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Posts mit #bildung tag

"Kinder sind mehr wert" Qualität statt Quantität ist das Ziel

21. März 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bildung

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Auseinandersetzungen über eine IGS in Nienburg

21. März 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bildung







Leserbrief

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Protestschreiben übergeben

19. März 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bildung


Quelle: Die Harke 13.03.2009
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Die Eltern sind geschockt und entrüstet

19. März 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bildung


Quelle: Die Harke 12.03.2009
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Resolution des Schulvorstands der IGS Linden zur geplanten Einführung des „Turboabiturs“

15. März 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bildung

Resolution des Schulvorstands der IGS Linden zur geplanten

 Einführung des „Turboabiturs“ an den niedersächsischen Gesamtschulen

einstimmig beschlossen auf der Sitzung am 26. 02. 2009

 

Der Schulvorstand der IGS Linden spricht sich entschieden gegen den mit der Einführung des „Turboabiturs“ notwendig verbundenen zerstörerischen Eingriff in die integrative Struktur der Sekundarstufe I aus. Eltern, Schüler und Lehrer wollen, dass  die Integrierte Gesamtschule in ihrer jetzigen Form als die Schule ihrer Wahl erhalten bleibt.

 

Die geplante künftige Gesamtschule mit einem Abitur nach 12 Jahren hätte mit der heutigen nichts mehr zu tun. Die Sekundarstufe I würde sich bis zur Unkenntlichkeit verändern. Schülerinnen und Schüler, die einmal das Abitur machen sollen, müssten frühzeitig gesondert unterrichtet und aus dem integrativen Unterricht und Schulleben herausgelöst werden. Auch in der IGS müsste ab Jahrgang 5 eine Aufteilung – äußere Differenzierung in welcher Form auch immer - stattfinden. An eine  gemeinsame Ganztagserziehung  wäre nicht mehr zu denken: „Gymnasialschüler“ hätten einen anderen Stundenplan als ihre Mitschüler. Endgültig getrennt würden die Schüler/innen am Ende des 9. Jahrgangs.

Letztlich bedeutet all dies, dass das gegliederte Schulwesen in die IGS Einzug hält und sie in ihrer Substanz und in ihrem Wesensgehalt zerstört.

 

Integrierte Gesamtschulen stehen zur Zeit im Wettbewerb mit dem dreigliedrigen Schulwesen sehr gut da. Sie werden zunehmend nachgefragt, sowohl bei den Anmeldungen im 5. Jg. als auch im 11. Jg. Eltern und Kinder sind mit der IGS zufrieden. Allenthalben gibt es Initiativen zur Gründung neuer Gesamtschulen. Fast scheint es so, als würde den IGSen dieser verdiente Erfolg nicht gegönnt und als sollten sie für ihn bestraft werden.

 

Der Erfolg bestätigt aber doch nur, dass die Gesamtschulen die Zeit, die sie ihren Schülern zur Entwicklung einräumen, pädagogisch sinnvoll nutzen. Im Ganztagsbetrieb werden Kinder individuell gefördert, haben Zeit für AGs, in denen sie z.B. technische Versuche oder naturwissenschaftliche Experimente durchführen oder in Schreibwerkstätten literarische Erfahrungen sammeln.

 

Für die Ganztags- und Förderkonzepte, die Vorbereitung der Schüler/innen auf Beruf, Ausbildung und Universität erhalten die Integrierten Gesamtschulen Bestnoten in der Inspektion, liegen beim Wettbewerb um den Deutschen Schulpreis seit Jahren ganz vorne und werden mit anderen Auszeichnungen bedacht. All diese Stärken erwachsen aus einer integrativen Pädagogik und integrativ ausgerichteten Organisation des Unterrichts und Schullebens.

 

Das gilt auch für die Maßnahmen und Projekte, für die sechs Gesamtschulen aus der Hand des Ministerpräsidenten das Gütesiegel „Berufswahl- und Ausbildungsfreundliche Schule in der Region“ erhalten. Mit anderen Worten: Die IGSen werden für ein Programm ausgezeichnet, dessen Durchführung ihnen künftig angesichts der zu befürchtenden Eingriffe in ihre integrative Struktur nicht mehr möglich sein wird.

 

 

 

 

Die IGSen haben sich der Chancengleichheit im Bildungsprozess verschrieben: Kein Kind soll zurückbleiben, alle Bildungsreserven sollen ausgeschöpft werden – und jedes Kind soll den besten ihm erreichbaren Abschluss machen können. Dazu ist Zeit erforderlich; bei benachteiligten Schülerinnen und Schülern wird häufig erst im 9. oder 10. Jahrgang, nach intensiver und erprobter Förderung im IGS-Ganztagsbetrieb, klar, dass sie auch die Oberstufe und das Abitur schaffen können. Auch hier gibt der Erfolg den Integrierten Gesamtschulen recht: Sie gewährleisten durch ihre Arbeit, dass besonders viele Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund Abitur machen können.

 

All das wird übersehen, wenn die Landesregierung „Chancengleichheit“ zwischen dem Gymnasien und der IGS fordert. Welches Gymnasium würde sich wohl ein Abitur nach 8 Jahren zutrauen, das, wie es für die IGSen ganz selbstverständlich ist, im 5. Jahrgang mit einer Mischung aus Kindern anfinge, die von den Grundschullehrern zu je einem Drittel das Gutachten für die Hauptschule, die Realschule und das Gymnasium erhalten haben?

 

Der Schulvorstand befürchtet, dass in Zukunft auch an den IGSen dem Turboabitur die Durchlässigkeit nach oben geopfert wird und frühzeitige Selektion die bestmögliche individuelle Entwicklung jeder Schülerin und jedes Schülers verhindert.

 

Der Schulvorstand der IGS Linden fordert den Erhalt der Integrativen Gesamtschule und die Beibehaltung des Abiturs nach 13 Jahren.

 

 

 

 

 

 

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Resolution des Schulvorstands der IGS Linden zur geplanten Einführung des „Turboabiturs“

15. März 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bildung

Resolution des Schulvorstands der IGS Linden zur geplanten

 Einführung des „Turboabiturs“ an den niedersächsischen Gesamtschulen

einstimmig beschlossen auf der Sitzung am 26. 02. 2009

 

Der Schulvorstand der IGS Linden spricht sich entschieden gegen den mit der Einführung des „Turboabiturs“ notwendig verbundenen zerstörerischen Eingriff in die integrative Struktur der Sekundarstufe I aus. Eltern, Schüler und Lehrer wollen, dass  die Integrierte Gesamtschule in ihrer jetzigen Form als die Schule ihrer Wahl erhalten bleibt.

 

Die geplante künftige Gesamtschule mit einem Abitur nach 12 Jahren hätte mit der heutigen nichts mehr zu tun. Die Sekundarstufe I würde sich bis zur Unkenntlichkeit verändern. Schülerinnen und Schüler, die einmal das Abitur machen sollen, müssten frühzeitig gesondert unterrichtet und aus dem integrativen Unterricht und Schulleben herausgelöst werden. Auch in der IGS müsste ab Jahrgang 5 eine Aufteilung – äußere Differenzierung in welcher Form auch immer - stattfinden. An eine  gemeinsame Ganztagserziehung  wäre nicht mehr zu denken: „Gymnasialschüler“ hätten einen anderen Stundenplan als ihre Mitschüler. Endgültig getrennt würden die Schüler/innen am Ende des 9. Jahrgangs.

Letztlich bedeutet all dies, dass das gegliederte Schulwesen in die IGS Einzug hält und sie in ihrer Substanz und in ihrem Wesensgehalt zerstört.

 

Integrierte Gesamtschulen stehen zur Zeit im Wettbewerb mit dem dreigliedrigen Schulwesen sehr gut da. Sie werden zunehmend nachgefragt, sowohl bei den Anmeldungen im 5. Jg. als auch im 11. Jg. Eltern und Kinder sind mit der IGS zufrieden. Allenthalben gibt es Initiativen zur Gründung neuer Gesamtschulen. Fast scheint es so, als würde den IGSen dieser verdiente Erfolg nicht gegönnt und als sollten sie für ihn bestraft werden.

 

Der Erfolg bestätigt aber doch nur, dass die Gesamtschulen die Zeit, die sie ihren Schülern zur Entwicklung einräumen, pädagogisch sinnvoll nutzen. Im Ganztagsbetrieb werden Kinder individuell gefördert, haben Zeit für AGs, in denen sie z.B. technische Versuche oder naturwissenschaftliche Experimente durchführen oder in Schreibwerkstätten literarische Erfahrungen sammeln.

 

Für die Ganztags- und Förderkonzepte, die Vorbereitung der Schüler/innen auf Beruf, Ausbildung und Universität erhalten die Integrierten Gesamtschulen Bestnoten in der Inspektion, liegen beim Wettbewerb um den Deutschen Schulpreis seit Jahren ganz vorne und werden mit anderen Auszeichnungen bedacht. All diese Stärken erwachsen aus einer integrativen Pädagogik und integrativ ausgerichteten Organisation des Unterrichts und Schullebens.

 

Das gilt auch für die Maßnahmen und Projekte, für die sechs Gesamtschulen aus der Hand des Ministerpräsidenten das Gütesiegel „Berufswahl- und Ausbildungsfreundliche Schule in der Region“ erhalten. Mit anderen Worten: Die IGSen werden für ein Programm ausgezeichnet, dessen Durchführung ihnen künftig angesichts der zu befürchtenden Eingriffe in ihre integrative Struktur nicht mehr möglich sein wird.

 

 

 

 

Die IGSen haben sich der Chancengleichheit im Bildungsprozess verschrieben: Kein Kind soll zurückbleiben, alle Bildungsreserven sollen ausgeschöpft werden – und jedes Kind soll den besten ihm erreichbaren Abschluss machen können. Dazu ist Zeit erforderlich; bei benachteiligten Schülerinnen und Schülern wird häufig erst im 9. oder 10. Jahrgang, nach intensiver und erprobter Förderung im IGS-Ganztagsbetrieb, klar, dass sie auch die Oberstufe und das Abitur schaffen können. Auch hier gibt der Erfolg den Integrierten Gesamtschulen recht: Sie gewährleisten durch ihre Arbeit, dass besonders viele Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund Abitur machen können.

 

All das wird übersehen, wenn die Landesregierung „Chancengleichheit“ zwischen dem Gymnasien und der IGS fordert. Welches Gymnasium würde sich wohl ein Abitur nach 8 Jahren zutrauen, das, wie es für die IGSen ganz selbstverständlich ist, im 5. Jahrgang mit einer Mischung aus Kindern anfinge, die von den Grundschullehrern zu je einem Drittel das Gutachten für die Hauptschule, die Realschule und das Gymnasium erhalten haben?

 

Der Schulvorstand befürchtet, dass in Zukunft auch an den IGSen dem Turboabitur die Durchlässigkeit nach oben geopfert wird und frühzeitige Selektion die bestmögliche individuelle Entwicklung jeder Schülerin und jedes Schülers verhindert.

 

Der Schulvorstand der IGS Linden fordert den Erhalt der Integrativen Gesamtschule und die Beibehaltung des Abiturs nach 13 Jahren.

 

 

 

 

 

 

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Bildungspolitischer Krisen- und Strategiegipfel vom 6.3.09

15. März 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bildung

Zentrale Forderungen des bildungspolitischen Krisen- und
Strategiegipfels vom 06. März 2009
 
Zum bildungspolitischen Krisen- und Strategiegipfel sind auf Einladung der Landtagsfraktion
Bündnis 90/ Die Grünen am 06.03.09 folgende Verbände zusammen gekommen:  Schulleitungsverband Niedersachsen  Verband Bildung und Erziehung   Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule   Elternverband für Gesamtschulen Niedersachsen   Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft   Landeselternrat  Landesschülerrat
 
Die Verbände stellen folgende zentrale Forderungen an die Landesregierung:
 
Schulleitungsverband Niedersachsen
Jahrelange Fehlplanungen in der Unterrichtsversorgung durch das  Kultusministerium dürfen
nicht durch einen zweijährigen „Marathon der Anforderungen“ zu Lasten von Schülerinnen
und Schülern ausgetragen werden. Das Maß der Unzufriedenheit bei Schulleitungen,
Lehrkräften und den Eltern ist mehr als voll! Die Veränderungen der letzten sechs Jahre
haben die Schulen in eine erhebliche Unruhe versetzt. Das darf nicht so weitergehen!
 
Stellungnahme des Schulleitungsverbandes Niedersachsen e.V. SLVN zum
Kabinettsbeschluss vom 24.2.2009.
Der SLVN erwartet von der Landesregierung,  den Schulleitungen zu vertrauen und keinen Druck über die LSCHB auszuüben. Das
heißt: Die Teilzeitanträge nach § 80 a werden im Sinne der Eigenverantwortlichkeit
von der Schulleitung geprüft und entschieden. Die Schulleitungen wissen am besten,
ob eine Lehrkraft zusätzliche Stunden erteilen kann oder sollte.  dass Schulen „Quereinsteiger“ nicht nehmen müssen, wenn sie deren pädagogische
Qualifikation infrage stellen.  dass die Anrechnungsstunden im Sinne des Schulfriedens nicht zu 10% gekürzt
werden, da diese die einzige und minimalste Form der Anerkennung besonderer
Leistungen der Pädagogen darstellen.  dass die Anrechnungsstunden der Beratungslehrkräfte mindestens mit 3 Stunden
erhalten bleiben, weil der Beratungsbedarf an Schulen beständig wächst.  dass die neue Arbeitszeitverordnung für Schulleitungen eher umgesetzt wird! Sie darf
nicht bis 2011/12 hinausgeschoben werden, denn die Schulleitungen warten seit
2006 auf die von Ministerpräsident Wulff versprochene Entlastung vom Unterricht.  die Fehlplanungen einzugestehen, den Umgangsstil mit Schulen respektvoller zu
gestalten und zeitnah zu einem konstruktiven „Runden Tisch“ einzuladen, an dem die
nächsten 2 Jahre geplant werden können. 
 
Verband Bildung und Erziehung
Die Landesregierung will das herkömmliche gegliederte Schulsystem zementieren, indem sie
alternativen Angeboten willkürliche Hürden in den Weg legt.  den Hauptschulbildungsgang durch Hereinnehmen von Berufsausbildungsteilen vom
allgemein bildenden Schulwesen abkoppelt.  die Bindefunktion der Realschule zur Oberstufe des Gymnasiums weiter schwächt.  das Konzept der Integrierten Gesamtschulen mit dem Zwang zum Abitur nach Klasse
12 – ohne jegliche pädagogische Begründung – zerschlägt und  den Eltern verwehrt, von ihnen ausgesuchte Bildungsgänge für ihre Kinder auch
auszuwählen.
Ferner fordert der VBE: Die Vollen Halbtagsschulen bleiben wie in § 189 des NSchG
festgeschrieben erhalten. Schulträger und Schulvorstand (siehe eigenverantwortliche
Schule) entscheiden über Veränderungen des Status.
Darüber hinaus schließt sich der VBE den Forderungen des Schulleitungsverbandes an.
 
Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule
Die Landesregierung will das herkömmliche gegliederte Schulsystem zementieren, indem sie  Alternativen Angeboten – wie neuen Gesamtschulen – willkürlich Hürden in den Weg
legt.  Ohne jegliche pädagogische Begründung mit dem Zwang zum Abitur nach Klasse 12
das Konzept des gemeinsamen Lernens an de Integrierten Gesamtschule und der
jahrgangsbezogenen Kooperativen Gesamtschule beschädigt und  den Eltern verwehrt, von ihnen ausgesuchte Bildungsgänge für ihre Kinder auch
auszuwählen.
Forderung:
Den Kampf gegen die Gesamtschulen endlich aufgeben!  Die mit der Schulgesetznovelle von 2008 errichteten Hürden für die Gründung von
Gesamtschulen werden beiseite geräumt.  Die Integrierten Gesamtschulen werden nicht gezwungen, die Fehler des G8 zu
wiederholen und die Schulzeit bis zum Abitur um ein Jahr zu verkürzen.  Alle Integrierten Gesamtschulen dürfen als gebundene Ganztagsschulen geführt
werden.
 
Elternverband für Gesamtschulen Niedersachsen
Der Elternverband für Gesamtschulen Niedersachsen (evgn) fordert von der
Landesregierung:  Ein flächendeckendes Angebot an Integrierten Gesamtschulen, so dass alle Eltern
die Möglichkeit haben ihr Kind an einer Integrierten Gesamtschule anzumelden.  Die Abschaffung sämtlicher Errichtungshürden für Integrierte Gesamtschulen. Vor
allem die Hürde der Fünfzügigkeit.  Der gemeinsame Unterricht aller Schüler an den Gesamtschulen darf nicht durch
Verkürzung der Lernzeit einer bestimmten Gruppe aufgehoben werden.  Der Zwang zur äußeren Differenzierung an Integrierten Gesamtschulen aufgehoben
wird.
 
Position der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
 
Die Landesregierung steht dem wachsenden Problem der schlechten Unterrichtsversorgung
hilflos gegenüber.
Das vorgelegte Maßnahmenpaket löst die Probleme nicht im Ansatz, stattdessen erhöht es
die Belastungen der Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte.
Die Landesregierung will das herkömmliche gegliederte Schulsystem zementieren, indem sie   alternativen Angeboten – wie neuen Gesamtschulen – willkürliche Hürden in den
Weg legt,   ohne jegliche pädagogische Begründung mit dem Zwang zum Abitur nach Klasse 12
das Konzept der Integrierten Gesamtschulen zerschlägt,  die Vollen Halbtagsgrundschulen als Reformschulen abschaffen will und  den Eltern verwehrt, von ihnen ausgesuchte Bildungsgänge für ihre Kinder auch
anzuwählen. 
 Wir fordern die Landesregierung auf, endlich den Weg zu einer zukunftsorientierten
und bedarfsgerechten Schulpolitik einzuschlagen und das Recht auf Bildung für alle
ohne Einschränkungen zu verwirklichen.
1. Den Kampf gegen die Gesamtschulen endlich aufgeben!
Die mit der Schulgesetznovelle von 2008 errichteten Hürden für die Gründung von
Gesamtschulen werden beiseite geräumt.  Die Integrierten Gesamtschulen werden nicht gezwungen, die Fehler des G 8 zu
wiederholen und die Schulzeit bis zum Abitur um ein Jahr zu verkürzen.  Alle Integrierten Gesamtschulen können als gebundene Ganztagsschulen geführt
werden.
2. Die vollständige Unterrichtsversorgung gewährleisten!  Die Landesregierung legt gegenüber Parlament und Öffentlichkeit jährlich
aktualisierte detaillierte Zahlen vor, wie viele Stellen jeweils in den kommenden
Jahren bis zum Jahr 2024 durch den Abbau des Lehrerarbeitszeitkontos fehlen
werden.   Sie richtet für diese Übergangszeit befristet eine ausreichende Zahl zusätzlicher
Stellen ein, um zu gewährleisten, dass das entstehende Unterrichtsfehl vollständig
ausgeglichen wird.  Die Landesregierung baut unverzüglich die Kapazitäten in beiden Phasen der
Lehramtsausbildung so aus, dass in den kommenden Jahren eine ausreichende Zahl
von Lehrkräften zur Verfügung steht.   Sie sorgt dafür, dass in einer Übergangszeit Seiteneinsteigerinnen und Seitensteiger
für Mangelfächer ausreichend pädagogisch qualifiziert werden.   Sie schafft für die Lehrkräfte attraktive flexible Angebote für den raschen
berufsbegleitenden Erwerb von Zusatzqualifikationen in Mangelfächern.  Die Landesregierung schafft zur Sicherung der Unterrichtsvertretung eine
ausreichende Zahl von ganzjährigen Stellen für Feuerwehrlehrkräfte. 
 
 
Der bildungspolitische Krisen- und Strategiegipfel hat als Auftakt zu landesweiten
Protesten einen Aktionstag mit dezentralen Aktionen in den Regionen angeregt, der
nach einer Reihe von Aktivitäten in einer zentralen Veranstaltung in Hannover münden
sollte.
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Bleiben die IGS „Integrierte“ Gesamtschulen?

15. März 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bildung

Dr. Dieter Galas        Stand: 5.3.2009
 
 
Bleiben die IGS „Integrierte“ Gesamtschulen?
Überlegungen zur Absicht der Landesregierung, an den niedersächsischen IGS das Abitur
nach zwölf Jahren einzuführen
 
 
Der Kabinettsvorlage des Kultusministeriums vom 24. Februar 2009 zum „Bildungsland
Niedersachsen“ sind die folgenden Ausführungen zur Absicht entnommen, auch an den IGS
die Allgemeine Hochschulreife nach zwölf Schuljahren zu vergeben:
 
„Schaffung einheitlicher Bildungsbedingungen auf dem Weg zum Abitur
 
Niedersachsen stellt sich erfolgreich den bildungspolitischen Herausforderungen im
nationalen und internationalen Vergleich. Zu den internationalen Standards gehört auch,
dass die Hochschulzugangsberechtigung nach zwölf Schuljahren vergeben wird. Dies gilt
auch für Gesamtschulen. In Niedersachsen soll dies künftig ebenso der Fall sein. Alle
Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe sollen ab 2018 die Allgemeine Hochschulreife
nach zwölf Schuljahren vergeben.
Denjenigen Schülerinnen und Schülern, die den Weg zum Abitur nach zwölf Jahren nicht
wählen, eröffnet die Realschule mit anschließender Fachoberschule oder Fachgymnasium
den Weg zur Hochschulreife nach 13 Jahren.
Integrierte Gesamtschulen bleiben im Sekundarbereich I in ihrer Anlage grundsätzlich
erhalten. Für die Schülerinnen und Schüler mit gymnasialem Leistungsniveau wird über eine
entsprechende Ausgestaltung des Wahlpflichtunterrichts
 der Erwerb der Allgemeinen
Hochschulreife nach zwölf Jahren sichergestellt.“ (Unterstreichungen von mir)
 
 
Mit der Absicht, nach den Gymnasien (und den Gymnasialzweigen der Kooperativen
Gesamtschulen) („G 8“) nun auch den Integrierten Gesamtschulen (IGS) aufzugeben, den
Weg zum Abitur um ein Jahr zu verkürzen („I 8“), nimmt die Landesregierung einen
radikalen Schwenk vor. So hieß es im Jahre 2003, als das unbefristete Verbot der Errichtung
neuer Gesamtschulen und die Verkürzung der Schulzeit bis zum Abitur an den Gymnasien im
Schulgesetz verankert wurde, in der Begründung des Gesetzentwurfs (Landtagsdrucksache
15/30, S. 15):
 
 „Die Einführung weiterer Gesamtschulen … geht zulasten der Bildungsqualität“.
 
Weil man im Regierungslager nicht von der Leistungsfähigkeit der IGS überzeugt war,
durften die damals bestehenden IGS nicht an der Schulzeitverkürzung teilnehmen. An dieser
Einschätzung der IGS hat sich im Grunde bis heute nichts geändert. So wurde die IGS noch
im Februar-Plenum (2009) des Landtags als „Einheitsschule“, als „antiquierte Schulform“ und
als „Schulform von vorgestern“ bezeichnet und ihre Verfechter „Träumer der 70er-Jahre“
genannt.
 
Nachdem sich einerseits die Einführung des „G 8“ als sehr konfliktträchtig herausgestellt und
andererseits sich nach Aufhebung des Errichtungsverbots eine große Elternnachfrage nach
einem alternativen und weniger stress-beladenen Bildungsweg bis zu Abitur, also nach mehr
IGS-Plätzen, entwickelt hat, soll plötzlich auch die IGS in der Lage sein, die Allgemeine
Hochschulreife nach zwölf Schuljahren zu vergeben. Das ist sie für einen bestimmten Anteil

ihrer Schülerinnen und Schüler zweifellos auch. Aber eben nicht für alle! Dass es zum
pädagogischen Konzept der IGS gehört, alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam zu einem
möglichst qualifizierten Schulabschluss zu führen und die Schullaufbahn möglichst lange
offen zu halten, wird von denen nicht akzeptiert, die jetzt der IGS einen vermeintlichen
Vorteil nehmen und sie in die Schulzeitverkürzung zwingen wollen, weil sie mit aller Macht
am „begabungsgerechten“ Schulwesen festhalten wollen. Der in den Elternbefragungen in den
Landkreisen und Gemeinden überall nachweisbare Wunsch nach IGS-Plätzen, der den nach
Plätzen im herkömmlichen Schulwesen häufig deutlich übersteigt, soll nachhaltig begrenzt
werden. 
 
Dazu ist der Regierungsmehrheit schon bisher jedes Mittel Recht gewesen. Dass bei
rückläufigen Schülerzahlen für die Errichtung einer IGS eine über 14 Jahre reichende
Fünfzügigkeit als Genehmigungsvoraussetzung nachgewiesen werden muss, kann nur mit
Kopfschütteln zur Kenntnis genommen werden und muss schlicht als Bösartigkeit bezeichnet
werden. Zum Vergleich: Nicht weniger als 66 % der Hauptschulen erreichen im Schuljahr
2008/09 in ihrem 5. Schuljahrgang nicht die vorgeschriebene Mindestgröße von zwei
parallelen Klassen. Wie groß muss die Angst vor der „antiquierten“ Schulform sein, wenn
man im Schulgesetz festschreiben lässt, dass bei Errichtung einer IGS der Besuch
herkömmlicher Schulen unter zumutbaren Bedingungen gewährleistet bleiben muss! Statt
Wettbewerb der Schulformen vielmehr Schutzglocke für die herkömmlichen Schulen! Dass
regierungsseitig nicht akzeptiert wird, dass zum pädagogischen Konzept der IGS ihre Arbeit
als Ganztagsschule gehört, sei hier der Vollständigkeit halber noch einmal gesagt.
 
Sollte tatsächlich die „I 8“ nach Änderung des Schulgesetzes eingeführt werden, hätte dies
erhebliche Auswirkungen auf den Sekundarbereich I dieser Schulform. Er bliebe nicht in
seiner Anlage „grundsätzlich erhalten“ (siehe oben). Das soll im Folgenden gezeigt werden.
 
„I 8“ hat zur Folge, dass für einen Teil der Schülerschaft der IGS der 10. Schuljahrgang zur
„Einführungsphase“ der dreijährigen gymnasialen Oberstufe wird. Das bedeutet, dass
spätestens nach dem 9. Schuljahrgang eigene Klassen für diese Schülerinnen und Schüler
gebildet werden müssen. Ende des gemeinsamen Unterrichts nach dem 9. Schuljahrgang!
Damit nicht genug: Es muss zwangsläufig nach Klasse 9 ein „Filter“ eingebaut werden, der
den Zugang zu „G 10“ reguliert. Das bedeutet eine Art vorgezogener Abschluss oder
zumindest eine „Versetzung“ von 9 nach G 10 Die Versetzungs- und/oder die
Abschlussverordnung müsste in diesem Sinne geändert werden. Knapp 40 Jahre sind die IGS
in Niedersachsen – was viel zu wenig bekannt ist – im Sekundarbereich I eine Schulform
ohne Versetzungen und ohne Sitzenbleiben, ohne dass das ihnen und vor allem den
Schülerinnen und Schülern geschadet hätte!
 
Die Rückwirkung von „I 8“ auf den integrierten Sekundarbereich I beginnt aber nicht erst am
Ende des 9. Schuljahrgangs. Da sich das Kultusministerium an die KMK-Vereinbarung hält,
dass vom 5. Schuljahrgang bis zum Abitur 265 Wochenstunden Unterricht nachgewiesen
werden müssen, muss der Stundenanteil für die „I 8“-Schüler(innen) größer sein als für die
anderen. Nach den zurzeit gültigen Grundsatzerlassen haben die IGS-Schüler von 5 bis 10
insgesamt  179 Wochenstunden Unterricht, die „G 8“-Schüler hingegen 192 Stunden. Es
dürfte völlig ausgeschlossen sein, dass die erhöhte Stundenzahl allen Schülerinnen und
Schülern zugestanden wird. Dann stellt sich aber die Frage, für welche Schülerinnen und
Schüler von welchem Jahrgang an eine höhere Wochenstundenzahl verbindlich sein wird. Das
müsste spätestens vom 7. Schuljahrgang, eher früher erfolgen. Also Einrichtung von D-Zug-
Klassen von Anfang an? Das wäre wirklich das Ende der Integrierten Gesamtschule. Ganz
und gar zu bezweifeln ist, dass die „Mehr“-Stunden ausschließlich im Wahlpflichtbereich
angesiedelt werden, wie das die oben zitierte Kabinettsvorlage weismachen will.
 
„D-Zug“-Überlegungen haben übrigens schon im Jahre 2003 eine Rolle gespielt. Die IGS
könnten ja auch nach 12 Jahren das Abitur vergeben, hieß es damals bei den
Regierungsfraktionen, wenn sie „besondere Angebote“ für „besonders leistungsstarke
Schülerinnen und Schüler“ („D-Zug-Klassen“) vorhielten (nachzulesen in Protokollen des
Kultusausschusses und im schriftlichen Bericht – Drucksache 15/290 – über die Schulgesetz-
Novelle vom Sommer 2003). Diese Überlegungen haben dann tatsächlich Eingang gefunden
in den Erlass vom 3.2.2004 über die Arbeit in der IGS. Danach kann „zu Beginn des
Schuljahrgangs 5“ eine Klasse für diejenigen Schülerinnen und Schüler eingerichtet werden,
die die Allgemeine Hochschulreife ein Jahr früher, also nach zwölf Schuljahren, erwerben
wollen (Wer weiß das schon zu diesem Zeitpunkt?). Die Verkürzung der Schulzeit soll durch
gleichsam kollektives Überspringen eines Jahrgangs erfolgen. Von dieser Möglichkeit hat
keine IGS Gebrauch gemacht.
 
In diesem Zusammenhang ist auch damit zu rechnen, dass der große Spielraum, den die IGS
bei der Gestaltung der Fachleistungsdifferenzierung in den Fächern Deutsch, Mathematik,
Englisch und Naturwissenschaften zurzeit noch haben, bei der Realisierung von „I
8“eingeschränkt werden wird. Ob die Möglichkeit bestehen bleiben wird, lediglich auf zwei
Anspruchsebenen (A- und B-Kurse) zu differenzieren, darf wohl bezweifelt werden. Sollte
der GAU nicht verhindert werden können, werden sich die IGS sehr wahrscheinlich auch auf
die verpflichtende Einrichtung von (gymnasialen) „Z-Kursen“, mindestens in den oberen
Schuljahrgängen einstellen müssen. Vermutlich werden sie sich auch von der Möglichkeit
verabschieden müssen, bis zum 8. Schuljahrgang Lernentwicklungsberichte statt
Notenzeugnisse auszustellen.
 
Eine Möglichkeit, den Angriff der Landesregierung auf die IGS zu durchkreuzen, könnte
darin liegen, dass alle Schülerinnen und Schüler auf den Eintritt in den G-Zug verzichten, die
Schuljahrgänge 5 bis 10 auf dem heutigen „Normal“-Weg durchlaufen und erst nach der 10.
Klasse in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe eintreten, wenn sie den
erweiterten Sekundarabschluss erworben haben. Für sie bliebe es dann bei „I 9“. Alle
Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern zu einem solchen Schritt zu motivieren, dürfte aber
sehr schwer werden. Abgesehen davon, dass es nicht ganz leicht zu erklären wäre, warum ein
10. Schuljahrgang zweimal absolviert werden muss.
 
Nicht allzu sehr sollten sich die bestehenden und künftigen IGS ohne gymnasiale Oberstufe
darauf verlassen, dass in der eingangs zitierten Kabinettsvorlage nur von IGS mit gymnasialer
Oberstufe die Rede ist. An ihnen wird der Kelch nicht vorübergehen; auch sie werden für
einen Teil der Schülerschaft den 10. Schuljahrgang als Einführungsphase, also als erstes Jahr
der dreijährigen gymnasialen Oberstufe führen müssen,
 
wenn es dem täglich stärker werdenden Widerstand nicht gelingt, die Pläne der
Landesregierung zur Aushöhlung der IGS zu verhindern.
 

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Demonstration der hannoverschen IGS-SVen am 21. März 2009 um 14 Uhr zum Opernplatz

15. März 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bildung

Demonstration der hannoverschen  IGS-SVen am 21. März 2009 um 14 Uhr zum Opernplatz / Anhörung der Verbände am 6.3.09


NEWSLETTER   IGS-Hannover-Linden,   13.3.09
 


An die Eltern und Lehrkräfte der IGS Linden

 

 
Anbei der Aufruf zur Demo der Schülervertretungen der Gesamtschulen am Sa, 21.03.2009 um 14:00 Uhr am Opernplatz. Beteiligt Euch an diesem Protest. Kommt mit Euren Kindern und Schüler/inne/n zum Opernplatz.
 
Tragt Euch Samstag  9.5.2009 in den Terminkalender. Da wird eine landesweite Demonstration stattfinden. Seit dabei - zusammen mit Kindern und Schüler/innen. Sprecht Freunde und Verwandte ein.
 
Anbei die Vorlage einer Petition an den Kultusausschuss.  Wenn möglich, großflächig verteilen.
Wichtig ist, dass jeder seinen Absender angibt und mit Datum und Unterschrift versieht, 55 Cent drauf und ab die Post.  
 
Anbei eine Unterschriftensammlung, die auf der Grundlage der Loccumer Erklärung der Leiter der Gesamtschulen Hannovers beruht. Sammelt Unterschriften.
 
Heute hat die SV der IGS Linden beschlossen, am 26. März alle Schüler in der 4. Einheit aus ihrem Unterricht zu holen.
 Wir werden laut Musik anmachen und mit
Megaphonen durch die Gänge laufen, alle Türen aufreißen und die Schule zum Mitkommen animieren. Wir starten in der Sek II und gehen dann gemeinsam zum Gebäude der Sek I um dort das gleiche Chaos zu veranstalten. Anschließend findet auf dem Schulhof eine Kundgebung statt - hoffentlich kommt die Presse.
 
Anbei auch das Ergebnis einer Anhörung von bildungspolitischen Verbänden bei den Grünen am 06.03.2009. Damit wird auch der 13-Punkte-Katalog zur Unterrichtsversorgung behandelt, der Luftnummern enthält (also zu keiner besseren Unterrichtsversorgung führt) und der in einigen Punkten sogar erheblichen Schaden anrichtet. 
 
Etikettenschwindel ohne Ende: Der Ministerpräsident, die Kultusministerin, die CDU/FDP-Landesregierung will nach dem Etikettenschwindel einer "100%igen" Unterrichtsversorgung, nach dem Etikettenschwindel bei der Einrichtung von Ganztagsschulen ohne eine zusätzlichen Euro dazuzuzahlen einen Etikettenschwindel bei den Gesamtschulen. In den Integrierten Gesamtschulen soll nun das gegliederte Schulsystem stattfinden.  Da wo Gesamtschule draufsteht, soll in Zukunft ein gegliedertes Schulsystem drin sein !
 
Dr.Dieter Galas, langjähriger Schulleiter der IGS Langenhagen, GEW-Vorsitzender und Mitarbeiter im SPD-Kultusministerium schreibt zum Abi nach 12 bei den Integrierten Gesamtschulen:
 
"„I 8“ hat zur Folge, dass für einen Teil der Schülerschaft der IGS der 10. Schuljahrgang zur  „Einführungsphase“ der dreijährigen gymnasialen Oberstufe wird. Das bedeutet, dass  spätestens nach dem 9. Schuljahrgang eigene Klassen für diese Schülerinnen und Schüler  gebildet werden müssen. Ende des gemeinsamen Unterrichts nach dem 9. Schuljahrgang!   

Damit nicht genug: Es muss zwangsläufig nach Klasse 9 ein „Filter“ eingebaut werden, der  den Zugang zu „G 10“ reguliert. Das bedeutet eine Art vorgezogener Abschluss oder  zumindest eine „Versetzung“ von 9 nach G 10 Die Versetzungs- und/oder die  Abschlussverordnung müsste in diesem Sinne geändert werden. Knapp 40 Jahre sind die IGS  in Niedersachsen – was viel zu wenig bekannt ist – im Sekundarbereich I eine Schulform  ohne Versetzungen und ohne Sitzenbleiben, ohne dass das ihnen und vor allem den  Schülerinnen und Schülern geschadet hätte!

Die Rückwirkung von „I 8“ auf den integrierten Sekundarbereich I beginnt aber nicht erst am  Ende des 9. Schuljahrgangs. Da sich das Kultusministerium an die KMK-Vereinbarung hält,  dass vom 5. Schuljahrgang bis zum Abitur 265 Wochenstunden Unterricht nachgewiesen  werden müssen, muss der Stundenanteil für die „I 8“-Schüler(innen) größer sein als für die  anderen. Nach den zurzeit gültigen Grundsatzerlassen haben die IGS-Schüler von 5 bis 10  insgesamt 179 Wochenstunden Unterricht, die „G 8“-Schüler hingegen 192 Stunden. Es  dürfte völlig ausgeschlossen sein, dass die erhöhte Stundenzahl allen Schülerinnen und  Schülern zugestanden wird. Dann stellt sich aber die Frage, für welche Schülerinnen und  Schüler von welchem Jahrgang an eine höhere Wochenstundenzahl verbindlich sein wird. Das  müsste spätestens vom 7. Schuljahrgang, eher früher erfolgen. Also Einrichtung von D-Zug-Klassen von Anfang an? Das wäre wirklich das Ende der Integrierten Gesamtschule. " 


 

Übersicht über bislang bekannte Protestaktionen


Do, 26.03.2009, Aktionen an den Schulen


Die IGS-Langenhagen (beim Treffen nicht vertreten) plant am Donnerstag, den 26. März einen Schulstreik, welcher sich in einer Art Besetzung äußern wird. Wahrscheinlich werden sich die Schüler vor Unterrichtsbeginn treffen.


An jeder Schule (SVen der IGS-Roderbruch, -Kronsberg, -Mühlenberg, -List und -Linden waren vertreten) wird am 26.03.2009 eine Aktion, in welcher Form auch immer stattfinden.


Mi, 18.03.2009 , 19:00 - 21:00 Uhr, GEW-Geschäftsstelle,

In der GEW tagt das Bündnis "Neue IGS - jetzt". Das Bündnis umfaßt IGS-Initiativen, Schulleitungen und Lehrkräften von Schulen, in denen die Errichtung von Gesamtschulen in Planung ist, Gewerkschaften (DGB Region Niedersachsen-Mittte, IG.Metall Hannover, Ver.di Hannover, GEW-Landes- und Kreisvorstand, GEW-Mitglieder), Parteien (SPD-Stadtverband, Bündnis90/Die Grünen, Linksbündnis), Elternvertretungen (AK Gesamtschule des Stadtelternrat, Schulelternräte) und KITA-Stadtelternrat. Für die nächste Sitzung werden oder wurden auch IGS-Schulleitungen, Personalvertretungen und Schülervertretungen eingeladen.


Sa, 21.03.2009, 14:00 Uhr, Opernplatz, Demo der Schülervertretungen der Gesamtschulen in der Region Hannover

Die SVen haben entschieden, noch vor den Osterferien, am Samstag den 21. März eine (wenn auch kleine) Demonstration durchzuführen. Heute hat die SV der IGS Linden einen Aufruf verfasst und ihn an alle Schulen geschickt. Die Demo wurde genehmigt. Zu der Demo sind Schüler, Lehrer, Eltern und natürlich alle Freunde, Bekannten und Unterstützer eingeladen. BITTE MOBILISIEREN.


Sa, 09.05.2009, Landesweite Demo

Im Rahmen der Protestaktionen gegen die Pläne der Landesregierung soll eine landesweite Demo am Sa 09.05.09 stattfinden.


Di, 12.05.2009, Pressegespräch

Die GEW plant ein Pressegespräch während der Landtagssitzungen.

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Bothel - 87 Prozent der Eltern wollen eine IGS

11. März 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bildung


Quelle: Rotenburger Kreiszeitung 14.02.2009
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