Karfreitag versucht haben, die Anti-Ludendorffer-Plakate am Ortseingang abzureißen... Also um es auf den Punkt zu bringen: ein geplanter Anschlag von freien Kameradschaftlern oder Rechtsgesinnten im Bunde mit jungen Ludendorffern, um die bösen Antifaschisten in Verruf zu bringen... 
    Und zu guter Letzt... der von Ihnen in diffamierender Art und Weise durch Nennung des Namens in einem öffentlichen Netzwerk angesprochene Herr H. war auf der Demo dabei, es gibt aber vier Zeugen, die ich der Polizei gerne nenne, die bezeugen können, dass er an der nächtlichen "Assi-Aktion" nicht beteiligt war... Interessant, dass Sie sich gemerkt haben wollen, was er am Samstag anhatte und noch interessanter ist, das sich 15-20 Personen die Mühe machen sich zu vermummen, dann aber Kleidungsstücke tragen, die sie eindeutig als Mittäter ausweisen könnten ... So doof ist doch wohl keiner, auch wenn ich die nächtliche Aktion in keinster Art und Weise gut heiße !!! Ich hoffe, dass Sie die Bilder zur schnellen Aufklärung an die zuständigen Dienststellen weitergegeben haben... Beste Grüße und einen schönen Ostermontag
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Dorfmark 19.4.14 Demo-Reden gegen Ludendorffer

20. April 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Artikelserie "Ludendorffer"

 


Rede H-D Charly Braun, DGB-Kreisvorsitzender      bei der Demo des           "Bündnis-gegen-Ludendorffer" Ostersamstag 19.4.14 in Dorfmark

-       Es gilt das gesprochene Wort   -

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Liebe antifaschistische Freundinnen und Freunde, liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute finden u.a. in Bremen, Hannover, Wolfsburg, Buchholz/ Nordheide Ostermärsche gegen auslandsorientierte Militäraktionen und abschottende Flüchtlingspolitik statt. Die Wolfsburger haben mir solidarische Grüße nach Dorfmark mitgegeben. Rassismus und Krieg - da besteht ein enger Zusammenhang.

Krieg und Rassismus hinterlassen blutige Spuren, sind mörderisch.

Sollen wir nach den Skandalen um den mörderischen faschistischen NSU dem Geheimdienst Verfassungsschutz noch trauen ?
Der VS hält es nicht für nötig, die rassistischen Ludendorffer überhaupt zu beobachten. Und andere plappern deren Verharmlosungen auch noch nach.
Ich aber sage euch:  Wer rassistische Organisationen, wie Ludendorffer verharmlost, sie einfach als überalterte, bald aussterbende Gruppe darstellt, - wer das tut, verkennt oder leugnet, dass der Rassismus heute in den Köpfen von 25% der Bevölkerung verankert ist. Das bestätigen jedes Jahr neu die wissenschaftlichen Untersuchungen der FES (Friedr.-Ebert-Stiftung) und anderer Institute. In den Köpfen von Ludendorffern und vielen vielen Menschen darüber hinaus steckt der Unsinn angeblicher Ungleichheit von Menschen. Manche sollen wertvoller, andere nur als rechtlose Arbeitstiere brauchbar sein.

Unsinn ist ebenso, dass sog. Ausländer uns die Arbeitsplätze wegnehmen und dass Roma oder andere Flüchtlinge nur sog. Schmarotzer des deutschen Sozialsystems seien. Solchen gezielten Unsinn hören wir nicht nur von NPD und Sarrazin, sondern auch von manchen Regierungsleuten. Zu recht sind Wortschöpfungen wie "Überfremdung" und "Sozialtourismus" zu Jahres-Unwörtern ausgewählt worden. Niemand wird freiwillig zum Flüchtling. Aber wer als Flüchtling hier her kommt, muss bürokratische erniedrigende Behandlung über sich ergehen lassen. Viele leben jahrelang in Angst, tägliche Angst vor gewaltsamer Abschiebung, und häufig obendrein vor Bürgerinitiativen gegen Flüchtlingsansiedlung. 

Nicht Zugewanderte nehmen uns angeblich Arbeitsplätze weg, Nein nicht Hossein Özdemir oder Sabah Acar machen das, sondern die Banken und Konzerne, die nur ein Ziel kennen: ihre Profite in unendliche Höhen steigern. Die sind es auch, die mit Hilfe von Hilfswilligen der Politik besonders seit 1989 Sozialabbau betreiben.  Und wer sozial ausgegrenzt wird, hat gute Chancen genau deshalb Opfer von faschistischer Gewalt und Mord zu werden. Obdachlose, Behinderte, MigrantInnen sind die meisten Opfer rechter Ideologien.

Die Nazis vor 1945 haben all jene, die sie als Gegner ausmachten oder die für sie in der Produktion nicht nutzbar waren, millionenfach ermordet. Heute trainieren sie wieder. In den letzten 25 Jahren sind mindestens 182 Menschen von Neonazis in Deutschland ermordet worden.
Und der deutsche Staat schiebt sogar schwerkranke Menschen in Armutsländer ab und trennt deren Familien. Erst am Montag wurde eine solche Abschiebung in Wolfsburg durch couragierten Widerstand verhindert.

Der Rassismus ist nicht nur in der Mitte der Gesellschaft zuhause, er hat auch seine ideologischen Schulen. Eine davon sind die Ludendorffer.    Und dass die Ludendorffer kein friedlicher abgeschlossener Club sind, beweist die Ausbreitung ihrer menschenfeindlichen Weltanschauung und die schlagkräftige Umsetzung durch die Naziszene. Ein anderer Beweis für die Gefährlichkeit der Ludendorffer sind deren prominente Referenten und Gäste in Dorfmark,  wie Hajo Herrmann, Steffen Hupka, Ursula Haverbeck-Wetzel, Richard Melisch. Damit der Nazi-Weltkriegsheld Hajo Herrmann bloß nicht fotografiert wird, schlugen Ludendorffer 2010 in Dorfmark vorm Hotel zur Post auf Journalisten ein. Steffen Hupka schlug 2012 gleich selbst auf Journalisten. Die Haverbeck ist bekannte Holocaust-Leugnerin und ihr rassistisches Institut in Vlotho wurde verboten. Der Österreicher Richard Melisch ist im rechten Lager, bei FPÖ, NPD und 2013 auch bei den Ludendorffern in Dorfmark als Referent zu Globalisierung und neue Weltordnung unterwegs.


Die Ludendorffer sterben leider nicht aus. Auch biologisch sorgen sie in ihren Familienverbänden für politischen Nachwuchs. Ludendorffer sind auch hier in unserer Nähe zuhause, in Soltau, Mengebostel, Eilte, Walsrode u.a.
Wir haben keinen Grund die Ludendorffer zu dulden. 

Dass dieser Staat nach 1945 durch viele Nazis mit aufgebaut wurde, dass ehemalige Nazis in Politik, Justiz, Bildung, Wirtschaft, Militär, Geheimdienste dann wieder bestimmen, Geschäfte und Karrieren machen konnten - und zwar bis ins Bundeskanzleramt - das ist ja wohl schlimm genug. Kein Wunder, der Schoß ist fruchtbar noch.

Seit 2007 protestieren wir hier auf der Straße gegen Ludendorffer. Auch die Jugendlichen des Internationalen workcamp Bergen-Belsen aus Israel, Osteuropa und Südafrika tanzten und schrieen hier ihren Protest. Einige Dorfmarker stießen heftige rassistische Beleidigungen gegen diese jungen Menschen aus, wie z.B: "bei Hitler haben die Neger nicht auf der Straße getanzt".  Darüber berichteten überregionale Medien. Der Stadtrat sah sich unter Druck und beschloss eine Resolution, mit der Hotels und Pensionsvermieter aufgefordert wurden, keine Ludendorffer zu beherbergen. Diese Erklärung ist ein Papiertiger geblieben. Alle vermieten weiterhin an die Rassisten. Stattdessen werden wir AntifaschistInnen und AntirassistInnen immer noch von allerlei Leuten zu Nestbeschmutzern erklärt.                                   Auch heute wurde ich mal wieder von einem Dorfmarker dumm pöbelnd angemacht.

Nur langsam ändert sich was in Dorfmark. Ihr habt es gesehen: dahinten an der Scheune eines bekannten liberalen Ratsherrn hängt ein Transparent gegen Ludendorffer. Einige Dorfmarker beweisen Courage und beteiligen sich seit Jahren an unseren Protesten. Und wir werden auch nicht weniger.

Wir haben bereits genug Nazi-Probleme in der Umgebung. Trotz Nutzungsverbot (das wir mit unseren Protesten erst durchsetzten) halten Kameradschaften auf dem Soldatenfriedhof Essel Heldenfeiern mit SS-Parolen ab. In Schneverdingen, Munster und im Kreistag des Heidekreis sitzen Nazis in Kommunalparlamenten. Die neue Partei "Die Rechte" konnte in Munster ihren Landesverband Niedersachsen gründen. In Walsrode versuchen sich wieder mal junge Nazis zu etablieren.

Und während der Bundespräsident  zu Courage gegen Nazis auffordert, hat man vor einer Woche in Soltau mal wieder eine Straßenkundgebung der NPD toleriert. 2 Tage zuvor hat der Stadtrat grad mal ein "Nicken gegen die NPD" in der Ratssitzung hinbekommen. Wirklich, sie haben nicht mal abgestimmt, sondern einfach mal mit dem Kopf genickt.  Die NPD macht sich in ihrer homepage darüber lustig und nennt das Koppnicken eine "schon fast militante Art des antifaschistischen Widerstandes". Weil die NPD praktisch toleriert wurde, haben wir eine Kampagne losgetreten. Da die Verantwortlichen von Verwaltung und Politik scheinbar formal alles richtig gemacht haben, so haben sie aber mit ihrem Verschweigen der NPD-Anmeldung den antifaschistischen Widerstand verhindert.                                                                    Sie sind keine Vorbilder für Demokratie und Zivilcourage.

Das beste was wir Älteren unseren Kindern für eine menschliche Gesellschaft mitgeben können, ist vorbildliches Handeln, wie jene, die Flüchtlinge vor Abschiebung mit Kirchenasyl schützen, wie jene, die als Hartz4-Arme Sozialämter besetzen, wie jene, die schlechte Pflegeheime anprangern und dabei manchmal ihren Job riskieren und wie jene, die Nazis die Straßen, Räume und Köpfe verwehren und blockieren.

Nazi-Propaganda, auch der Ludendorffer in Dorfmarker Sälen, ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Wenn der Staat den braunen Sumpf nicht trocken legt, stattdessen uns bespitzelt und Unterstützende unseres Protestes gar vor uns warnt, dann ist die Welt verkehrt. Dann müssen wir selbst den Faschismus vertreiben.

Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Staaten, sondern zwischen oben und unten. Nieder mit FASCHISMUS UND RASSISMUS !    Kein Tisch und Bett für Ludendorffer !  

Und:  Ihr werdet's vermuten:  Wir sind die Guten !

 


Dorfmark - Demo gegen Ludendorffer / Rede von Klaus Jordan vom Netzwerk-Südheide gegen Rechtsextremismus    - Ostersamstag 19.4.14
Alle Jahre wieder kommt nicht das Christuskind oder der Osterhase nach Dorfmarksondern seit Jahrzehnten die Geister der „Ludendorffer“, vorneweg Mathilde und Erich, ein Aufmarsch der lebenden Untoten.
Schon schlimm genug zu ihren Lebzeiten – immerhin waren sie eine der wenigen Gruppen, denen die Nationalsozialisten zu schlapp waren – pflegen ihre Nachfahren unverdrossen ihr jährliches völkisches Ringelreihen – zur Freude der ansässigen Gastronomie und der jeweilig eingeladenen Gesinnungsfreunde aus dem rechtsradikalen Spektrum.
Unbestätigten Gerüchten zufolge sollen dieses Jahr die Herren Sarazzin und Pirincci in den Genuss kommen dem göttlichen Heiligenschein ein wenig näher zu kommen.
Wie auch immer: In bislang ungestörter Runde konnten sie ihrem Glauben frönen  im Kampf gegen die überstaatlichen Mächte - sprich der jüdischen Weltverschwörung -  auf der richtigen Seite zu stehen.
Diese richtige Seite ist selbstverständlich rasserein und lebt ungestört im arteigenen Gotterleben. Die Volkserhaltung wird durch das weise Wirken der gesunden Volksseele  hinein in den einzelnen Menschen gesichert, was heißen soll:
„Die Männer kämpfen heldnisch bis zur Hingabe ihres Lebens gegen den jeweiligen Feind und die Frauen tragen Mutterschaftsschmerzen  und erfüllen Mutter- und andere Volksverpflichtungen als Selbstverständlichkeit in Freudigkeit“
So oder ähnlich sieht die propagierte unsterbliche Seele unseres Volkes aus und wenn man dafür kämpft winkt das „ewige Deutschland“ natürlich mit garantiertem göttlichen Beistand. Helden sind gefragt und eine höherbegabte Funktionselite
Ziel: eine gesinnungsethische Endlösung
Wenn nicht, dann droht das Armageddon, der Untergang des Vaterlandes, Verfall, Verfremdung, Verlust der nationalen Identität, eine Verschärfung der Gegenauslese.
„weichliche, wehruntüchtige, debile und schwuchtelige“(Pirinciccis)  Deutsche kommen da heraus.
Die Erhaltung der deutschen Substanz ist der gemeinsame Nenner für den anstehenden (Kultur)kampf und der hat viele Facetten und Protagonisten.
Vom einfachen Dumpfbackenskin bis hin zu den Elitenazis a la konservativ-subversive Aktion, dem Institut für Staatspolitik, diversen Burschenschaften oder den Identitären.
Wider den Volkstod zu agieren eint sie alle und so kann sich der autonome Nationalist auch unbeschwert mit einem ludendorffschen Gotteskrieger zu einem Pläuschchen über den Gartenzaun treffen, frei nach dem „neuen“ Motto der ehemaligen Kameradschaft 73 aus Celle:
Nopolitics – just tradition, was heißen soll:
sich vom politischen Kampf ( dem profanen, gewöhnlichen auf der Straße) weitestgehend loszusagen  und seine Kräfte vermehrt für die Erhaltung deutscher Substanz in Familie, Freundeskreis und Umfeld einzusetzen.
 Also auf zur neuen (alten) Innerlichkeit – eine Bewegung der „Übergangszeit“ soll die alternativen Lebensentwürfe vorzeigbar machen, bis dann endlich auch das deutsche Volk merkt, das die multikulturellen Gesellschaft  geradewegs in den Abgrund führt.
Bringen wir also die Positionslichter dieser selbsternannten Lichtgestalten ein wenig zum Flackern und befördern ihr elitäres Geschwurbel dahin, wo es hingehört:
In den Mülleimer der Geschichte.

Klaus Jordan vom „Netzwerk Südheide …“

 


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WZ-net.de 18.4.14 -- ruhige Mahnwache gegen Ludendorffer

19. April 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Artikelserie "Ludendorffer"

Walsroder Zeitung online 18.4.14

Ludendorffer: Bei der Mahnwache bleibt alles ruhig

Proteste werden am Sonnabend fortgesetzt


Am Karfreitag war Tag eins der Proteste gegen die Versammlung des „Bundes für Gotterkenntnis“ in der Dorfmarker Gaststätte „Deutsches Haus“. Seit vier Jahrzehnten treffen sich dort die „Ludendorffer“, wie der Bund auch gennant wird, über Ostern im Bad Fallingbosteler Ortsteil, und seit vielen Jahren werden diese Zusammenkünfte von Protestaktionen begleitet. Gestern nun – am stillen Feiertag – beließen es die Demonstranten bei einer Mahnwache, wobei die einzelnen Mitglieder der vom Niedersächsischen Verfassungsschutz beobachteten und als „rechtsextremistische Vereinigung“ eingestuften Organisation beim Betreten der Gaststätte doch deutlich zu hören bekamen, was die Menschen hinter den Absperrgittern von ihnen und ihrer Organisation halten. 
Dorfmark. Das  „Bündnis gegen Ludendorffer“ – ein breiter Zusammenschluss verschiedener Organisiationen von DGB bis hin zu den Jusos  – hat für den heutigen Sonnabend erneut eingeladen. Demonstrationen und Kundgebungen, kreative Angebote und Livemusik hat das Bündnis angekündigt. Um 13 Uhr starten die Proteste, die erneut von zahlreichen Polizisten begleitet werden. Die etwa 50 Uniformierten mit ihrem Sprecher Olaf Rothardt gehen davon aus, dass wie am Karfreitag alles friedlich bleiben wird.
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Dorfmark 18.4.14 - 100 bei Mahnwache gegen Ludendorffer

19. April 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Artikelserie "Ludendorffer"

100 bei Mahnwache gegen Ludendorffer-Rassisten am Karfreitag 18.4.14 in Dorfmark (Bad Fallingbostel)

Zu Protesten gegen die Ostertagung des rassistischen "Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) eV" hat das breite "Bündnis-gegen-Ludendorffer" (aber ohne FDP, CDU) gleich für 2 Tage nach Dorfmark (Bad Fallingbostel) eingeladen.  An der Mahnwache nahe dem Haupttagungslokal der Rassisten "Hotel Deutsches Haus" am Karfreitag 18.4.14 nahmen 100 Menschen teil. Anmelder Egon Hilbich, Grüner Ratsherr, ging auf den Rassismus und Antisemitismus der Ludendorffer ein und erklärte, dass sie bereits seit ca. 40 Jahren in den Hotels und Pensionen freundlich aufgenommen werden. Seit 2007 wird die Rassistentagung von Protesten begleitet.
An der Mahnwache beteiligten sich auch der Bürgermeister von Bad Fallingbostel, Rainer Schmuck/ CDU, seine Konkurrentin zur Neuwahl fürs Bürgermeisteramt, Tanja Kühne/ Parteilos bzw. FDP sowie Ratsmitglieder von SPD und Grüne, Kreistags- und Landtagsabgeordnete von DieLinke und SPD, Gewerkschaftfunktionäre u.a.
Die ausgesprochen friedliche Protestveranstaltung war unnötig weiträumig abgesperrt. Die Polizei hatte die Absperrung anfangs sogar noch weiträumiger vorgenommen, als der Auflagenbescheid des Landkreis Heidekreis vorschrieb. Nach Protest der Anmelder zog die Polizei die Absperrung wieder entsprechend zurück. Man kanns ja mal versuchen?!

Die Szenerie stand unter Beobachtung der bekannten StaatsschützerInnen.
Durch die Polizei-Absperrung gelangten Ludendorffer ins "Hotel Deutsches Haus". Auch 3 junge Männer wurden durchgelassen, weil sie im Hotel Bier trinken wollten. Die 3 beobachteten in Flur und Gaststube was so vorging und kamen bald wieder heraus. Am Hotel-Ausgang brüllten sie dann mehrfach ins Haus hinein "Nazis raus!". Dafür erhielten sie von den Teilnehmenden der Mahnwache Applaus. Die Polizei führte die 3 jungen IG BCE-Gewerkschafter der JAV im Industriepark Walsrode (Chemiewerke in Bomlitz) zur Personalienfeststellung ab.

Am 17.4.14 kündigte die Walsroder Zeitung die Proteste gegen die Ludendorffer redaktionell an. Polizei, Bürgermeister und Verfassungsschutz werden zitiert, das Bündnis-gegen-Ludendorffer jedoch nicht. Mit ausfühlichen, aber fadenscheinigen Argumenten kann des VS in der WZ zu dem Schluss kommen:   „Für die Gesamtentwicklung des Rechtsextremismus spielen die Ludendorffer keine Rolle." Kritiklos nennt die WZ die WZ die Erfinderin der rassistischen Ludendorffer-Ideologie, Mathilde Ludendorff, gar "Philosophin".
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FOTOs:  DGB-KulturAK
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BNR 17.4.14 -- Ludendorffer gibt Tierheim-Vorstand auf

17. April 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Artikelserie "Ludendorffer"



Völkischer Tierschützer

17.04.2014 -
Stendal – Ein Vorstandsmitglied eines Tierheim-Vereins aus Sachsen-Anhalt ist als Funktionär der rechtsextremen „Ludendorffer“ aufgeflogen. Inzwischen ist der Mann aus seinem Amt ausgeschieden.
Wie der MDR berichtete, wussten die Mitglieder eines gemeinnützigen Vereins, der ein Tierheim in Stendal betreibt, nichts vom politischen Hintergrund ihres stellvertretenden Vorsitzenden: Der 73-jährige Hans-Jürgen Roloff aus Tangerhütte im Kreis Stendal saß seit zehn Jahren in der Vereinsführung. Im vergangenen Jahr wurde Roloff in den Vorstand des rechtsextremen „Bundes für Gotterkenntnis (Ludendorff)“ (BfG) gewählt. Dieser „Bund“ beruft sich auf die Schriften der Antisemitin Mathilde Ludendorff (1877-1966). In Schönhausen an der Elbe trat der ehemalige Lehrer Roloff beim Bismarck-Gedenken von Rechtsextremisten als Redner auf.
Am Mittwoch ist Roloff nach MDR-Angaben aus dem Vorstand des Tierheim-Vereins ausgeschieden. Für das Osterwochenende lädt der völkische „Bund für Gotterkenntnis“ auch in diesem Jahr ins niedersächsische Dorfmark in der Lüneburger Heide. Auf dem Programm stehen vor allem Vorträge. Im vergangenen Jahr war der österreichische Rechtsextremist Richard Melisch als Referent aufgetreten. Zu den Gästen zählte die mehrfach vorbestrafte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel. (jf)
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Proteste gegen Ludendorffer 18.4 und 19.4.14

8. April 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Artikelserie "Ludendorffer"

Ludendorfer Ostern 2014

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DER SPIEGEL Nr. 8 / 1960 über Ludendorff

11. April 2013 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Artikelserie "Ludendorffer"

Ludendorfer-SPIeGELshow 01

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