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1.MAI 2014 Rotenburg - Rede Streikerfahrungen bei NEUPACK

1. Mai 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

Claus-Dieter Thiele / IG BCE / Betriebsrat Neupack / Streikleitung bei Neupack
Rede über Erfahrungen nach langem und hartem Arbeitskampf - 1.MAI 2014  DGB in Rotenburg/Wümme
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Anwesenden,
 
 
ich freue mich sehr, hier am 1. Mai 2014 bei Euch sprechen zu dürfen.
Ich will etwas zu dem Streik bei Neupack berichten, der von November 2012 bis Ende Januar 2013  - auch hier in Rotenburg gleich um dire Ecke stattfand. Drei Monate Vollstreik rund um die Uhr, danach weiter im Flexi-Streik. Dazu später mehr.
Ich hatte in den letzten Monaten mehrfach die Gelegenheit mit unseren  bekannten Politikern zu sprechen. 
Denn es ist ja nicht selbstverständlich, dass eine Landesregierung sich in dieser Form um die Betriebs- und Personalräte, Mitarbeiter-vertretungen und Gleichstellungsbeauftragten kümmert.
Und so wird unübersehbar – und unüberhörbar –, dass auch die Arbeitnehmer ins Rathaus gehören.
Ihr wolltet von mir etwas über unseren Arbeitskampf erfahren, der in dieser Form  -  so sagen es jedenfalls alle -  so hart geführt und so einmalig war, dass er ein bisschen Geschichte geschrieben hat.
 (Stimme anheben)Aber eins kann ich jetzt schon sagen:                Auf unseren Arbeitskampf, der insgesamt neun Monate dauerte und der wohl der Längste in der jüngeren deutschen Geschichte ist, trifft das zu.
Hinterher ist man halt schlauer.
Aber vielleicht erst einmal ein wenig zum bisherigen Geschehen.
Auch um vorzubeugen, dass eine Verschleierung betrieben wird.
Denn bei Neupack ist noch längst nicht alles gut.
Neupack stellt Verpackungen aus Kunststoff her. Zum Beispiel die transparenten Becher für Feinkost, aber auch Milchtüten, zum Beispiel für Nordmilch. Joghurt-, Sahne-, Tsatsikibecher und noch vieles mehr.
Aber wie die hergestellt wurden...........!
 Für uns unter Bedingungen, die mit dem Begriff Gutsherrenart nur unzulänglich umschrieben werden können. Da sind:
-      Willkür am Arbeitsplatz,
-      wirkliche Hungerlöhne,
-      Nasenprämien für die, die sich gut mit den Vorgesetzten stellten, (#der Volksmund hat dafür andere Begriffe)
-      Abmahnungen und  Kündigungen für diejenigen, die nicht nach der Pfeife tanzen wollten.
Und das alles im Drei-Schicht-Betrieb, wie schon gesagt hier gleich um die Ecke in Rotenburg, und auch am Stammsitz in Hamburg. Natürlich haben wir kapiert, dass hier nach dem Prinzip „Herrsche und teile!“ verfahren wird.
Das ging über Jahrzehnte so. Bis wir uns zusammengetan und uns organisiert haben. So kam erst einmal ein Betriebsrat zustande. Vorsitzender war und ist Murat Günes, der berichtet heute zum 1. Mai in Hamburg.
Ich denke, ohne ihn, ohne seine Überzeugungskraft, seinen Willen und auch seine Integrationskraft wären wir nicht in den Arbeitskampf gezogen.
Dafür auch hier in Rotenburg, lieber Murat, DANKE!
Organisiert haben wir uns in der IG BCE – das ist die Gewerkschaft für Bergbau – Chemie und Energie -  die ja eher auf die Sozialpartnerschaft setzt und nicht so schnell auf, naja, sagen wir mal, auf Krawall gebürstet ist. Und wir alle mussten erst einmal Kampagne lernen.
Wir wollten nicht mehr als einen Tarifvertrag. Dafür haben wir –zig Gespräche mit dem Arbeitgeber geführt.
Die haben sich benommen, als würden wir Teufelszeug aufs Werksgelände schleppen!
 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
# Betonungen geteilt #
ich glaube nicht,  dass alle, (#ruhiger Tonfall) die in festen Rahmen arbeiten -- mit Manteltarifvertrag und Tarifvertrag ausgestattet sind,  die sich auf einen nicht schikanierten Betriebsrat oder eine Personalvertretung verlassen können – (#wieder kräftigerer Tonfall) sich ein halbwegs realistisches Bild von den Zuständen machen können, die bei Neupack an der Tagesordnung sind. Um es  bildlich darzustellen: Am ausgestreckten Arm verhungern lassen – so wurden wir behandelt.
Und es zeigt, wie wichtig es ist, sich auf die starken Organisationen der Arbeitnehmer verlassen zu können. Nicht nur wegen des Streikgeldes, sondern auch wegen des Rechtsschutzes, wegen des ganzen kräftigen Apparates, der dahinter steckt.
Wohl auch deswegen lehnte das Neupack-Management die IG BCE als Verhandlungspartner ab.
(Stimme anheben)
# Augenhöhe:       Die verstanden sie als Gefahr!
 
Jedenfalls: Im Oktober 2012 haben wir die Urabstimmungen durchgeführt, um mit einem Streik Verhandlungen  zu erzwingen, die zu einem Tarifvertrag führen sollten.
# Führen sollten
Denn den haben wir nicht bekommen, um das Ende schon mal vorwegzunehmen. Aber eine Menge mehr Demokratie hat die Werkstore schon überwunden!
#  Denn die hörte bisher  am Werkstor auf.
Am 1. November 2012 jedenfalls begann der Streik. Draußen blieben eigentlich nur gewerbliche Arbeitnehmer/Innen. Die Angestellten und auch viele Maschinenführer, so heißen die bei uns, waren die Streikbrecher. Sie gingen rein.
#    Sie haben den Tarifvertrag verhindert.
Zu Anfang haben wir wohl 90 Prozent der Produktion lahmgelegt.
Dann aber wurden Leiharbeiter aus Polen geholt und angelernt.
Später wurden sie befristet eingestellt.
Und wir streikten weiter.
Der Arbeitgeber konzentrierte sich darauf, immer wieder die Polizei zu holen, die den Streikbrechern den Weg ins Unternehmen bahnen sollte – was sie auch tat. Und das manchmal auch so, dass von einer Verhältnismäßigkeit der Mittel nicht die Rede sein konnte, jedenfalls war das in Hamburg so.
Dann begann  # nicht die Stunde der Juristen, sondern es waren Monate der Juristen. Massenweise wurden der Betriebsrat und einzelnen Mitglieder mit Klagen überzogen.
Das gipfelte in dem Versuch von Neupack, den Arbeitskampf gerichtlich verbieten zu lassen. Eine ziemlich einmalige Situation in Deutschland, und beim Arbeitsgericht in Verden hat sich dann Neupack prompt die nötige Abfuhr geholt. Bis heute haben wir kein einziges Verfahren verloren! Dank an unsere Super Juristen und Murat, der dazu viel Vorarbeit geleistet hat.
Aber lasst mich ein bisschen über das # Äußere (mit beiden Händen einen Kreis anzeigen) sprechen, denn ohne die Unterstützung breiter Kreise der Öffentlichkeit    darüber mag ich gar nicht nachdenken!
Also: Wir sind auf die Politik zugegangen und haben viel Unterstützung bekommen.
Von der FDP nicht so arg viel, dafür aber von SPD, den Grünen und Linken und auch, (bedauernd leiser sprechen) gelegentlich jedenfalls, von der CDU.
Und wir haben Öffentlichkeitsarbeit gemacht und auch viele Gespräche mit Peer Steinbrück, Frank-Walter Steinmeier, Stefan Weil, Lars Klingbeil(MdB) und Reinhard Grindel nutzen können. Die haben sich die notwendigen Anpassungen der entsprechenden Gesetze in den Rucksack gepackt und mit nach Berlin genommen.
 
So bestand unsere Öffentlichkeitsarbeit auch darin, dass die IG BCE fast 70 Ausgaben der Streikzeitung gedruckt hat, viele auch auf Polnisch, denn sie sprachen kein Wort DEUTSCH. Eine eigene Website, einen Blog – und die Medien haben uns durchweg sehr positiv begleitet, denn:
Wir waren und wir sind die Guten!
Übrigens auch bei Radio Bremen und Radio Flora! Auch dafür danke!
 
Besonders die Metaller aus Bremen haben uns, wie kaum jemand anders geholfen.
Nicht nur mit Worten und Besuchen, sondern zum Beispiel auch mit Unmengen an  Kohle für unsere Mahnfeuer in Rotenburg und in Hamburg.  Das war super. Auf diesem Wege auch an die Metaller aus Bremen einen lieben DANK!
Apropos Kohle:
Spenden! Ja, wir haben Spenden bekommen, aus ganz Deutschland. Auch aus Bremen. Auch dafür: Danke!
Mit dem Geld haben wir zum Beispiel Speisen und Getränke gekauft. Und manchmal mussten wir unseren auch Kollegen finanziell unterstützen, um Engpässe zumindest ein bisschen zu überwinden.
Wir hatten immer genug zu tun.
Das war auch wichtig, um bei der Stange zu bleiben.
Nach einiger Zeit aber mussten wir erkennen, dass das Draußenbleiben nicht so die Wirkung hatte.
Wir traten zwar, ---  aber auf der Stelle!
Deswegen haben wir einen so genannten Flexistreik organisiert:
Mal gingen wir rein, mal nicht( # man bedenke dabei, dass durch diesen Druckaufbau doppelte Personalkosten entstehen #).
Das war und ist sehr umstritten und ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich ausschlaggebend war.
Aber immerhin kamen so wieder Gespräche in Gang.
Wie zu erwarten war, wollte Neupack formell nicht mit der Gewerkschaft reden, sondern nur mit dem Betriebsrat.
J Das haben wir aber fein ausgekontert, denn wir brauchten die Fachlichkeit der Hauptamtlichen, und so haben SIE Fünfe gerade sein lassen. J
Mit vielen Haken und Ösen haben wir uns durch einige Dutzend Verhandlungsrunden gearbeitet, manchmal bis morgens um halb vier und ich sage Euch:
Dicke Bretter zu bohren ist ein Kinderspiel gegen das, was bei uns angesagt war.  Ganz abgesehen davon, dass Neupack nichts unversucht ließ, um immer wieder das Bohrloch zu verstopfen.
Deswegen gab es nach sage und schreibe 80 Verhandlungsstunden auch nicht den berühmten Durchbruch, nämlich den Tarifvertrag. Stattdessen haben wir eine Betriebsvereinbarung und so genante Regelungsabreden erzielt.
Aber: ---   Wir haben erreicht, was zu erreichen war.
Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.
Zum Beispiel neue
1.    Funktions- und Tätigkeitsbeschreibungen aller Produktionsmitarbeiter zur Vergleichbarkeit der Arbeitsplätze.
2.    In der neuen Betriebsvereinbarung zum Entgeltsystem sind Regelungsabreden zum Urlaubsgeld und die Tätigkeitsgruppen definiert. Viele Beschäftigte kommen dadurch in Tätigkeitsgruppen, die einen höheren Lohn nach sich ziehen.
3.    Vereinbart wurde zudem eine Reduzierung der   Wochenarbeitszeit von 40 Stunden auf 38 Stunden bei vollem Lohnausgleich.
4.    Der Lohn beginnt jetzt bei mindestens 9 Euro pro Stunde (zuvor 7,80 Euro) und endet bei mehr als 18 Euro.
Und die 57 befristet eingestellten früheren Streikbrecher??? Ihre befristeten Verträge liefen nur zum Teil bis Ende des ersten Quartals 2014, Weitere wurden inzwischen befristet verlängert.  -   Denn wir hatten gestern Betriebsratswahl, die wir haushoch gewonnen haben.
5.    Und alle Maßregelungsklagen wurden zurückgenommen. Eine Zitterpartie mussten wir noch überstehen wegen einer weiteren Kündigungsklage gegen unseren Murat --- unser Fundament und Kernreaktor, --- aber die haben wir auch gewonnen!
6.    Ihr müsst euch das bitte einmal bildlich vorstellen, dass wir 110 Streikende mit Hilfe der Hamburger und Niedersächsischen Abgeordneten es geschafft haben unter anderem die Arbeitsgesetze anzupassen.
·       Einen Mindestlohn von 8,50 € (ich weiß - auch das ist zu wenig, aber zumindest ein Startpunkt)
·       Kein Einsatz von Leiharbeitern während eines Streiks
·       Werkverträge nicht mehr ohne den Betriebsrat – mit Werkverträgen werden die Rechte der Beschäftigten abgebaut. Einhalt ist geboten.
·       Und noch vieles mehr.
 
Das alles hört sich nicht sonderlich spektakulär an, aber unser Vorsitzender Murat Günes, hat das mal auf den schönen Satz gebracht:
(Fingerzeig „Anführungszeichen“ ausführen und besonders betonen)
 
„Wir haben das „Grundgesetz“ der Firma  Neupack geändert!“
 
Und darauf sind wir stolz. Wir sind sozusagen in einer guten Verfassung – auch, wenn die Umsetzung aller Vereinbarungen wirklich weiterhin eng und dauerhaft begleitet werden muss und es immer noch ruckelt, denn die handelnden Personen bei Neupack sind weitgehend die, die auch vorher schon da waren.
Was sind die Lehren? Sie lassen sich kurz zusammenfassen:
 
-      Man muss für seine Rechte kämpfen!
-      Man braucht starke Bündnispartner – das sind nun mal unsere Gewerkschaften
-      ##Man darf sich nicht spalten lassen!
-      Man braucht Überzeugung!
-      Man braucht die Unterstützung der Politik und der Öffentlichkeit!
-      Man braucht Phantasie!
-      Und man braucht ein dickes Fell und das sogar reichlich!
#   EINIGKEIT MACHT STARK
 So schließe ich mit den etwas geänderten Worten Berthold Brechts:
 
1.  Wer kämpft kann verlieren
2.  Wer nicht kämpft hat schon verloren
3.  Wer verloren hat kann wieder aufstehen
4.  Wer aufgestanden ist hat Erfahrungen
 
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit
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Neupack: Erfolg bei Betriebsratswahl für die Kämpferischen

30. April 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

14-05-02              Neupack-BR-wahl
An die Bremer UnterstützerInnen der Neupack-KollegInnen
 Ein Jahr ist nach dem langen und äußerst hart geführten  Streik vergangen.  Die spannende Frage war jetzt: Wie hat sich dieser  in der Betriebsratswahl  ausgewirkt, die am 30. April abgeschlossen  wurde?
Der Unternehmer sorgte für eine Liste mit ihm genehmen Kandidaten, eine weitere Liste entstand mit Kollegen, die eine Konfrontation wie im Streik nicht wollten, auf Gespräche setzen.  Die unternehmerhörige Liste machte massiv Druck auf die KollegInnen: Wer die IG-BCE-Liste wählt, macht den Betrieb kaputt, der geht sonst pleite usw., wählt unsere Liste. Sie spielten mit der Angst der KollegInnen um ihre Existenz.
Die Kollegen von Neupack Rotenburg berichteten bei der dortigen Maikundgebung  fröhlich und erleichtert über den errungenen Erfolg. Es ist die bisherige Mehrheit mit 4:3 für die Liste der Gewerkschaft IG BCE wieder erreicht worden – mit einem Zugewinn an Stimmen gegenüber der letzten Wahl. Zwar erreichte die vom Unternehmen gestützte Gruppe 2 Mandate, doch ging ihr 1 Mandat durch die 3. Liste verloren, deren Kollegen sich  neutral  verhalten möchten.  Die gute Stimmung hat noch einen weiteren Grund: Es hat die gesamte Belegschaft gewählt, praktisch 100% nahmen teil. Es war ihr wichtig, was der Betriebsrat macht. Die Mehrheit der Belegschaft hat sich nicht einschüchtern lassen.
Das war vorher nicht so klar zu erkennen und nicht selbstverständlich.  Am Ende des Streiks herrschte Enttäuschung  vor,  die Stimmung war schlecht: Das Ziel Tarifvertrag war nicht erreicht worden, das Management hat auch nicht aufgehört, den „Herr im Hause“  herauszukehren und diszipliniert die KollegInnen weiter. Der Druck und das schlechte Betriebsklima zwangen die KollegInnen, sich auch nach dem Streik mit dauerhaften und ständigen Konflikten abzufinden. Auch die Kontakte mit den KollegInnen, die nicht am Streik teilgenommen und zunächst ein schlechtes Gewissen hatten, sind besser geworden, denn auch sie leiden unter der nicht partnerschaftlichen autoritären  Betriebsleitung. 
Der 2. Betriebsratsvorsitzende Klaus-Dieter Thiele machte in seiner 1. Mai-Rede auf der Kundgebung in Rotenburg  zum Streik neben dem Lob für die außerordentliche Rolle des Betriebsratsvorsitzenden Murat Günes aus Hamburg und vielen anderen Aspekten des Streiks und des Ergebnisses auch deutlich: „Besonders die Metaller aus Bremen haben uns, wie kaum jemand anders geholfen. Nicht nur mit Worten und Besuchen, sondern zum Beispiel auch mit Unmengen an  Kohle für unsere Mahnfeuer in Rotenburg und in Hamburg.  Das war super. Auf diesem Wege auch an die Metaller aus Bremen einen lieben DANK!“
 und er brachte auch ihr Fazit: 1. Wer kämpft, kann verlieren 2.Wer nicht kämpft, hat schon verloren 3.Wer verloren hat, kann wieder aufstehen 4.Wer aufgestanden ist, hat Erfahrungen
 
von Erich Kassel   / Bremen  2.5.2014
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6 Busse aus dem Heidekreis bei Warnstreik-Demo 25.3.14 in Hannover

25. März 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

Sechs Busse aus dem Heidekreis zur Warnstreik-Demo in Hannover
   Schwarmstedts Bürgermeisterin unter den Streikenden
Zur zentralen Warnstreik-Demo nach Hannover fuhren 6 Busse (5 verdi, 1 GdP) aus dem Heidekreis, wo sich 20.000 KollegInnen aus Niedersachsen und Bremen trafen. Dass die Kommunalen Arbeitgeberverbände und der Bund schroff die Forderungen der Gewerkschaften ablehnen, stößt bei Beschäftigten auf Widerstand. Wie nötig die Lohnverbesserung mit einem Sockelbetrag von 100 Euro ist, erklärte verdi-Vorsitzender Frank Bsirske bei der Kundgebung vorm Opernhaus: "Es ist Zeit, dass die unteren Entgeltgruppen überproportional gesteigert werden. Es muss für alle möglich sein, die eigene Existenz vom Lohn zu bestreiten. Die Ablehnung der Arbeitgeber ist darauf angelegt, die Belegschaften zu spalten."
Viel Kritik gibt es auch aus den Kindertagesstätten im Heidekreis gegen die zahlreichen Befristungen. "Gerade junge Menschen sind häufig von Befristungen betroffen", kritisiert verdi-Funktionär Charly Braun, denn "sie haben so keine ausreichenden Perspektiven. Ganz zu schweigen von der Ungewissheit für die Betroffenen". "Sachgrundlose Befristungen müssen ausgeschlossen sein", betont verdi-Frauensprecherin Eva Mahler aus Lindwedel.

Unter den Streikenden war auch Schwarmstedts ehrenamtliche Bürgermeisterin Claudia Schiesgeries, die mit ihren ArbeitskollegInnen der Bundespolizei Walsrode demonstrierte.

Am Warnstreik nahmen u.a. KollegInnen teil von Rathaus und Kita Grünstraße Walsrode, Bauhof und Klärwerk Bad Fallingbostel, Samtgemeinde Ahlden, Lebenshilfe Walsrode, Stadtwerke Böhmetal, Kreisstraßenmeistereien, Kreissparkassen, Gemeinde Bomlitz, Bauhof Schneverdingen, Heidekreis-Klinikum und Zivilbeschäftigten der Bundeswehr Munster.
Das Foto zeigt eine Gruppe vorm Bahnhof Schwarmstedt, wo noch 10 Streikende in den Bus stiegen.   

 

 

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FOTO: M.Leufgen / DGB-KulturAK

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WZ-net.de 19.3.14 -- 200 bei ver.di- Warnstreik im Heidekreis

20. März 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

Heidekreis vom ver.di-Streik erfasst

Kundgebung und Protestmarsch in Walsrode


Rund 200 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes haben am Mittwoch, 19. März im gesamten Heidekreis ihre Arbeit niedergelegt und beteiligten sich am Vormittag an einem Warnstreik in Walsrode.
Walsrode. Einer rund einstündiigen Kundgebung auf dem Rathaus-Vorplatz folgte ein Demonstrationsmarsch durch die Innenstadt. Dabei wurden die Forderungen nach einer einmaligen Zahlung von 100 Euro und einer Tariferhöhung um 3,5 Prozent bekräftigt. „Entweder ihr bewegt euch oder wir werden noch viel mehr“, rief die stellvertretende Landesbezirksvorsitzende Susanne Kremer den öffentlichen Arbeitgebern zu.

(Ausführlicher Bericht in der Ausgabe vom Donnerstag, 20. März in der Walsroder Zeitung)

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180 Streikende im Heidekreis

19. März 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

Pressemitteilung

180 Streikende im Heidekreis


Die Tarifrunde für Bund und Kommunen ist angelaufen. Da die Arbeitgeber zur ersten Verhandlung überhaupt kein Angebot vorlegten, antwortete ver.di in den folgenden Tagen mit Warnstreiks. "Die Beschäftigten fordern einen Sockelbetrag von 100 Euro plus 3,5 % mehr Lohn bzw. Gehalt, 30 Tage Urlaub für alle, Übernahme für Auszubildende, Ausschluss sachgrundloser Befristungen und Angleichung des Nachtarbeitszuschlags in den Kliniken", erklärte der Streikleiter für die Lüneburger Heide, Lars Stubbe.

Zum Warnstreik trafen sich am Mittwoch 19.3.14 morgens vorm Walsroder Rathaus 180 Beschäftigte aus allen Teilen des Heidekreis, darunter aus den Sparkassen Soltau und Walsrode, Kreisstraßenmeistereien Soltau und Fallingbostel, Heidekreis-Klinikum, Bauhöfe der Städte Schneverdingen, Bad Fallingbostel, Walsrode, Lebenshilfe Walsrode, Klärwärter aus allen Gemeinden, Gemeindebeschäftigte aus dem Aller-Leine-Tal, Kita-ErzieherInnen und StadtwerkerInnen, aus Bomlitz Beschäftigte aller Berufe sowie einige Zivilbeschäftigte der Bundeswehr aus Munster. Solidarische Unterstützung bewiesen Jugendliche, die an der Berufsbildenden Schule Walsrode zu Sozialassistentinnen ausgebildet werden.


Bei der Kundgebung heizte Susanne Kremer vom ver.di-Landesvorstand richtig ein und erklärte unter großem Applaus die Wichtigkeit und Machbarkeit der Forderungen. KollegInnen aus verschiedenen Berufen schilderten den Stress am Arbeitsplatz, ungeschützte Arbeitsverhältnisse und dass junge KollegInnen heute geringere Einstiegslöhne bekommen, mit denen mensch kaum über die Runden kommen kann.

Mit dem kolumbianischen Gewerkschafter Edgar Páez wurde die Open-Air-Streikversammlung international. Das kommentierte DGB-Kreisvorsitzender Charly Braun mit den Worten: "die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Staaten, sondern zwischen oben und unten". In seiner kabarettistisch gehaltenen Rede nahm er die zunehmende Spaltung zwischen Arm und Reich auf die Schippe. Kostprobe: "Vor lauter Langeweile suchen sich viele RentnerInnen eine Job als selbständige Flaschensammler. Und wer sich im Arbeitsleben zuwenig vor seiner Dienstherrschaft gebückt hat, kann das beim Minilohn-Spargelstechen nachholen".

Braun und Stubbe waren sich einig mit den Streikenden, dass die Lohnforderung mit 100 Euro-Festbetrag gerade für die unteren Lohngruppen notwendig sind, um nicht gezwungen zu sein, das Essen bei der Tafel abzuholen.

Mit lauten rhythmischen Rufen, Transparenten und Trillerpfeifen demonstrierten die Streikenden anschließend durch Walsrodes Innenstadt. Der Umzug endete mit einer Streikversammlung im ver.di-Bildungszentrum. Sollte die Arbeitgeber immer noch kein verhandelbares Angebot vorlegen, "werden wir aus dem Heidekreis mit 250 Leuten am 25.3.14 in Hannover Rabatz machen", versicherte Stadtgärtner Ecki Adam.
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H-D Charly Braun, DGB-Kreisvorsitzender

zum ver.di-Warnstreik-Auftakt Mi. 19.3.14 um 9.00 h vorm Walsroder Rathaus.

-es gilt das gesprochene Wort-

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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe NOCH nicht Streikende hinter Walsrodes Rathausfenstern,

ich heiße Charly Braun und bringe euch solidarische Grüße vom DGB. Der Deutsche Gewerkschaftsbund genauso wie der ehrenamtliche ver.di-Vorstand im Heidekreis unterstützt diesen gerechten Arbeitskampf.  ver.di  im Heidekreis hat am 13.3.14 einen neuen Vorstand gewählt mit Renate Gerstel als Vorsitzende. Renate und weitere KollegInnen sind heute hier. Haltet eure Gesichter und Schilder in die Kameras von Karl-Heinz, Renate und anderen.

Der 13.3.14 war auch der Tag, an dem ver.di mit den Vertretern von Bund und Kommunalem Arbeitgeberverbänden gesprochen hat  und die Oberchefs statt eines Tarifangebotes nur mit ablehnenden Sprüchen aufgejault haben.

 

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich mich freue, dass wir heute so viele sind und schon mal unsere Muskeln trainieren. Wir sind hier eine bunte solidarische Gesellschaft von kommunalen Bauhöfen, Klärwerken, Kitas, Kliniken, Verwaltungen, Sparkassen, Straßenmeistereien, Mülldeponie, sozialen und kulturellen Diensten bis zu Zivilbeschäftigten der Bundeswehr aus vielen Teilen dieses riesigen Heidekreises.

 

Wir sind Deutschland, denn wir sind seit Jahrzehnten fast pausenlos Export-Weltmeister. Wir waren Pabst, bis seine Heiligkeit hoch betagt, sich zum Rentner erklärte. Oh, was sind wir für ein soziales Deutschland, denn wir schicken all die anderen sogar schon mit 67 zum endgültigen Faulenzen. Dafür ziehen wir den, so von der Arbeit befreiten, nur ein wenig von der Rente als dauerhafte Bearbeitungsgebühr ab.

Vor lauter Langeweile suchen sich viele RentnerInnen einen Job z.B. als selbständige Flaschensammler.

Wer sich im Arbeitsleben zu wenig vor seiner Dienstherrschaft gebückt hat, kann das beim Spargelstechen nachholen. Und dafür sollte nun wirklich kein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 € gezahlt werden, sonst verdienen die Plantagenbesitzer so wenig, dass es nicht mal für Designer-Möbel reicht.

 

Wir sind ein wundervolles Deutschland, besonders seit Kanzler Schröder den Vermögens-Milliardären die Steuern gesenkt hat, seit verdammt viele Kliniken vor der Pleite stehen und die Beschäftigten und PatientInnen Personalmangel und Stress zu spüren bekommen, seit Krankenkassen Leistungen einschränken und 1/3 von uns auf dem Arbeitsmarkt nur prekäre und Billigjobs finden.  

 Alle reden davon, wie wichtig Bildung ist, aber die Gruppen in den Kitas sind so groß, dass eine Erzieherin für jedes Kind täglich nur Minuten übrig hat. Tatsächlich können viele Kommunen ihrer Aufgabe in der Daseinsvorsorge nicht mehr nachkommen. 

Aber sollen wir bei soviel verkehrter Politik etwa auf vernünftige Löhne, Urlaub, Übernahme der Azubis usw. verzichten ?

 

Dieses Land hat kein Ausgabe, sondern ein Einnahmeproblem. Konzerne, Banken und Superreiche kommen, wie das Beispiel Bomlitz beweist, ganz legal viel zu oft drum herum, überhaupt irgendeinen Beitrag für die Gesellschaft zu zahlen. Reiche wieder richtig besteuern hilft kleinen Leuten, dem Gesundheits- Sozial- und Bildungswesen sowie den Kommunen.

 

Nur Reiche können sich einen armen Staat leisten !

Nicht unser Streik, sondern solche Steuerpolitik ist verantwortungslos und unsozial.

 

Endlich mal wieder einen Festbetrag fordern, ist genau so richtig wie ein existenzsichernder Mindestlohn ohne jede Ausnahme. Ausnahme bedeutet im wahrsten Wortsinn Hungerlohn. Gerade wer in den unteren Lohngruppen jobbt, braucht was Anständiges auf den Tisch und darf nicht gezwungen sein, sein Essen bei der Tafel abzuholen. Schluss mit Aufstocken beim Sozialamt. Jede Arbeit muss, verdammt noch mal, ordentlich bezahlt werden.

 

Einen Festbetrag wollen die Arbeitgeber ganz und gar nicht. Sie wollen offensichtlich eine sozial gespaltene Gesellschaft. Aber je weniger Unterschiede zwischen uns sind, desto solidarischer können wir soziale Kämpfe bestehen. Auf den Festbetrag kann überhaupt nicht verzichtet werden.

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, diese Tarifrunde kann hart werden. Wer heute noch zuschaut, muss morgen beim Arbeitskampf dabei sein. Wer Lohn, Urlaub, vernünftige Arbeitsbedingungen und Übernahme will, muss sich mit uns unterhaken. Solidarisch können wir jeden Druck von oben abwehren und unsere Forderungen durchsetzen. Gemeinsam sind wir stark !!

 

Und: ihr werdet es vermuten, wir sind die Guten !!

 

 

 

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ver.di - WARNSTREIKs Kommunen und Bund

14. März 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

 

 

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ver.di - WARNSTREIKs Kommunen und Bund
Mo. 17.3.14 um 9.00 Uhr Lüneburg, Theaterplatz/ An den Reeperbahnen
Di. 18.3.      um 9.00 Celle: vor AKH und Neues Rathaus, etwa 10.00 Stechbahn
Mi. 19.3.  ab 8.45  Walsrode, Rathausplatz: Kundgebung und Demo durch die City

Di. 25.3.  zentrale Demo in Hannover (Busse fahren aus allen Landesteilen)
Wer im Öffentlichen Dienst arbeitet und nicht mitstreikt, schmälert den Erfolg. Nur Zuschauen bringt nichts.
Alle Menschen aus anderen Betrieben, anderen Branchen, Familien, RentnerInnen, Erwerbslose usw. sind freundlich eingeladen die Demos und Aktionen durch ihre Teilnahme zu unterstützen.

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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde der Gewerkschaftsbewegung,

In der ersten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst haben die
Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Die Beschäftigten leisten gute
Arbeit. Diese hätten die Arbeitgeber mit einem hohen Angebot
wertschätzen können. Aber stattdessen halten sie  unsere Forderungen
für "maßlos". Das ist repektlos. Das sollten wir nicht auf uns sitzen
lassen!

Wir müssen den Arbeitgebern in dieser Tarifrunde von Anfang an
deutlich machen: Wir sind es wert!   Deshalb: unterstützt die Warnstreiks !!

Wichtig:

- Jede und jeder Tarifbeschäftigte darf streiken (egal, ob
verdi-Mitglied oder nicht).


- Niemand ist verpflichtet, sich zum Streik beim Vorgesetzten
abzumelden oder gar eine Vertretung zu organisieren.

- Auch die bei Werkstatt Bremen eingesetzten Azubis und Bufdis/FSJler
dürfen sich am Streik beteiligen und müssen an dem Tag nicht arbeiten.

- Azubis und Bufdis/FSJler dürfen keinesfalls eingesetzt werden, um
Streikende zu ersetzen.

- KollegInnen, die nicht mit streiken, müssen nicht die Arbeit von
Streikenden übernehmen. Sie dürfen dies ablehnen.

- Mitarbeiter/innen aus der Zeitarbeit dürfen laut Tarifvertrag bei
Streiks nicht im Betrieb eingesetzt werden.

Beteiligt Euch am Warnstreik!   Unterstützt die Warnstreiks durch eure Teilnahme!

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junge welt 28.1.14 -- Anti-Streik-Gesetz verhindern

28. Januar 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

 

Junge Welt
28.01.2014 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15
Gewerkschafter gegen »Tarifeinheit«

Linke Aktivisten wollen Anti-Streik-Gesetz der Bundesregierung verhindern

Von Daniel Behruzi
Der Konflikt um das Streikrecht rückt erneut in den Vordergrund. Nachdem Union und SPD in ihrer Koalitionsvereinbarung erklärt haben, die sogenannte Tarifeinheit gesetzlich festschreiben zu wollen, formiert sich Widerstand gegen das Vorhaben. Am Sonntag trafen sich rund 35 Vertreter aus verschiedenen Einzelgewerkschaften, anarchosyndikalistischen Organisationen, politischen Gruppen und der Partei Die Linke in Kassel, um entsprechende Aktivitäten vorzubereiten.

Die aus dem ganzen Bundesgebiet angereisten Teilnehmer waren sich darin einig, daß ein Gesetz zur Fixierung der »Tarifeinheit« verhindert werden muß. Denn dieses würde Beschäftigtenorganisationen, die eine Minderheit der jeweiligen Belegschaft organisieren, Arbeitskämpfe mindestens vorübergehend untersagen. Betroffen davon wären vor allem sogenannte Spartengewerkschaften wie der Marburger Bund und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Für diese gälte die Friedenspflicht, auch wenn sie überhaupt keinen Tarifvertrag unterschrieben haben.

»Im Interesse aller Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter – auch im DGB – gilt es, diese Einschränkung des Grundrechts auf Streik zurückzuweisen«, betonte Christa Hourani, die als Vertreterin der »Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken« (IVG) an dem Kasseler Treffen teilnahm. »Wir gehen aber noch weiter und fordern das uneingeschränkte Streikrecht und die volle gewerkschaftliche Aktionsfreiheit«, sagte sie am Sonntag gegenüber junge Welt. Gemeint ist damit unter anderem das Recht auf politischen Streik, das die Gerichte den Beschäftigten hierzulande – anders als in anderen europäischen Ländern – verwehren.

Um solche Fragen zu diskutieren und Aktionen vorzubereiten, wollen die Gruppierungen im Juni zu einem größeren Kongreß einladen, voraussichtlich in Frankfurt am Main. Mit Flugblättern und Plakaten wollen sie am 1. Mai, bei den »Blockupy«-Aktionstagen und zu anderen Gelegenheiten über die Konsequenzen eines Anti-Streik-Gesetzes informieren. Zugleich ist geplant, das Bündnis zu verbreitern und die unmittelbar betroffenen Spartengewerkschaften einzubeziehen, die in Kassel zwar eingeladen, aber noch nicht präsent waren. Das nächste Treffen soll am 16. März stattfinden, ebenfalls in der nordhessischen Stadt.

Die IVG selbst will den Konflikt um die »Tarifeinheit« in den kommenden Monaten auch innergewerkschaftlich verstärkt zum Thema machen. Denn die Haltung der DGB-Spitzen zur Gesetzesinitiative ist keinesfalls ablehnend – eher im Gegenteil. Der scheidende Chef des Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer, hatte kürzlich in der Süddeutschen Zeitung erklärt, er trage das Vorhaben der großen Koalition mit, da »die Spaltung der Belegschaft nur den Arbeitgebern und sonst niemandem« nutze. Das »Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di« hält dem in einer Stellungnahme entgegen, der Kampf um die Einheit der Beschäftigte müsse politisch geführt werden. »Es kann nicht sein, daß die Gewerkschaften sich zum Steigbügelhalter von Angriffen auf die Koalitionsfreiheit und das Streikrecht machen lassen.«

   Hallo,
gut wäre, wenn ihr alle diese Petition unterschreiben würdet und die Petition verbreiten würdet. Danke

https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-die-gewerkschaftsfreiheit-kein-streikverbot-per-gesetz


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