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Posts mit #bergen belsen tag

Erleben statt Erlernen

15. Mai 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bergen Belsen


Quelle: HAZ 15.05.2009
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Jugend fand viel Beachtung bei Gedenkfeiern in Bergen-Belsen

11. Mai 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bergen Belsen


Quelle: Antifaschistische Nachrichten 8.5.2009
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"Aus der Geschichte für heute und morgen lernen"

25. April 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bergen Belsen

"Aus der Geschichte für heute und morgen lernen"
Mit diesen Worten sind die Ergebnisse des Internationalen Jungendworkcamps vom 3. bis 13.4.09 in Bergen-Belsen, beschrieben.
Zum 15. mal hatten die christlichen und gewerkschaftlichen Jugendverbände zum Internat. workcamp nach Bergen-Belsen eingeladen und 68 Jugendliche aus 9 Ländern waren gekommen: aus Litauen, Rußland, Belarus, Polen, Slowakei, Israel, Südafrika, Niederlande und Deutschland.

Von der IGS-Linden waren Steffen, Tim, Nantke, Raoul, Neel und als Teamer der IGS-Elternvertreter Charly Braun dabei.. Und grad spontan hierher gekommen sind die workcamp-Teilnehmerin Alisa und Pierre, sicher einer der besten Teamer.

Beim Stadtrundgang in Celle erfuhren die Teilnehmenden, wie der Widerstand der ArbeiterInnenbewegung von den Nazis verfolgt wurde, wer die Synagoge zerstörte und wer als Nazi-Verbrecher nach dem 2. Weltkrieg problemlos Karriere machen konnte, ja sogar Oberbürgermeister und Ehrenbürger werden konnte.

Die Geschichte des Holocaust   - erzählt von ehemaligen Häftlingen - 
hat jeden von uns und uns auch als Gruppe sehr bewegt. Als der Sinto Hugo Höllenreiner und der als Jude verfolgte Salomon Finkelstein (er wohnt heute in Hannover) über Folter und Mord, medizinische Versuche und schließlich über ihre Befreiung berichteten, war das viel eindrucksvoller als jedes Schulbuch. Die Dinge, von denen die Überlebenden der Lager berichteten, überstiegen manchmal schlichtweg unsere Vorstellungskraft, so grausam hörten sie sich an.

Handwerklich bereiteten wir eine Denk-Station für den "Erinnerungsweg" vor. Die 6 km lange Stecke von der Bahnrampe ins Lager mußten sich die völlig ausgemergelten Häftlinge zu Fuß hinschleppen.
Nicht besser ging es den gefangenen Soldaten der Roten Armee, die ohne ein Dach überm Kopf in Erdlöchern hausten und zu zehntausenden in den Lagern am Truppenübungsplatz Bergen starben.
An den "Siebensteinhäusern", Findlingsgräber aus der Megalith-Kultur, mitten im Truppenübungsplatz, erklärte der Fallingbosteler Kriegsgegner Egon Hilbich Geschichte und Gegenwart des größten westeuropäischen Truppenübungsplatzes.


In der Musikgruppe beschäftigten wir uns z.B. mit dem Mädchenorchester von Auschwitz. Ein anderes Thema waren Ausgrenzung und Vorurteile, Rassismus und Neonazis. Und all unsere Arbeit wurde mit Foto und Film dokumentiert.

Wir haben in diesen Tagen gemeinsam gearbeitet. Neben den Arbeitsphasen gab es aber auch immer noch genug Zeit, sich mit den Teilnehmenden aus anderen Ländern kulturell auszutauschen. Wir haben viele neue internationale Freundschaften geschlossen.

 

Sinn des Internationalen Jugendworkcamps ist es, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen, aber auch in die Zukunft zu schauen..

Wir haben das Gelernte sogleich in eine öffentliche Aktion gegen ein Rassistentreffen umgesetzt.

 

Während der Zeit unseres Internationalen Workcamps in Bergen-Belsen fand, wie bereits seit etwa 30 Jahren das Ostertreffen des "Bund für Gotterkenntnis (Ludendorffer) e.V.", auch Ludendorffer genannt, in Dorfmark (Kreis Soltau-Fallingbostel) statt.


Die germanisch-rassistisch-religiöse Ideologie der Ludendorffer wurde in den 1920er Jahren von Mathilde Ludendorff begründet.  Ihr Mann, General Erich Ludendorff, der 1923 zusammen mit Htler einen Putschversuch unternahm, trug wesentlich zur Verbreitung dieser Lehre bei.

Die Unterteilung der Menschen in "Licht- und Schachtrassen" ist eindeutig rassitisch, antisemitisch und anti-christlich.

 

Für uns war klar, dass wir, wie schon das Internationale Jugendworkcamp 2008, gegen das Rassisten-Treffen protestieren müssen.

So bereitete einer unserer workshops Informationen über den Rassisten-Verein für unsere Gruppe, sowie Sprech-Chöre und Transparente für die Demonstration vor und wir zogen Karfreitag los nach Dorfmark, um den Protest des örtlichen Bündnis gegen Rechts zu unterstützen.

 

In Dorfmark angekommen, wurden DemonstrantInnen sowie JournalistInnen angeherrscht und beleidigt. So drohte beispielsweise ein Anwohner, wegen der ihm zu großen Lautstärke damit, seinen Hund auf uns zu hetzen. Ebenso wurde uns der Stinkefinger gezeigt und ein Hakenkreuz in die Luft gemalt. Einer machte Affen-Bewegungen vor unseren FreundInnen aus Südafrika. Dies sind nur einige Beispiele für zahlreiche Aktionen von Dorfbewohnern, die andererseits ihre Ignoranz den Nazi-Aktivitäten gegnüber ausdrückt.

Kein Wunder, denn die Ludendorffer bringen Geld ins Dorf. Alle Hotels und Pensionen sind über Ostern ausgebucht.

Unser Protest war nötig und wurde auch vom Fernsehen wahrgenommen.

 

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Erschreckt stellten wir am Ostersamstag morgens fest, dass Winsen/ Aller mit etwa 70 Nazi-Plakaten voll-gekleistert war. Die Nazis riefen damit zum Aufmarsch am 1.MAI 2009 nach Hannover auf.

Gegen Nationalismus hilft nur Internationalismus. Als noch am gleichen Abend auf nahezu allen Nazi-Plakaten "No Nazis" geschrieben stand,  freuten wir uns klammheimlich über diese guten Taten.

 

(siehe hierzu unseren Bericht).

 

Für uns Jugendliche ist es wichtig, dass wir aus der Geschichte für die Zukunft lernen. Aus dem Gedenken an die Opfer entwickeln wir den antifaschistischen Widerstand.
So jetzt noch mal unser Ruf von der Demo gegen die Ludendorffer:

"Youth against against racism !    Youth against against racism !"

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DGB-Chor Hannover übergibt 1005 Euro an Jugendarbeit in Bergen-Belsen.
Lieder gegen Rechts vor der IGS Hannover-Linden am  Donnerstag 16.4.09 um 16 Uhr 

Der DGB-Chor hatte am 9. November 2008 zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht ein "Chöre-Konzert gegen Rechts" mit 30 Chören aus Niedersachsen und Hamburg organisiert. An diesem Tag wurden 1.005 Euro an Spenden und Einnahme-Überschüssen gesammelt, die entsprechend der angekündigten Zielsetzung der Veranstaltung zur Unterstützung antifaschistischer Jugendpräventionsarbeit eingesetzt werden soll.

 

Die Übergabe des Betrages an die AG Jugendarbeit in Bergen-Belsen des Landesjugendrings Niedersachsen erfolgte am  Donnerstag 16.4.09 um 16 Uhr vor der IGS Hannover-Linden, im Beisein der Bürgermeisterin Ingrid Lange. Charly Braun, DGB-Verantwortlicher für die Bergen-Belsen-Jugendarbeit und im Schulelternratsvorstand der IGS- Linden aktiv, war 1993 Mitbegünder des Jugendprojektes. Der 16. April war der erste Schultag nach den Ferien und liegt einen Tag nach dem Jahrestag der Befreiung des KZ Bergen-Belsen. 
 
SchülerInnen, Lehrkräfte und Eltern der IGS-Linden waren dabei, denn die IGS-Linden hat im Rahmen der AG Jugendarbeit der christlichen und gewerkschaftlichen Jugendverbände eine Patenschaft zur Pflege der baulichen Reste des Gefangenenblocks Nummer 9 in der Gedenkstätte Bergen-Belsen übernommen - und die IGS Linden ist als "Schule gegen Rassismus - Schule mit Courage" auch gegen Umtriebe von Neonazis engagiert.

Dabei waren auch die IGS-Linden-SchülerInnen Tim, Nantke, Raoul, Steffen und Neel, die  gerade vom Internationalen Jugendworkcamp Bergen-Belsen zurück waren, bei dem Charly Braun  Teamer war.

Vor der IGS Linden gab es 

  • Lieder gegen Rechts des DGB-Chores Hannover 
  • die Übergabe von 1.005 Euro an die AG Jugendarbeit in Bergen-Belsen des Landesjugendrings Niedersachsen
  • Frische Erfahrungen der Lindener "Courage"-SchülerInnen aus Bergen-Belsen und vom Engagement gegen Neonazis.
  • Grußwort von Bürgermeisterin Ingrid Lange

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Jugend fand viel Beachtung bei Gedenkfeiern in Bergen-Belsen am 19.4.09

23. April 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bergen Belsen

Jugend fand viel Beachtung bei Gedenkfeiern in Bergen-Belsen am 19.4.09

Zum Jahrestag der Befreiung des KZ Bergen-Belsen führten jüdische Gemeinden, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN/BdA), DGB und Arbeitsgemeinschaft Bergen-Belsen e.V. zwei Gedenkfeiern durch.

Nachdem Mechthild Hartung vom VVN/BdA die Verbrechen der Wehrmacht an sowjetischen Kriegsgefangenen geschildert hatte, stellte auf dem sogenannten "Russenfriedhof" in Belsen-Hörsten der Veteran der Roten Armee, Illia Riaboi, die heutige Völkerfreundschaft heraus. Der Botschafter von Belarus, Alexander Levanovic, sprach über den militärischen Überfall Nazi-Deutschlands, dem fast ein Drittel der weißrussisschen Bevölkerung zum Opfer fiel.

DGB-Sekretär Lennard Aldag erklärte: "Dass wir uns heute als Gewerkschafter betätigen können, verdanken wir all denjenigen, die gegen die nationalsozialistische Herrschaft Widerstand geleistet haben" und den zigtausenden Rotarmisten, die in Hörsten, Oerbke und Wietzendorf begraben sind.


Jugendliche des Internationalen workcamps Bergen-Belsen hatten ein Transparent mitgebracht, das sie bei der Protestaktion gegen die rechtsextremistischen Ludendorffer in Dorfmark getragen hatten. In vielen Sprachen (auch Plattdeutsch) war "Gegen Rassismus" darauf zu lesen.
Nadine, Ole, Tim, Nantke, Raoul, Neel, Alisa und der workcamp-Verantwortliche Charly Braun berichteten davon, wie sie aus der Geschichte des Widerstandes der Celler Arbeiterbewegung und der Verfolgung und Vernichtung aus dem historischen Faschismus für heute und morgen gelernt haben. Am tieftsten hätten sie die Lebensgeschichten von Überlebenden beeindruckt.  Die internationale Gruppe stellte heraus, dass sie das Gelernte auch gleich in die Tat umsetzten und gemeinsam mit lokalen Gruppen gegen die Ostertagung der rassistischen Ludendorffer in Dorfmark protestiert hatten. Sie verabschiedeten sich mit ihrem Ruf von der Demonstration: "Youth against against racism!"

Bei der Gedenkfeier an der Bahnrampe bei Bergen war die Bergen-Belsen-Überlebende Dr. Yvonne Koch so überwältigt, dass sie kaum über die Nazi-Verbrechen reden konnte.

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Bericht der Jugendlichen des Internat. workcamps Bergen-Belsen - vorgetragen am 19.4.09 bei den Gedenkfeiern auf dem Stalag-Friedhof Hörsten und an der Bahnrampe Bergen:

"Aus der Geschichte für heute und morgen lernen"

Mit diesen Worten sind die Ergebnisse des Internationalen Jungendworkcamps vom 3. bis 13.4.09 in Bergen-Belsen, beschrieben.
Zum 15. mal hatten die christlichen und gewerkschaftlichen Jugendverbände zum Internat. workcamp nach Bergen-Belsen eingeladen und 68 Jugendliche aus 9 Ländern waren gekommen: aus Litauen, Rußland, Belarus, Polen, Slowakei, Israel, Südafrika, Niederlande und Deutschland.

Unsere Freunde sind inzwischen in ihre Heimatländer zurück gefahren. Wir sind von der deutschen Delegation: Nadine, Ole, Tim, Nantke, Raoul, Neel, Alisa und Charly Braun vom workcamp-Team.

Beim Stadtrundgang in Celle erfuhren die Teilnehmenden, wie der Widerstand der ArbeiterInnenbewegung von den Nazis verfolgt wurde, wer die Synagoge zerstörte und wer als Nazi-Verbrecher nach dem 2. Weltkrieg problemlos Karriere machen konnte, ja sogar Oberbürgermeister und Ehrenbürger werden konnte.

Die Geschichte des Holocaust   - erzählt von ehemaligen Häftlingen - 
hat jeden von uns und uns auch als Gruppe sehr bewegt. Als der Sinto Hugo Höllenreiner und der als Jude verfolgte Salomon Finkelstein (er wohnt heute in Hannover) über Folter und Mord, medizinische Versuche und schließlich über ihre Befreiung berichteten, war das viel eindrucksvoller als jedes Schulbuch. Die Dinge, von denen die Überlebenden der Lager berichteten, überstiegen manchmal schlichtweg unsere Vorstellungskraft, so grausam hörten sie sich an.

Eine Teilnehmerin aus Südafrika hat nach den Zeitzeugengesprächen ihre Gefühle aufgeschrieben:


"I am not a body that only listens, remembers, forgives and remembers. I am a Soul that seeks to know, understand, and take action. I am not defined by the standards I am told to uphold. For I have lived yesterday trough someone’s eyes and lived today because I got inspired to live for now."

By: Esinako Hintsa, 11.April 2009

 

Übersetzung:

"Ich bin nicht nur ein Körper der zuhört, sich erinnert, vergibt und sich erinnert. Ich habe eine Seele, die sich danach sehnt zu wissen, zu verstehen und zu handeln. Ich bin nicht nach den Standards festgelegt, die ich aufrecht erhalten soll. Weil ich die Vergangenheit durch die Augen eines anderen lebte, wurde ich inspiriert für heute zu leben."


Handwerklich bereiteten wir eine Denk-Station für den "Erinnerungsweg" vor. Die 6 km lange Stecke von der Bahnrampe ins Lager mußten sich die völlig ausgemergelten Häftlinge zu Fuß hinschleppen.
Nicht besser ging es den gefangenen Soldaten der Roten Armee, die ohne ein Dach überm Kopf in Erdlöchern hausten und zu zehntausenden in den Lagern am Truppenübungsplatz Bergen starben.
An den "Siebensteinhäusern", Findlingsgräber aus der Megalith-Kultur, mitten im Truppenübungsplatz, erklärte der Fallingbosteler Kriegsgegner Egon Hilbich Geschichte und Gegenwart des größten westeuropäischen Truppenübungsplatzes.


In der Musikgruppe beschäftigten wir uns z.B. mit dem Mädchenorchester von Auschwitz. Ein anderes Thema waren Ausgrenzung und Vorurteile, Rassismus und Neonazis. Und all unsere Arbeit wurde mit Foto und Film dokumentiert.

Wir haben in diesen Tagen gemeinsam gearbeitet. Neben den Arbeitsphasen gab es aber auch immer noch genug Zeit, sich mit den Teilnehmenden aus anderen Ländern kulturell auszutauschen. Wir haben viele neue internationale Freundschaften geschlossen.

Sinn des Internationalen Jugendworkcamps ist es, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen, aber auch in die Zukunft zu schauen..

Wir haben das Gelernte sogleich in eine öffentliche Aktion gegen ein Rassistentreffen umgesetzt.

Während der Zeit unseres Internationalen Workcamps in Bergen-Belsen fand, wie bereits seit etwa 30 Jahren das Ostertreffen des "Bund für Gotterkenntnis (Ludendorffer) e.V.", auch Ludendorffer genannt, in Dorfmark (Kreis Soltau-Fallingbostel) statt.

Die germanisch-rassistisch-religiöse Ideologie der Ludendorffer wurde in den 1920er Jahren von Mathilde Ludendorff begründet.  Ihr Mann, General Erich Ludendorff, der 1923 zusammen mit Hitler einen Putschversuch unternahm, trug wesentlich zur Verbreitung dieser Lehre bei. Die Unterteilung der Menschen in "Licht- und Schachtrassen" ist eindeutig rassistisch, antisemitisch und anti-christlich.

Für uns war klar, dass wir, wie schon das Internationale Jugendworkcamp 2008, gegen das Rassisten-Treffen protestieren müssen.

So bereitete einer unserer workshops Informationen über den Rassisten-Verein für unsere Gruppe, sowie Sprech-Chöre und Transparente für die Demonstration vor und wir zogen Karfreitag los nach Dorfmark, um den Protest des örtlichen Bündnis gegen Rechts zu unterstützen.

In Dorfmark angekommen, wurden DemonstrantInnen sowie JournalistInnen angeherrscht und beleidigt. So drohte beispielsweise ein Anwohner, wegen der ihm zu großen Lautstärke damit, seinen Hund auf uns zu hetzen. Ebenso wurde uns der Stinkefinger gezeigt und ein Hakenkreuz in die Luft gemalt. Einer machte Affen-Bewegungen vor unseren FreundInnen aus Südafrika. Dies sind nur einige Beispiele für zahlreiche Aktionen von Dorfbewohnern, die andererseits ihre Ignoranz den Nazi-Aktivitäten gegenüber ausdrückt.

Kein Wunder, denn die Ludendorffer bringen Geld ins Dorf. Alle Hotels und Pensionen sind über Ostern ausgebucht.

Unser Protest war nötig und wurde auch vom Fernsehen wahrgenommen.

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Erschreckt stellten wir am Ostersamstag morgens fest, dass Winsen/ Aller mit etwa 70 Nazi-Plakaten voll-gekleistert war. Die Nazis riefen damit zum Aufmarsch am 1.MAI 2009 nach Hannover auf.

Gegen Nationalismus hilft nur Internationalismus. Wir freuten uns, dass noch am gleichen Abend auf nahezu allen Nazi-Plakaten "No Nazis" geschrieben stand.

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Für uns Jugendliche ist wichtig, dass wir aus der Geschichte für die Zukunft lernen. Aus dem Gedenken an die Opfer entwickeln wir den antifaschistischen Widerstand.

So jetzt noch mal unser Ruf von der Demo gegen die Ludendorffer:

"Youth against against Racism !!  Youth against against Racism "

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DGB-Chor unterstützt internationales Jugend-Camp mit Spende

22. April 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bergen Belsen


Quelle: Hannoversches Wochenblatt 22.04.2009
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Gedenken in Bergen-Belsen und Hörsten

19. April 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bergen Belsen

19.04.2009

Gedenken in Bergen-Belsen und Hörsten

10.30 Uhr Offizielle Kranzniederlegung mit Ansprache eines Überlebenden auf dem Sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhof (die Stiftung lädt ein)

11.30 Uhr Fortsetzung der offiziellen Gedenkfeier am Obelisken (Ansprache Landtagspräsident Dinkla) und am Jüdischen Mahnmal

12.30 Uhr Kaffee/Tee in der Cafeteria

13.30 Uhr Gedenkfeier VVN/BdA und DGB auf dem Sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhof

14.30 Uhr Gedenkfeier der AG Bergen-Belsen an der "Rampe"

Ab 10 Uhr werden Shuttle-Busse von der Gedenkstätte zum Friedhof fahren, ebenso zurück ab ca. 10.50 Uhr. Um 13 Uhr wird ein Shuttle-Bus eingesetzt, der von der Gedenkstätte aus zum Sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhof und von dort zur Rampe zu den jeweiligen Anfangszeiten der beiden Veranstaltungen sowie danach zurück zur Gedenkstätte Bergen-Belsen fährt.

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Gedenkveranstaltung auf dem Sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhof Hörsten bei Bergen-Belsen

18. April 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bergen Belsen

19.04.2009

Gedenkveranstaltung auf dem Sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhof Hörsten bei Bergen-Belsen

Auch im Jahr 2009 lädt die VVN/BdA Niedersachsen herzlich ein, an der Gedenkveranstaltung in Hörsten teilzunehmen. Wir erinnern an die über 20.000 sowjetischen Kriegsgefangenen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen ihr Leben lassen mussten. Zum Schutz vor Kälte konnten sie sich nur in Erdhöhlen eingraben. Sie wurden ermordet oder starben elend an Hunger, Kälte und Seuchen.

Programm:
Veteran der Roten Armee: Illia Riaboi
Botschaft Belorus: Alexander Levanovic
DGB: nn
Moderation: Mechthild Hartung
Musikalischer Beitrag: Gewerkschaftschor "Gegenwind", Wolfsburg
Niederlegen von Kränzen am Mahnmal und von Blumen bei den Tontafeln

19. April 2009, 13:30 Uhr
Kriegsgefangenenfriedhof Hörsten

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Bergen-Belsen Gedenktag 19. April

1. April 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bergen Belsen





Orte des Gedenkens und Mahnens
Sa., 18.4.: 19.30h Lichter auf den Schienen (Rampe),
AG Bergen-Belsen e.V.
So., 19.4.:
10.30h Kranzniederlegung auf dem
Sowjet. Kriegsgefangenenfriedhof
11.30h Ansprache H. Dinkla am Obelisken, anschl.
Kranzniederlegung an der Inschriftenwand
11.50h Kaddisch und Kranzniederlegung am
Jüdischen Mahnmal
(es laden ein: Land Nds., Stiftung nieders.
Gedenkstätten und Landesverband jüdische
Gemeinden Nds.)
12.30h Kaffee/ Tee in der Cafeteria
13.30h
Gedenkfeier auf dem
Sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhof
Es laden ein:
VVN/BdA e.V. und DGB N-O-Nds.
(siehe Kasten rechts)
14.30h Gedenkveranstaltung auf der Rampe mit
Dr. Yvonne Koch, Überlebende von
Bergen-Belsen
(es lädt ein: AG Bergen-Belsen e.V.)
NEU!
Um 13.00h wird ein Bus eingesetzt, der von der
Gedenkstätte aus zum Sowjet. Kriegsgefangenenfriedhof
, von dort zur Rampe und zurück zur
Gedenkstätte fahren wird.
19.4. 13.30 h: Hörsten,
Sowjet. Kriegsgefangenenfriedhof
Wir gedenken der über 20 000 sowjetischen
Kriegsgefangenen, die hier unter
menschenunwürdigen Bedingungen ihr
Leben lassen mussten. Zum Schutz vor der
Eiseskälte konnten sie sich nur in Erdhöhlen
eingraben. Sie wurden ermordet oder starben
elend an Hunger, Kälte und Seuchen.
Es werden sprechen:
- Mechthild Hartung, VVN/BdA Nds.e.V.
(Begrüßung und Moderation)
- Illia Riaboi, Veteranenratvorsitzender/
Rote Armee, Hannover
- Alexander Levanovic, Botschaft
Belarus, Berlin
- Lennard Aldag, DGB Nord – Ost –
Niedersachsen
Es singt der IGMetallchor „Gegenwind“,
Wolfsburg
Den Abschluss der Gedenkfeier bildet die
Niederlegung von Kränzen und Blumen am
Mahnmal und bei den Namensziegeln.

19. April 2009: Gedenkveranstaltung
zum 64. Jahrestag der Befreiung des
Konzentrationslagers Bergen-Belsen
„NICHTS IST VERGESSEN
UND NIEMAND!“

“Die Vernichtung des Nazismus mit
seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der
Aufbau einer neuen Welt des Friedens
und der Freiheit ist unser Ziel.“
(aus dem Schwur der Häftlinge von Buchenwald)

Vor 64 Jahren, am 15. April 1945, wurden das KZ
Bergen - Belsen und das Sowjetische
Kriegsgefangenenlager befreit. Am 8.Mai endeten
Naziherrschaft und Zweiter Weltkrieg für ganz
Deutschland, ein demokratischer und friedlicher
Neubeginn wurde möglich. Alle demokratischen
Kräfte stimmten in der Einsicht überein:
„Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus“.
Die VVN gründete sich 2 Jahre nach dem Ende der
Nazibarbarei. Erste Mitglieder waren überlebende
Widerstandskämpfer aus Konzentrationslagern und
aus der Emigration. Sie wollten das Vermächtnis der
Buchenwaldhäftlinge in einem befreiten Deutschland
wahr machen. Doch schon bald zeigte sich, dass in der
BRD nach kurzer Anstandspause die alten Nazis im
Westen auf allen Ebenen der Justiz, sogar in
Regierungsämtern, wieder Machtpositionen
einnahmen.
64 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus ist die
geschichtliche Mahnung „NIE WIEDER KRIEG –
NIE WIEDER FASCHISMUS!“ aktueller denn je.
Vieles von dem, was nach 1945 überwunden schien,
hat sich ohne Maske zurückgemeldet:
- Drohungen mit militärischer Gewalt und
völkerrechtswidrige Angriffskriege sind wieder zu
Mitteln der imperialistischen Großmächte geworden.

- Obwohl unser Land nicht angegriffen wird,
kämpfen und sterben deutsche Soldaten. In dieser
Beziehung heißt Obamas
„change“ leider: Ruf nach
noch mehr Soldaten in
Afghanistan. Entgegen dem
deutschen Grundgesetz
bejaht die geltende
Militärdoktrin
Kampfeinsätze in allerWelt.
Fritz Cremer, O Deutschland,
bleiche Mutter, 1961
- Neonazistische
Organisationen haben in
Deutschland verstärkt
Zulauf. Die NPD verbreitet
in der Öffentlichkeit ihren braunen Ungeist, lässt
sich ihre Tätigkeit aus Steuermitteln finanzieren und
von der Polizei schützen. Sie ist Schutzschirm,
Ideengeber und Motor für gewaltbereite Neonazis.
Sie gehört verboten! Über 175 000 Unterschriften
wurden für die Wiederaufnahme des
Verbotsverfahrens gesammelt. Informieren Sie sich
bitte über die neue VVN – Kampagne und werden
Sie aktiv:
www.npd-verbot-jetzt.de
Wir AntifaschistInnen fordern:
- Verbot und Auflösung aller neonazistischen,
rassistischen und ausländerfeindlichen Parteien,
Organisationen und Publikationen gemäß dem
Grundgesetz.
- Ablehnung einer Militarisierung der Europäischen
Union: Nicht nur von deutschem Boden, auch von
europäischem Boden darf kein Krieg mehr
ausgehen.
- Aufarbeitung und Information über die Geschichte
des deutschen antifaschistischen Widerstandes.

Projekt „Wir schreiben eure Namen“
Die Behandlung der sowjetischen
Kriegsgefangenen war – entgegen allen
internationalen Abkommen – unmenschlich. Unter
den verheerenden Bedingungen starben im Lager
Hörsten, dem „Stalag XI B“, allein im Winter
1941/42 ca. 14 000 Soldaten. Sie wurden auf einem
in der Nähe des Lagers eingerichteten Friedhof in
Massengräbern verscharrt und noch im Tode jeder
Menschenwürde beraubt, ohne Kennzeichnung der
Grablage, ohne Nennung ihrer Namen.
Bis man nach 1990 in der Nähe von Moskau in
einem Archiv die Karteikarten von allen
sowjetischen Kriegsgefangenen fand, galten sie als
„unbekannte Tote“.
Durch das Zukunft weisende Projekt der AG
Bergen-Belsen (www.ag-bergen-belsen.de) und den
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
beschäftigen sich SchülerInnen
mit diesem dunklen Kapitel
der deutschen Geschichte,
auch durch das Kennenlernen
von Einzelschicksalen anhand
der Karteikarten. Sie
schreiben die Namen sowie die
Lebensdaten der sowjet.
Kriegsgefangenen sukzessive
in Tontafeln. Diese werden am
Rand des Friedhofes montiert.
Im Oktober 2008 fand die
Einweihung der ersten
Tontafel-Installierung statt
(siehe Fotos).
Wir werden in diesem Jahr
auch dort Blumen niederlegen.
(Das „Lied der Moorsoldaten“
verteilen wir einzeln.)
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Kein Himmel über Bergen-Belsen

5. Februar 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bergen Belsen

Bleistiftzeichnung von ©Heide Kramer, Hannover, Februar 2008

Seminar in Bergen-Belsen zum Thema UNRECHTSSYSTEME mit einer AG "Häftlingszeichnungen in Bergen-Belsen":
Schulpartnerschaftliches Seminar vom 21. bis 24. April 2008 mit zwei 9. Klassen der Realschulen Walsrode (Niedersachsen) und Gernrode (Sachsen-Anhalt)

Zusammenfassung

Vor dem Seminar stellte ich mich ganz persönlich und in bildnerischer Form dem Thema, indem ich eine Bleistiftzeichnung erarbeitete und sie "Kein Himmel über Bergen-Belsen" nannte. Ich beabsichtigte den mir während der AG "Häftlingszeichnungen in Bergen-Belsen" anvertrauten fünfzehnjährigen Jugendlichen die Zeichnung vorzustellen und dazu meine Vision zu erläutern mit der an mich gerichteten Frage: Wie hätte es für mich sein können, wenn ich selbst Häftling im Konzentrationslager Bergen-Belsen gewesen wäre?

Die Vision

In meiner Zeichnung erkenne ich mich inmitten der am geöffneten Tor stehenden Frauengruppe. Die Befreiung durch die Britische Armee im April 1945 wurde soeben vollzogen, doch noch ist die Lage unüberschaubar, obgleich bereits außerhalb des Infernos. Die Frauen stehen zögerlich, abwartend und betäubt, sie wagen den entscheidenden Schritt über die Schwelle zur Freiheit nicht: W i e würde sich diese Befreiung überhaupt realisieren? Das Schicksal der Überlebenden war zunächst ungewiss und ohne Zukunft. Viele konnten oder wollten nicht in ihre Heimatländer zurück. Folglich verließen letztendlich nur wenige mit einem konkreten Ziel unverzüglich das Lager. Der Großteil der ehemaligen Häftlinge litt unter den schwersten psychischen und physischen Defiziten und war auf die medizinische Unterstützung der alliierten Britischen Armee angewiesen.

Ich glaube, dass ich mich wahrscheinlich in eine Gruppe begeben hätte, denn als Einzelgänger konnte schwerlich das Überleben im Konzentrationslager gewährleistet sein. Ich wäre völlig allein sofort gestorben.

 

Bleistiftzeichnung von ©Heide Kramer, Hannover, Februar 2008.
Textbeitrag: ©Heide Kramer, Hannover, Februar 2009.
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15. internationales Jugendworkcamp Bergen-Belsen

11. Januar 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bergen Belsen

Der Flyer als PDF

Vom 03.-13. April findet auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers

Bergen-Belsen das

 

internationale jugendworkcamp bergenbelsen

statt, an dem Du mit 50-60 Jugendlichen aus verschiedenen

Ländern teilnehmen kannst.

Im Workcamp

 

 

erforschen, dabei mit Zeitzeugen sprechen, im

Außengelände

 

 

künstlerisch

 

 

Neonaziszene sowie alltäglichen Rassismus

informieren

 

, um Strategien dagegen zu entwickeln. Und nebenbei kannst

Du

 

 

viele spannende Menschen aus vielen verschiedenen Ländern kennen

lernen!

Anmelden

 

 

www.jugendarbeit-in-bergen-belsen.de

Wir freuen uns, wenn Du mitmachst!

kannst Du Dich alleine oder mit mehreren, Mindestalter ist 16

Jahre. Mehr Infos:

 

oder journalistisch arbeiten und Dich über Strukturen und

Umtriebe der wachsenden

 

und im Archiv der Gedenkstätte arbeiten. Du kannstkannst Du die Geschichte des ehemaligen

Konzentrationslagers

 

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