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Posts mit #kampf gegen nazis hannover tag

Stolpersteine - Hannover

18. Mai 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis Hannover

"Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist." Diese Erkenntnis steht hinter der Idee der Stolpersteine, die der Kölner Künstler Gunter Demnig auf Bürgersteigen vor den letzten frei gewählten Wohnungen von Opfern des NS-Regimes verlegt: Kleine Messingplatten mit den Namen, Lebensdaten, Deportationszielen und Todesorten. Mit dem Stolperstein-Projekt werden Biografien, die in der Zeit des Nazi-Terrors ausgelöscht wurden, zurück in den Alltag unserer Städte gebracht - dahin, wo die Ermordeten als Mitglieder der örtlichen Gemeinschaft einmal gelebt haben. Stolpersteine sollen nicht nur an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger erinnern, sondern auch an alle weiteren Opfer des NS-Regimes wie z.B. die verfolgten Sinti und Roma, die Zeugen Jehovas, die Homosexuellen, die Behinderten und an Menschen, die wegen ihrer politischen Überzeugung ihr Leben lassen mussten. Mittlerweile liegen Stolpersteine in über 300 Orten Deutschlands, ebenso in Österreich, Ungarn und in den Niederlanden - und auch in der Region Hannover.


Hinter den Verlegungen steht bürgerschaftliches Engagement: Namen müssen vorgeschlagen, Biografien erforscht, Kontakte mit lebenden Familienangehörigen gesucht werden. Und jeder Stolperstein wird durch Spenden finanziert. Die ersten Stolpersteine in der Region Hannover wurden im Jahr 2005 in der Stadt Ronnenberg verlegt. Hier war es der ausdrückliche Wunsch des ehemaligen Bürgers Fritz Cohn, der heute in Lafayette (USA) wohnt, seiner ermordeten Großmutter zu gedenken. Auf Wunsch lokaler Initiativgruppen, Kirchengemeinden, Schulen und Stadtverwaltungen folgten Verlegungen in fünf weiteren Städten, darunter auch der Landeshauptstadt Hannover. Gefördert und begleitet waren diese Aktivitäten von Beginn an durch die Arbeitsgruppe Hannover der Deutsch-Israelischen Gesellschaft DIG, die als regionaler Hauptansprechpartner wirkt. Insbesondere werden von ihren Mitgliedern intensive Kontakte zu den Schulen vor Ort aufgebaut, um den Gedanken der Stolpersteine durch die Einbeziehung in den Unterricht zu verstärken.

Auf dieser Seite sollen zentral Biografien und Verfolgungsschicksale der Menschen aus dem heutigen Gebiet der Region Hannover zusammengetragen werden, für die bislang ein Stolperstein verlegt wurde. Die Einträge erfolgen nach und nach und werden nie „fertig" sein - weitere Recherchen und die Mitarbeit von Schulprojekten sind ausdrücklich erwünscht! Wir bedanken uns schon hier bei allen Menschen und Institutionen, auf deren Hilfe und Engagement die folgenden Informationen beruhen.

 

Kontakt „Stolpersteine" in der Region Hannover:
Deutsch-Israelische Gesellschaft DIG, Arbeitsgemeinschaft Hannover
Tel. (0511) 234 35 72
www.dig-hannover.de
Netzwerk-Mitglied

 

Kontakt "Stolpersteine":
Internetseite von Gunter Demnig
www.stolpersteine.com

http://www.erinnernundzukunft.de/index.php?id=136

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1. Mai Hannover: Erfolgreicher Widerstand - Naziaufmarsch bleibt verboten

10. Mai 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis Hannover







Quelle: Antifaschistische Nachrichten 8.5.2009
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Nochmal mit einem braunen Auge davon gekommen - Hannover nach dem 1. Mai

4. Mai 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis Hannover

03.05.2009: "Nie zuvor … hatten so viele so wenigen so viel zu verdanken." [Winston Churchill]

Die Erleichterung ist groß, dass Hannover nicht zum Exerzierplatz brauner Horden geworden ist. Aber es gibt keinen Lorbeer, auf dem man sich ausruhen könnte. Im Gegenteil - Hannover ist weit hinter seinen Möglichkeiten zurück geblieben.

Zweischneidig

Das Verbot des Naziaufmarsches ist ein Pyrrhussieg: Mit der u.a. zu Grunde gelegten Argumentation - Gewaltpotential der Gegendemonstranten - lassen sich missliebige Demonstrationen aller Art verbieten. Damit wurde ein Damoklesschwert aufgehängt, das auch schnell auf demokratisch legitimierte Proteste zurück fallen kann. Besser - und deutlicher - wäre ein Demonstrationsverbot gewesen, dass sich auf eine Gefahrenprognose stützt, die das Gewaltpotential der Rechtsradikalen zum Inhalt hat. Wie berechtigt diese Prognose ist, zeigen u. a. die rechtsradikalen Gewaltexzesse in Dortmund.

Demokratie illegal?

Wie schnell die Argumentation des Verbotes in eine antidemokratische Richtung drehen kann, belegt die versuchte Kriminalisierung des Umzingelungsbündnisses in Hannover. Dabei beweisen doch gerade die Blockaden von Köln im letzten September, oder die Blockade von Mainz an diesem 1. Mai, wir richtig und erfolgreich diese Aktionen sind. Blockaden zeigen den braun Verblendeten spürbar und unausweichlich, wie isoliert sie in ihrem Irrglauben sind. Sie nehmen den Rechten auch die Propaganda, sich als Opfer der Justiz zu gebärden.

Demokratie verlangt Mehrheiten

Wirklich erschreckend aber ist, auf wie wenigen Schultern in Wirklichkeit der Widerstand gegen die rechte Provokation lastet. Dabei soll jetzt nicht darüber gestritten werden, ob eine Beteiligung von nicht mal 2,5 % der Hannoveraner BürgerInnen ein deutliches Zeichen gegen Rechts ist. Wer das als großen Erfolg feiert, der hat seine Ansprüche an die Demokratie auf ein Minimum reduziert.

Demokratie gibt es nicht geschenkt

Warum ist es vielen Menschen nicht der Mühe wert, sich gegen Rechts zu engagieren? Was hindert so viele, sich für die Demokratie einzusetzen? Manchmal ist Angst das Argument, häufiger jedoch ist Zeitnot der Vorwand. Beides ist erschreckend. Hinzu kommen jene, die die Gefahr von Rechts verniedlichen oder relativieren, Gewalt von Rechts mit Gewalt von Links entschuldigen. Gerade in manchen Leserbriefen tun sich zuweilen Abgründe auf. Verharmlosen, relativieren, aufrechnen - die Rechtfertigungs-Rhetorik für die Verbrechen von '33-'45 feiert fröhlich Urständ.

Der nächste 1. Mai kommt bestimmt

Nicht nur der latente Rechtsextremismus, vor allem Desinteresse und Gleichgültigkeit gegenüber der Demokratie sind gefährlich. Es genügt nicht mehr, immer wieder über alte und neue Verbrechen der Nazis aufzuklären - so richtig und wichtig das auch ist. Vielmehr müssen wir uns bewusst machen, was auf dem Spiel steht: Demokratie und Rechtsstaat. So gesehen war ein Fest der Demokratie ein Schritt in die richtige Richtung. Deutlicher und wirksamer allerdings wäre ein Beweis der Zivilcourage gewesen, wie ihn Karl-Willi Beck, Bürgermeister von Wunsiedel (Grabstelle Rudolf Heß) gezeigt hat: Mit einer Sitzblockade hat sich Beck 2004 in vorderster Reihe dem Aufmarsch der Neonazis entgegengestellt. Zusammen mit Ratskollegen und Spitzen der Zivilgesellschaft gegen eine rechtsextreme Überzahl. Mit diesem entschlossenen Signal - und den Initiativen, die daraus folgten - hat Beck gewiss mehr in Bewegung gesetzt, als ein Fest der Demokratie mit Bier und Bratwurst.

Demokratie lebt vom Vorbild

Nur wer Demokratie und Rechtsstaat zu schätzen weiß, ist vor den demagogischen Verführungskünsten Rechtsextremer gefeit. Nur wer den Wert von Demokratie und Rechtsstaat kennt, und mit welchen Opfern sie errungen wurden, nur der ist auch bereit, aktiv dafür zu kämpfen. Damit ist die Diagnose gestellt: "Wir wollen mehr Demokratie wagen." war das Motto des letzten großen Sozialdemokraten, Willy Brandt. Damit hat er die Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Deutschland zu einer Aufgabe für unsere Zivilgesellschaft gemacht. Übertragen auf die Situation heute heißt das: Wir müssen wieder mehr Demokratie lernen.
Personen:
> Jörg Schimke
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1.Mai 2009 in Hannover

4. Mai 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis Hannover

FAUista 03.05.2009 09:50 Themen: 
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Nach der doch überraschenden Bestätigung des Verbots der angemeldeten Demonstration der Neonazis in Hannover das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) beteiligten sich ca. 500 Leute aus der radikalen Linken an der traditionellen 1. Mai-Demonstration vom Freizeitheim Linden zum Klagesmarkt, darunter 60-70 Mitglieder der FAU. Ein weiterer, deutlich kleinerer Block beteiligte sich an dem Zug vom Lister Platz.

Nach Ankunft beider Züge am Klagesmarkt setzen sich viele der jüngeren AntifaschistInnen in Richtung Verden in Bewegung, da es Hinweise gab, dass dort die Nazis ersatzweise einen Aufzug veranstalten wollten. Es kam bei der Abfahrt, aber insbesondere bei der Rückfahrt, zu Repressionen durch die martialisch auftretende Polizei - mehr als 400 Personen wurden gekesselt und deren Personalien aufgenommen. Auch eine größere Gruppe von ca. 100 Punks und jungen AntifaschistInnen wurde vor dem Bahnhof festgesetzt und erhielt Innenstadtverbote.
Die Entscheidung des BVerfG war erst am Vortag gefallen. Der Aufmarsch von Neonazis aus dem Spektrum sogenannter "Autonomer Nationalisten" war zunächst polizeilich verboten worden. Das Verwaltungsgericht Hannover und das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hatten das Verbot bereits bestätigt. Nun war der Anmelder, ein Neonazi aus Celle, auch vor dem BVerfG gescheitert - durch die Nichtbehandlung des Eilantrages, weil dieser zurückgewiesen wurde.

Als Reaktion darauf wurde von linksradikaler Seite beschlossen, sich wie in den letzten Jahren auch, an den Sternmärschen der DGB-Gewerkschaften zu beteiligen. Die FAU-Hannover hatte seit Beginn der Mobilisierung zum Sternmarsch aus Linden mobilisiert, an dem sich traditionell die linken und linksradikalen Gruppen und Personen beteiligen, seit zwei Jahre auch wieder mit einem eigenen Block der emanzipatorischen und undogmatischen linksradikalen Gruppen. Aus taktischen Gesichtspunkten wurde in diesem Jahr ein weiterer linksradikaler Block auf dem Zug, der vom Lister Platz aus in Richtung Klagesmarkt zog, organisiert.

Während bei dem Zug in der List das Thema "Antifaschismus" das Fronttranspa prägte, versammelten sich der lindener Block hinter der Parole "Für die soziale Revolution". Beide Züge trafen sich am Klagesmarkt und während die DGB-GewerkschafterInnen und "Traditionslinken" der Parteien sich unter anderem eine Rede des liberalkonservativen CDU-Ministerpräsidenten Wullf anhören mussten, wurden die AntifaschistInnen mit Informationen zu den Ausweichorten der Nazis versorgt.

Von Seiten der Saatsmacht wurde bereits früh an diesem Tag "Stärke" gezeigt. Der Auftaktort des lindener Demozuges wimmelte von "KonfliktmanagerInnen" in Roten Westen und Einsatzkräften der Polizei, die Vorkontrollen durchführten. Dabei wurde mindestens eine Person wegen mitgeführten "Vermummungsgegenständen" angezeigt. Während der Demonstration wurde daher auch konsequenterweise ein lockeres Spalier durch die "FreundeInnen und HelferInnen" entlang des sozialrevolutionären Blocks aufgezogen.

Auch am Rest des Tages schien es so, als ob die Einsatzkräfte beschäftigt und damit das Aufgebot von 3000 PolizistInnen gerechtfertigt werden sollte. Die Abreise der AntfaschistInnen mit dem Zug in Richtung Verden wurde durch die Polizei verzögert. Laut den regionalen Zeitungen wurde sogar erwogen den Zug zu räumen. Die AntifaschistInnen hatten sich in diese Richtung aufgemacht, da zu diesem Zeitpunkt sich Hinweise verdichteten, dass die Nazis in Verden eine spontane Demonstration durchführen wollen würden. Tatsächlich waren nur rund 40 FaschistInnen dort.
Vor Ort wurden die AntifaschistInnen von eine großen Polizeiaufgebot empfangen, das teilweise brutal gegen die spontane antifaschistische Demonstration vorging. Dabei wurde mit Pfefferspray und Knüppeln nicht gespart. Nachdem die rund 400 AntifaschistInnen sich wieder auf den Rückweg gemacht hatten und in Hannover angekommen waren wurden sie von der Polizei in Empfang genommen und teilweise bis zu fünf Stunden festgehalten. Von allen Reisenden im Zug wurden die Personalien aufgenommen und Fotos gemacht. Ca. 30 UnterstützerInnen, die den Eingekesselten Mut machen wollten und die zumindest für eine kleine Öffentlichkeit sorgen wollten wurden von den Einsatzkräften vor Ort und einer weiteren herbeigeoderten Hundertschaft sanft aber bestimmt abgedrängt.

Gleichzeitig wurde mit einem nicht weniger martialischen Aufgebot, zu dem auch Hunde- und Reisterstaffel gehörten, vor dem Bahnhof ein Revival der Chaostage durchgeführt. 50-100 Punks und junge AntifaschistInnen wurden unter fadenscheinigen Begründungen gekesselt und mit Platzverweisen überzogen.

Die vom linksradikalen Bündnis gestellte Infrastrukur zeigt sich an diesem Tag äußert flexibel. Die Volxküche, welche Essen für gut 1000 Personen bereits eingekauft und zum Teil bereits vorbereitet hatte, wich auf die Wiese am FAUST-Gelände in Hannover Linden aus. Der Infopunkt wurde kurzerhand ebenfalls dorthin verlegt und auch die Antirepressionsstrukturen und der EA arbeiteten weiter.

Obwohl das traditionelle 1.Mai-Fest des FAUST-Geländes auf den 2.Mai verlegt worden war kamen aufgrund des guten Wetters viele Menschen auf der Wiese zusammen. Die bereits für den nächsten Tag aufgebaute Bühne samt Equipment wurde nicht nur genutzt, um Musik zu spielen. Es wurden auch immer wieder Durchsagen zur aktuellen Situation gemacht. So konnten auch immer wieder Menschen mobilisiert werden, in die Innenstadt zu fahren und die dort Eingekesselten zu unterstützen.

Unser Dank geht an alle, die sich an den Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch und zum 1.Mai beteiligt haben. Besonders allen Unermüdlichen, die sich an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt haben.

Alle von Repressionen Betroffen sind aufgerufen sich an den Ermittlungsausschuss zu wenden: www.ea-hannover.tk!

"Trotz FaschistInnnen und Polizei - wir gedenken des 1.Mai"

Staat.Nation.Kapital.Scheisse - Für die soziale Revolution!
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Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch ist ein riesengroßer Erfolg

3. Mai 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis Hannover

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde,

es ist offensichtlich: Unsere Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch ist ein riesengroßer Erfolg:
- Nazis erfolgreich durch alle Instanzen verboten
- positive Debatte quer durch die gesamte Stadtgesellschaft
- Kundgebung mit 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (und weiteren Tausenden zum Fest für Demokratie)
- Fest für Demokratie als politisch-kulturelle Massenveranstaltung

Dafür möchte ich mich seitens des DGB bei allen Beteiligten, bei allen Mitwirkenden, bei allen ehren- und hauptamtlich Aktiven, bei Verbänden, Parteien, Religionsgemeinschaften, der Stadt, Musik- und Kulturgruppen usw. ganz herzlich bedanken. Ohne dieses gemeinsame Engagement wäre diese erfolgreiche Protestveranstaltung nie und nimmer möglich gewesen.

Nachdem uns dank guter Gerichtsentscheidungen auf Basis eines gut gemachten Verbotes der Naziaufmarsch erspart geblieben ist, ist es uns gelungen, ein beeindruckendes Zeichen gegen Nazis, gegen Rassisten und Antisemiten zu setzen. Wir können ruhig etwas stolz auf uns sein.


Z
ugleich dürfen wir nicht vergessen, dass Nazis am 1.Mai in vielen Städten dennoch aufgetreten sind bzw. es versucht haben: (Mainz: 100 / Siegen: 180 / Ulm/Neu-Ulm: 1.000 / Weiden: 250 / Berlin: 300 / Itzehoe: 100 / Wittenberge: 100 / Dresden: 200 / Freiberg: 300  / Greifswald: 200 / Rotenburg: 100 / Dortmund: 300). Das macht deutlich, was uns erspart geblieben ist.

Sebastian Wertmüller
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DGB-Region Niedersachsen-Mitte
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1. MAI 2009 Hannover - Verden - Rotenburg/ Wümme - Soltau

2. Mai 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis Hannover

1. MAI 2009  Hannover - Verden - Rotenburg/ Wümme - Soltau


R. 17 Jahre:  "Wie ich den 1.MAI 2009 erlebte":

Bullen greifen Antifas in Hannover und Verden an !


100 Nazis stören DGB-Kundgebung in Rotenburg/ Wümme

Hannover / Verden. Am 30.4.09 entschied in 3. Instanz das Bundesverwaltungsgericht, dass der Nazi-Aufmarsch am 1.MAI 09 in Hannover verboten bleibt. Das hinderte über 12.000 Menschen in Hannover nicht daran, mit dem DGB gegen die Nazis am 1.Mai zu demonstrieren. Soviele hatten schon lange nicht mehr die hannoversche 1.Mai-Veranstaltung des DGB besucht.  Die Mutter eines Freundes hat das erste Mal im Leben ein Transparent getragen, es stand drauf "Hannover gegen Nazis". Lokalpatriotische Leute meinten, sie solle doch eins mit dem Spruch "Linden-Limmer gegen Nazis" tragen. "Niedersachsen gegen Nazis"  wäre bestimt passender.

Klar, dass die Nazis nicht einfach am 1.Mai zuhause bleiben. Darum liefen antifaschistische Handys heiß, um zu erfahren, welchen Ort sich die Nazis als Ersatz zum Marschieren ausgesucht haben.
Während in Hannover Tausende den Erfolg gegen Rechts abfeierten, (teils als lokalpatriotisches Ereignis),  und nicht mehr über die Landeshauptstadt-Grenze hinausdachten, rotteten sich Nazis längst woanders zusammen.

Antifas die an den DGB-Maiveranstaltungen in Hannover, Celle, Verden, Soltau, Lüneburg usw. teilnahmen (oder sowieso unterwegs waren) erfuhren um etwa 10 Uhr, dass  etwa 100 Nazis sich in Verden sammeln. Daraufhin verließen etwa 400 junge Antifas die DGB-Kundgebung in Hannover, um per Zug nach Verden zu reisen.

Der Zug sollte etwa 11.21 Uhr Hannover verlassen. Offensichtlich mußte die Polizei lange überlegen, ob sie den Zug überhaupt abfahren lassen sollte, oder ob die Staatsgewalt den Zug noch in Hannover räumen lassen wollte. Das wurde uns einmal auch so über den Bahnlautsprecher verkündet. Mit fast 1 Stunde Verspätung begann die Reise schließlich. Die Fahrt bis Verden dauerte dann sehr viel länger, als die im Fahrplan angegebene Reisezeit. An jedem Bahnhof hielt der Zug extrem lange. Warum viele von uns in Neustadt am Rübenberge aus- und wieder einstiegen habe ich nicht verstanden. In Verden angekommen waren die Nazis längst weiter. Wir demonstrierten durch die schöne Reiterstadt. Von oben begleitete uns ein staatlich-schwarzer Hubschrauber und die Bullen filmten uns unentwegt. Zurück am Bahnhof griff die Polizei, ohne dass auch nur das Geringste passiert wäre, Leute bei uns raus und verhaftete sie und ein schwarzer Sheriff sprühte mit Pfefferspray um sich. Das war völlig grundlos und total überzogen.
Zur Abwehr griff jemand zum Feuerlöscher und erfreut riefen viele "Schaumparty".

Im Zug erfuhren die mit Pfefferspray attackierten solidarische Hilfe. Einige hatten Mittel gegen brennende Augen (Augendusche) dabei. Ein Demo-Sanitäter half und Bonbons und viel Zuspruch gabs für die Verletzten. Das Zusammenstehen vor den Bullen und die Hilfe für die Verletzten, hat mich beeindruckt. Die antifaschistische Solidarität war richtig klasse.

So übel wie sich die Bullen benahmen, umso freundlicher war das Bahnpersonal.
Auf der Rückfahrt nach Hannover konnte man noch mal die zahllosen Bullen in Nienburg und besonders viele in Wunstorf bewundern. Währenddessen waren z.B. in Eystrup keine Bullen zu sehen.

Zurück in Hannover hielt der Zug am Ende des Bahnsteigs. Auf den Gleisen ein Bulle neben dem anderen, damit niemand über die Gleise den Zug verläßt. Auf dem Bahnsteig führte uns die Bullerei in einen Keller, wo wir erst mal eine Stunde in zunehmend stickiger Luft ausharren mußten. Dann wurden wir in Gruppen zu etwa 50 auf die Entlassung vorbereitet. Vorm Verlassen Dürfen des Bahnhofsgeländes wurde jeder von uns einzeln von kräftiger Staatsmacht ohne ein Wort untergehakt und nahezu weggeschliffen. Dann Personenkontrolle und Registrierung, wobei ich gleich mehrmals grundlos angeschnauzt wurde, z.B. "einen Schritt zurück!". Jedem wurde ein Platzverbot für die Innenstadt erteilt. Wir sollten uns nur jenseits der Hamburger Allee bewegen dürfen. Damit sollte wohl ausgeschlossen werden, dass wir noch am Spätnachmittag die letzten Feiernden auf dem Klagesmarkt (DGB-Fest) über das völlig unangemessene und aggressive Polizeiverhalten informieren.
Ich hatte Glück und gehörte beinahe noch zu den ersten, die aus der Polizeigewalt wieder entlassen wurden. Es dauerte noch Stunden bis die letzten raus waren.
Übrigens waren auch einige ganz normale Bahnreisende im Polizeigewahrsam.

Abends erfuhr ich, dass bei der DGB-Kundgebung kein Wort darüber verloren wurde, dass die Nazis sich einen anderen Ort zum Marschieren suchten.
Auch der Bericht von NDR-online über uns, liest sich man bloß wie ein einseitiger Polizeibericht. Nicht fliegende antifaschistische Eier, sondern grundlos aggressive Bullen lösten die angebliche "heftige Auseinandersetzung" in Verden aus.  Sind wir deswegen als böse Linksextremisten zu beschimpfen, nur weil wir die Nazis weder in Hannover noch woanders haben wollen und uns deshalb auf den Weg machen ?
Was soll das, uns mit den Nazi-Banden gleich zu setzen?  Wir hetzen und prügeln nicht gegen Ausländer oder Behinderte. Das tun Nazis. Die Bullen und die Presse sollen uns nicht kriminalisieren.

Die Nazis trafen sich übrigens an der Autobahnabfahrt Verden-Walle und fuhren nach Rotenburg/ Wümme. Dort störten sie die DGB-Kundgebung und marschierten durch die Stadt. Und hier war die Polizei nicht besonders schnell und handfest. Dabei hatte die Polizei doch hohe Präsenz und große Flexibilität für den 1.Mai in Niedersachsen angekündigt.

R.  17 Jahre
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aus NDR online:

Rechtsextremisten stören Kundgebung in Rotenburg

Nachdem das Bundesverfassungsgericht eine Neonazi-Kundgebung in Hannover in letzter Minute endgültig verboten hatte, fuhren rechtsextreme Demonstranten nach Rotenburg/Wümme als Ausweichort. Rund 100 Neonazis störten dort eine Gewerkschaftsveranstaltung, wie die Polizei mitteilte. Anschließend zogen die Rechtsextremisten durch die Stadt. Es gab kleinere Rangeleien mit der Polizei, ein Beamter wurde leicht verletzt. In Friedland bei Göttingen löste die Polizei einen Aufmarsch von 35 Mitgliedern der rechten Szene auf. Außerdem nahm die Polizei in Gifhorn 18 Rechtsextremisten, die auf dem Weg nach Hannover waren, in Gewahrsam.

Ausschreitungen von Linksextremen in Verden

In Verden versammelten sich etwa 400 Personen aus der linken Szene, weil dort angeblich eine Neonazi-Demonstration als Ersatz für die Veranstaltung in Hannover stattfinden sollte. Auf dem Bahnhof kam es zu Ausschreitungen. Linksextreme lieferten sich mit Polizisten eine heftige Auseinandersetzung, wie Augenzeugen berichteten. Die jungen Leute bewarfen die Beamten mit Flaschen und Eiern. Die Lage beruhigte sich jedoch am Nachmittag wieder.


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Ergänzungen aus Niedersachsen:

In der niedersächsischen Region zwischen Heide und Weser war am 1.MAI 09 in jeder Kleinstadt große Polizei-Präsenz. Mit Lalü-Lala jagten hier und da immer wieder Bullen-Fahrzeuge durch Städte und übers Land. Und vielerorts wurden nicht nur DGB-Maiveranstaltungen von schwarzen Hubschraubern aus der Luft beobachtet.


Ihren Frust schmissen Nazis in Form von Aufklebern aus einem Pkw. So landeten um die Mittagszeit am 1.MAI 09 auf der Straße vorm Gewerkschaftsbüro in Soltau fast 100 Nazi-Aufkleber - eben genau jene, mit denen sie für ihren Aufmarsch am 1.MAI in Hannover geworben hatten.
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Hannoversche Allgemeine Zeizung - online   01.05.2009 21:16 Uhr

Polizeieinsatz

Hannover: Ein Tag im Mai

Tausende Polizisten sollten für Ruhe in Hannover sorgen. Dann kam es für sie anders. Ein Einsatzbericht.

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Polizeikräfte vor dem Hauptbahnhof

© Kris Finn

„Körperspannung“ ist so ein Wort, das Hartmut Dudde gerne benutzt. Als er es das erste Mal an diesem langen Wochenende sagt, ist es Donnerstagmittag, und noch weiß niemand, ob die Nazis kommen werden oder nicht. Dudde, 48, ist Chef der Hamburger Bereitschaftspolizei und rund um den 1. Mai in Hannover als „Abschnittsführer“ Koordinator für rund 1000 Beamte aus dem gesamten Bundesgebiet â€â€œ rund einem Viertel der Kräfte, die in Hannover für Ruhe sorgen sollen. „Wichtig ist, dass jeder über die zwei Tage die Körperspannung hochhält“, sagt Dudde bei der ersten Lagebesprechung also. Die Kollegen nicken. Körperspannung werden ihre Leute brauchen in diesen Tagen, in denen so vieles ungewiss ist.

Dudde lehnt an der Wand im ersten Stock der Polizeiinspektion Mitte, die Hände in den Taschen. „Noch hat das Bundesverfassungsgericht nicht entschieden“, sagt er. Darüber nämlich, ob rund 1500 Neonazis am folgenden Tag auf dem ZOB aufmarschieren dürfen oder nicht. Vielleicht, sagt ein Polizist, wäre es sogar besser, wenn sie kämen. „Dann wüssten wir wenigstens, wo sie sind.“ Schiebt Karlsruhe dem Aufmarsch einen Riegel vor, steht den Beamten erfahrungsgemäß ein Katz-und-Maus-Spiel mit Rechts- und Linksextremen bevor. Mit dem gesamten Bundesgebiet als Spielfeld.

Weil Dudde die Spannung halten will, begeht er mit den Kollegen aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg den ZOB. Als die Polizisten den Platz sehen, müssen sie grinsen. Auf ihren Plänen sind Gitter rund um den ganzen Platz eingezeichnet, die im Fall der Fälle am frühen Freitagmorgen errichtet werden sollen. Auch die Tunnel sollen geschlossen werden. Selbst wenn sie kommen dürften, wären die Nazis vollkommen abgeriegelt. „Das wird ihnen nicht gefallen“, sagt ein Beamter.

Die meisten von Duddes Kollegen aus Hamburg waren letztes Jahr dabei, als „Autonome Nationalisten“ in der Hansestadt massive Krawalle anzettelten. Hannovers Polizeipräsident Uwe Binias dienten gerade diese Ausschreitungen als Argument für seine Verbotsverfügung. Auch Dudde und seine Leute wollen so etwas nicht noch einmal erleben.

Als die Beamten den Tunnel vom Bahnsteig zum ZOB besichtigen wollen, meldet sich Duddes Handy. Der Klingelton ist ein Martinshorn, ausgerechnet. „Halt mal, Kollegen“, sagt Dudde, als er aufgelegt hat. „Die Veranstaltung bleibt verboten.“ Die Ortsbegehung ist obsolet, von nun an greift Plan B. Hamburger und Baden-Württemberger schütteln sich die Hände, ihre Wege trennen sich jetzt. „War schön, einen Innenstadtspaziergang mit Ihnen zu machen“, sagt Dudde. Eine Einsatzbesprechung noch am Abend, dann ziehen sich die Polizisten in ihre Hotels zurück. Unterdessen packt die hannoversche Polizei bis in die Abendstunden rund 3600 Lunchpakete zusammen und bereitet sich auf das Kochen von fast 3000 Litern Kaffee allein am 1. Mai vor. Wo die Polizisten ihn am Ende trinken werden, wissen sie noch nicht.

Am Morgen des 1. Mai postieren sich Duddes Hundertschaften in Linden, gleich beim Lindener Hafen, und warten. Die Davenstedter Straße liegt wie ein altes, graues Handtuch unter den Einsatzwagen. Stundenlang. In der Tankstelle an der Ecke stehen die Polizisten quer durch den Verkaufsraum Schlange vor der Toilettentür.

Andere Trupps machen „Raumschutz“ in Sarstedt, Wunstorf, Ronnenberg, Verkehrsknotenpunkten für den Bahnverkehr. Hier könnte man Neonazis, die trotz Verbots nach Hannover wollen, aus den Zügen holen und nach Hause schicken. Aber vielleicht fahren die auch woanders hin. Nach Berlin zum Beispiel. Im Zehn-Minuten-Takt kommen Meldungen darüber, wohin Rechts- und Linksextreme angeblich unterwegs sind. „Wenn ich Glück habe, liege ich heute Nachmittag mit meiner Familie in Boltenhagen am Ostseestrand“, sagt Dudde ins Knacken des Polizeifunks hinein. „Wenn nicht, bin ich zu der Zeit in einer handfesten Auseinandersetzung.“ Seine Uhr zeigt Viertel nach elf. In Schleswig-Holstein soll es schon vereinzelt Randale geben. Auch in Berlin würden schon Autos umgestürzt, heißt es. Dudde wird kein Glück haben. Aber so ist das eben. Seit Jahren hat er am 1. Mai nicht mehr freigehabt.

Irgendwann fangen die Beamten auf der Davenstedter Straße an zu laufen, der Verkaufsraum der Tankstelle leert sich in Windeseile. Linksextreme sollen im Zug nach Wunstorf unterwegs sein, um dort zu randalieren. Die Kolonne rast mit Blaulicht über die A 2. Als die Einsatzkräfte ankommen, liegt der Wunstorfer Bahnhof verlassen da. Falscher Alarm. In Hannover, das wird nun klar, werden Duddes Hundertschaften heute nicht mehr gebraucht.

Dafür werden die Meldungen von anderswo konkreter. Das Land Schleswig-Holstein fordert seine Kräfte an, Itzehoe werde von Rechtsextremen „entglast“ sagt ein Kollege lakonisch â€â€œ dort gehen schon Fensterscheiben zu Bruch. Wenig später erfährt Dudde, dass für ihn und seine Leute der Tag bei den Maikrawallen in Berlin weitergehen wird. Mal sehen, ob sie dort werden übernachten können. Die Hundertschaften besteigen die Mannschaftswagen. Der Hannover-Trip ist für sie vorbei. Aber irgendwo ist immer 1. Mai.

[Felix Harbart]
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Polizeibericht Rotenburg/ Wümme  01.05.2009 | 13:58 Uhr

POL-ROW: ++ Mai-Kundgebung des DGB in Rotenburg gestört - Rechte Demonstrationsteilnehmer verletzen Polizeibeamten ++

    Rotenburg (ots) - Rotenburg. Ohne die nach Versammlungsrecht erforderliche Anmeldung sammelte sich am Vormittag des 1. Mai um 11 Uhr in Rotenburg eine Gruppe von rund 100 Personen des rechten Spektrums. Die Gruppe störte die Mai-Feier des DGB auf dem Pferdemarkt in Rotenburg und zog danach durch die Fußgängerzone in Richtung Neuer Markt. Vornan führten die schwarz gekleideten Versammlungsteilnehmer ein braunes Transparent mit Aufschrift. Dazu skandierten sie die Parole "Gegen polizeiliche Willkür".

    In Höhe der Wallbergstraße stellte sich um 11.08 Uhr ein leitender Rotenburger Polizeibeamter dem Aufzug entgegen, um die Aktion zu stoppen und zu beenden. Der Aufzug umging den Beamten, der aus der Masse heraus von einem Versammlungsteilnehmer einen Schlag in den Rücken erhielt. Der Polizeibeamte konnte den Tatverdächtigen ergreifen, wurde aber von diesem zu Boden gerissen. Der Beamte erhielt am Boden einen Tritt von einem anderen Versammlungsteilnehmer gegen die Brust, so dass er den Festgenommenen los lies. Danach zog der Aufzug weiter in Richtung Neuer Markt/Am Sande.

    Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief erfolglos. Die ungenehmigte Versammlung hatte sich bereits in alle Richtungen verstreut. Die Polizei leitete ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen Schweren Landfriedensbruchs, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Gefährlicher Körperverletzung ein. Der Beamte wurde bei dem Angriff leicht verletzt, kann aber inzwischen weiter Dienst versehen.

Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Rotenburg
Pressestelle
Detlev Kaldinski
Telefon: 04261/947-104
E-Mail: detlev.kaldinski (at) polizei.niedersachsen.de  

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Neonazis wollen nach Verden oder Rotenburg ausweichen

1. Mai 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis Hannover


Demonstrationsverbot

Nach dem Demonstrationsverbot in Hannover wollen die Anhänger der Neonaziszene offenbar nach Verden oder Rotenburg ausweichen. Die linken Gegendemonstranten wollen den Rechtsextremen dorthin folgen.

 

 

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, werde aber versucht, beides zu verhindern.

Bei der Hauptkundgebung zum 1.Mai demonstrieren unterdessen rund 6000 Menschen auf dem Klagesmarkt friedlich gegen Rechtsextremismus.


Quelle: HAZ-Online


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Protest gegen Rechtsextremismus in Hannover

1. Mai 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis Hannover

 

Demonstration

In Hannover protestierten am 1. Mai Tausende friedlich gegen Rechtsextremismus. Laut Polizei beteiligten sich rund 12.000 Menschen an drei Sternmärschen und Kundgebungen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Bunt statt Braun“.

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Eine für 1. Mai in Hannover angemeldete Neonazi-Demonstration war vom Bundesverfassungsgericht verboten worden. Am Bahnhof und den Einfahrtsstraßen hatte die Polizei dennoch Hunderte Beamte positioniert, um bereits frühzeitig potenzielle Krawallmacher aus der rechts- und linksextremen Szene zu identifizieren.

Quelle: HAZ-Online

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1. Mai 2009 Hannover - Nazis immer verbieten!

30. April 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis Hannover


 

Nachdem die Zitterpartie um den Naziaufmarsch mit der Nichtannahme der Beschwerde der Anmelder durch das Bundesverfassungsgericht endlich beendet ist herrschen beim DGB Freude und Erleichterung.

Sebastian Wertmüller, der DGB-Regionsvorsitzende: "Natürlich freuen wir uns riesig, dass die braune Brut durch alle Instanzen eine vernichtende Abfuhr erhalten hat. Und wir sind erleichtert, weil ein massenhafter Protest gegen gewalttätige Nazis immer auch mit Problemen verbunden seien. Wir sind aber auch Stolz auf den breiten Widerstand, den wir gemeinsam in den letzten Monaten aufgebaut haben."

Wertmüller lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, morgen auf dem Klagesmarkt gemeinsam mit dem DGB und vielen weiteren Organisationen diesen großen Erfolg zu feiern.

Zugleich erinnert der DGB-Chef daran, dass die Naziszene durch diese Entscheidungen noch lange nicht verschunden sei. Insbesondere im ländlichen Raum rund um Hannover gebe es genügend Anlass zu deutlich mehr Wachsamkeit und Engagement gegen Rechts. Erfreulich sei, das jetzt endlich die Gefährlichkeit der nicht organisierten Naziszene der Kameradschaften erkannt werde. Wertmüller: "Jetzt warten wir auf regionale Handlungskonzepte, auf Antifaschismus und Antirassismus im Alltag und auf Unterstützung der aktiven Gruppen."

Spätestens am 1. August 2009 in Bad Nenndorf sei aber wieder der Protest auf der Straße gegen den braunen Aufzug an diesem Tag gefragt. Der DGB sei dabei, man hoffe aber auch wieder viele anzutreffen, die sich jetzt in Hannover engagiert hätten. Wertmüller: "Unser Ziel ist klar: Nazis immer und überall verbieten!"

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Neonazi-Aufmarsch in Hannover bleibt verboten

30. April 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis Hannover

30.04.09

 

Allgemein

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat die von Rechtsextremen eingelegte Verfassungsbeschwerde gegen das Verbot der Neonazi-Demo am 1. Mai in Hannover nicht zur Entscheidung angenommen. Mit dieser heute getroffenen Entscheidung bleibt die für morgen geplante Veranstaltung der rechtsextremen Szene in der niedersächsischen Landeshauptstadt verboten.

Von Kai Budler für NPD-BLOG.INFO

Hannovers Polizeipräsident Uwe Binias hatte die aus dem Umfeld der “Kameradschaft 73 Celle” angemeldete Demonstration bereits im März verboten, das Verwaltungsgericht in Hannover und das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hatten das Verbot bestätigt. Daraufhin hatten die Rechtsextremen Verfassungsbeschwerde bei BVerfG eingereicht.

Zu der Veranstaltung waren über 1.000 Teilnehmer aus dem rechtsextremen Spektrum erwartet worden. Mit Blick auf die rechtsextreme 1. Mai Demonstration hatten die Gerichte argumentiert, bei dem Aufmarsch bestünden erhebliche Gefahren für Menschen und Sachen.

Siehe auch: 1. Mai nazifrei? Es liegt an Dir!

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